19.07.2010, 10:27 Uhr | AFP, dpa
Der europäische Flugzeugbauer Airbus will seinen Rivalen Boeing im Ringen um einen Großauftrag der US-Luftwaffe eigenen Angaben zufolge nicht mit einem Preisnachlass ausstechen. "Wir wollen Geld verdienen", erklärte der Chef des Airbus-Mutterkonzerns EADS, Louis Gallois, im Vorfeld der bedeutenden internationalen Luftfahrtmesse im britischen Farnborough. EADS verliere lieber den Auftrag als Geld. Die "Financial Times Deutschland" hatte am Montag vergangener Woche unter Berufung auf Industriekreise berichtet, die neue EADS-Offerte für den Auftrag liege mindestens zehn Prozent unter dem Angebot, das der Konzern bei der vorherigen Ausschreibung 2008 eingereicht hatte.
EADS und Boeing streiten seit Jahren um das Milliarden-Geschäft um den Bau von 179 Tankflugzeugen für die US-Luftwaffe. Eine erste Ausschreibung hatte 2003 Boeing gewonnen, in einem zweiten Verfahren setzten sich EADS mit dem Partner Northrop Grumman durch. Beide Vergabeverfahren wurden allerdings annulliert, der Auftrag jeweils neu ausgeschrieben. Boeing und Airbus reichten vergangene Woche neue Angebote ein, eine Entscheidung soll im November fallen. Gallois sagte vor Journalisten, Airbus berechne seine Preise anhand von Profitabilitätszielen. Die Preise seien aber wettbewerbsfähig. Er erwarte vom US-Verteidigungsministerium eine "faire" Entscheidung. Das Pentagon habe bislang gezeigt, dass ihm an Wettbewerb gelegen sei, um das beste Produkt und den besten Preis zu erhalten.
Airbus-Verkaufschef John Leahy kündigte an, bei der am Montag beginnenden Luftfahrtmesse von Farnborough bei London werde es bedeutende neue Aufträge für sein Unternehmen geben. "Sie werden überrascht sein über die Ankündigungen, die wir machen werden", sagte er zu Journalisten. Angaben zu möglichen Kunden machte er aber nicht. Bei der letzten Ausgabe der Messe hatte Airbus 256 Aufträge im Wert von insgesamt 40,5 Milliarden Dollar (31,3 Milliarden Euro) erhalten. Im Juni bestellte die Fluggesellschaft Emirates während der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung (ILA) in Berlin 32 Exemplare des neuen Großraumfliegers A380 im Wert von 11,5 Milliarden Dollar (8,9 Milliarden Euro).
Eigens für die Messe ist eine Boeing 787 "Dreamliner" erstmals in Europa gelandet. Der Hoffnungsträger des US-Flugzeugbauers setzte am Sonntag um 9.09 Uhr britischer Zeit auf dem Flughafen in Farnborough bei London auf. Bis Dienstag können Besucher dort das Flugzeug besichtigen. Mit inzwischen 863 Bestellungen ist die 787 das meistgeorderte Flugzeug der Welt. Technische Probleme hatten die Entwicklung allerdings mehrfach zurückgeworfen. Die erste Maschine soll nun Ende des Jahres ausgeliefert werden. Laut Preisliste soll der Flieger je nach Ausstattung und Version zwischen 150 und 206 Millionen US-Dollar kosten.
Quelle: dpa , AFP
brian f schrieb:
am 18. Juli 2010 um 16:18:58
(0)
(0)
tankflugzeuge
na warum wohl sind die Bieterverfahren bisher annuliert worden? Weil es nicht genug Schmiergeld gab, da muss nachgebessert
werden. Daher wäre es ganz gut wenn Boing den Zuschlag bekommt, das würde nämlich letztenendes sowohl die amerikanische Wirtschaft schwächen zudem auch die Einsatzfähigkeit der Armee der USA erheblich schwächen. Würde EADS nur über den Preis den Zuschlag bekommen, dann steht EADS in Kürze vor den eurpäischen Regierungen und braucht Kohle umd die Miesen auszugleichen
mehr
Kommentar melden
Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.

Attraktive und sportive Mode für Sie und Ihn: kompromisslose Qualität, die überzeugt. zum Special
Entdecken Sie die neuen Kollektionen zu Top-Preisen: jetzt online bestellen! zu den Angeboten
Zeigen Sie Flagge - alles für die per- fekte EM-Party in Schwarz-Rot-Gold.
von GINGAR.de
Damenmode in den schönsten Sommerfarben - online bestellen und sparen. bei KLiNGEL.de
Der Bau der Fahrzeuge dauert bis zu zehn Monate. zum Video