04.06.2010, 18:14 Uhr | dpa, apn, bab
Mit einer Diamond DA 42 wird EADS den Testflug durchführen (Foto: Diamond Aircraft) (Quelle: Hersteller)
Der Raumfahrt- und Rüstungskonzern EADS will bei der Internationalen Luftfahrtausstellung (ILA) in der kommenden Woche eine neue Ära des Flugzeugantriebs einläuten. Erstmals soll ein Flugzeug aufsteigen, das vollständig mit Biosprit auf Basis von Algen betankt ist. Das berichtet die "Welt" in ihrer Online-Ausgabe.
Wie es in dem Bericht heißt, soll der Flug mit einer zweimotorigen Maschine vom Typ Diamond DA 42 Twin Star durchgeführt werden. Durch den höheren Energiegehalt des Algentreibstoffs soll der Verbrauch der Diamond bei gleicher Leistung um 1,5 Liter pro Stunde geringer sein als bei konventionellem Treibstoff.
Ähnliche Versuche mit dem Kraftstoff auf Algen-Basis gab es bereits in der Vergangenheit, allerdings wurden hier nur einzelne Triebwerke größerer Maschinen mit BTL (Biomass to Liquid) betrieben. Anfang 2008 ließ die britische Gesellschaft Virgin Atlantic eine Boeing 747-400 von London nach Amsterdam fliegen, die zu einem großen Teil mit Biosprit basierend auf einer Mischung aus Öl der Kokosnuss- und der Babassupalme betankt war. Die Verwendung von Rohstoffen, die auch zur Nahrungsversorgung eingesetzt werden, stieß jedoch auf massive Kritik bei Umweltschützern.
Neben der Umwandlung von Gas (Gas to Liquid, GTL) und Leindotter hat sich die Forschung während der vergangenen Jahre deshalb vor allem auf Algen konzentriert. Und die eigenen sich laut EADS-Technikchef Jean Botti nach der Umwandlung hervorragend als Ersatz für das Erdölprodukt Kerosin. Die EADS-Entwickler setzen deshalb große Hoffnung auf den Algen-Sprit. Die Energieintensität dieser Pflanzen sei hervorragend, erklärte Botti gegenüber der "Welt". Andere alternative Antriebe, wie Elektromotoren oder Wasserstoff, seien für Flugzeuge ungeeignet.
Botti verwies zugleich auf die umweltschonenden Aspekte des neuen Treibstoffs. "Wir haben uns zum Ziel gesetzt, die Kohlendioxid- und Lärmemissionen bis 2050 zu halbieren", sagte der EADS-Topmanager. "Aber am Ende müsse es darum gehen, dass die Luftfahrtindustrie in der Klima-Gleichung so gut wie keine Rolle mehr spielt." Während ihres Wachstums würden Algen sehr viel Kohlendioxid binden, das für die Klimaerwärmung verantwortlich gemacht wird.
Die Anstrengungen von Flugzeugbauern und Airlines kommen nicht von ungefähr. Ab dem Jahr 2012 wird der Luftverkehr in den Emissionshandel einbezogen. Fluggesellschaften erhalten dann Emissionsrechte in Form von Zertifikation zugeteilt, müssen beim Ausbau von Kapazitäten also auf den Spritverbrauch und Schadstoffausstoß ihrer Maschinen achten.
Quelle: t-online.de , dpa
Ziu57 schrieb:
am 5. Juni 2010 um 07:46:04
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Algenvorkommen
Die größten Algenvorkommen, beherbergen unsere Weltmeere. Durch künstliche Verunreinigung und Tensidinierung sterben diese
dann aus. Im Namen des Fortschritts und der Flugzeugära. Was dies für die Zukunft der Weltmeere bedeutet, bedarf keiner näheren Beschreibung. Die BP hat bereits den ersten Schritt dahingehend getan.
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??? schrieb:
am 4. Juni 2010 um 18:30:28
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Hast Du überhaupt irgend eine Ahnung?
Hört sich nicht so an! Das heißt A400M und nicht A300M.
Einfach mal leise sein wenn man keine Ahnung vom Geschäft hat!
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ich schrieb:
am 4. Juni 2010 um 18:17:32
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Flugzeug soll mit Algen fliegen
EADS sollte, bevor man solche Sachen baut, erstmal normale Flieger zum Fliegen bringen. Dann gäbe es das
Desaster um den A300M und den Tiger-Helicopter (EC 665) nicht.
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