17.01.2012, 12:55 Uhr | dpa
Nach einem Rekordjahr will der europäische Flugzeughersteller Airbus im laufenden Jahr 4000 neue Mitarbeiter einstellen. Auf einer gemeinsamen Neujahrskonferenz mit dem Mutterkonzern EADS im Hamburger Airbus-Werk sprach Verkaufschef John Leahy vom erfolgreichsten Jahr des Unternehmens. "Wir hatten die höchste Auslieferungsrate unserer Geschichte", sagte Airbus-Chef Thomas Enders zum Erfolgsjahr 2011. Es sei angesichts von Ersatzteil-Lieferengpässen - etwa durch das verheerende Erdbeben in Japan - nicht einfach gewesen.
Airbus erhielt 2011 netto 1419 Bestellungen, der höchste Auftragseingang in der Unternehmensgeschichte. Insgesamt wurden mit 534 Maschinen so viele neue Flugzeuge ausgeliefert wie nie zuvor. In den Airbus-Auftragsbüchern stehen nun Aufträge für 4437 Flugzeuge im Gesamtwert von 588 Milliarden Dollar nach Listenpreis, was die Produktion für bis zu acht Jahre sichert.
Verkaufschef Leahy betonte, dass er im laufenden Jahr mit weniger Aufträgen rechne. Sie würden aber mindestens der Zahl der Auslieferungen entsprechen. Diese veranschlagt Airbus für 2012 auf 570. Konkret geht Leahy von 600 bis 650 Aufträgen aus - der deutliche Rückgang sei angesichts des üppigen Auftragsbestands durchaus erwünscht. Den Airbus-Marktanteil schätzt er für 2012 auf um die 50 Prozent. Vom Mega-Flieger A380 sollen in diesem Jahr 30 Jets verkauft und auch ausgeliefert werden.
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Auch der Mutterkonzern EADS hat das Jahr 2011 nach eigenen Angaben erfolgreich abgeschlossen und peilt nun noch höhere Gewinne an. "EADS ist eine Wachstums-Story und eine Geld-Maschine", sagte EADS-Chef Louis Gallois. Es gelte nun, den Luft- und Raumfahrtkonzern trotz wachsender Konkurrenz profitabler zu machen und das internationale Profil zu schärfen; Europa, USA und Schwellenländer seien die drei wichtigsten Pfeiler. Der Konzern schuf im abgelaufenen Jahr laut Gallois 5000 neue Arbeitsplätze. Für 2012 wolle EADS bei den Neueinstellungen noch zulegen. "Wir werden 9000 Jobs schaffen", sagte der Franzose. Davon seien 5000 feste Jobs und 4000 Zeitarbeitsstellen.
Airbus hat nach eigenen Angaben einen Weltmarktanteil von 64 Prozent nach Bestellungen (54 Prozent nach Umsatz). Verkaufsrenner des Vorjahres war der mit sparsameren Triebwerken ausgerüstete A320neo, den Leahy "das sich am schnellsten verkaufende Flugzeugprojekt der Luftfahrtgeschichte" nannte. 2011 gingen alleine für dieses Modell 1226 Festbestellungen ein. US-Konkurrent Boeing sei 2011 nur im mittleren Marktsegment besser als Airbus gewesen. Leahy: "Wir waren in neun der vergangenen zehn Jahren der größte Flugzeughersteller."
Der Luftverkehr sei ein enormer Wachstumsmarkt, der sich trotz weltweiter Krisen alle 15 Jahre verdoppele. Während Europa weitgehend als Markt stagniere, sei der asiatisch-pazifische Raum ein absoluter Boommarkt, der von Airbus dominiert werde. Nach 4500 Neueinstellungen im Vorjahr kommt Airbus nun auf 55.000 Mitarbeiter.
Gallois hob hervor, der Konzern habe bisher auf der Startbahn gestanden, hebe nun aber ab Richtung Wachstumsmärkte. Mit Blick auf seinen Nachfolger - nach bisherigen Plänen im deutsch-französisch dominierten Konzern soll es Thomas Enders werden - betonte der scheidende Gallois, derartige Entscheidungen bräuchten Zeit. Mit Blick auf die globale Krise warnte er vor Orientierungslosigkeit. Die Schuldenkrise müsse schnell gelöst werden, um Marktvertrauen wieder herzustellen, forderte Gallois. "Wir brauchen klare Signale, die von jedem verstanden werden." EADS als multinationales Unternehmen könne ein gutes Vorbild für die Politik sein.
Quelle: dpa
everblueskies schrieb:
am 1. März 2012 um 18:21:12
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EU
Neueinstellungen? Das wird sich Airbus/EADS sicherlich nocheinmal überlegen. Die EU-Schwachköpfe sorgen mit den CO2-Zertifikaten gerade
dafür, dass die Chinesen einen Milliarden-Auftrag stornieren werden...!
Quelle: CO2-Streit: Hong Kong Airlines will Großauftrag stornieren
01.03.2012, 12:39 Uhr | t-online.de - Niklas Ewert
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Politverdrossen schrieb:
am 17. Januar 2012 um 15:12:31
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Einstellungen
Zu Wolgang schrieb möchte ich nur sagen die Betonung liegt wohl auf in Arbeit gebracht die meisten der 1800 Menschen können
wahrscheinlich von diesen Sklavenlöhnen der Zeitarbeitsbranche nicht leben und landen als Aufstocker in Hartz 4 die Zeche zahlt am Ende der Steuerzahler und die Zeitarbeitsfirma macht sich ohne großen Aufwand die Taschen voll. Ein sehr erfolgreicher Trent Personen die schon am Rand der Gesellschaft stehen als Arbeitssklaven auszubeuten.
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e.m.aue schrieb:
am 17. Januar 2012 um 13:55:33
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airbus neueinstellungen
das klingt doch sehr gut, aber hat schon mal einer daran gedacht, dass mit ausufernden flugverkehr die umwelt zur sau gemacht wird!
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