27.05.2011, 15:35 Uhr | AFP, dpa
Immer mehr Landwirte müssen ihre Ware aufgrund des EHEC-Erregers vernichten. (Foto: dpa) (Quelle: dpa)
Der EHEC-Erreger versetzt seit letzter Woche ganz Deutschland in Aufregung. Nun drohen der deutschen Landwirtschaft durch den lebensbedrohlichen Darmkeim Verluste in Millionenhöhe. Ersten Schätzungen zufolge hätten die deutschen Gemüsebauern derzeit Einbußen in Höhe von zwei Millionen Euro pro Tag zu verkraften, sagte ein Sprecher des Deutschen Bauernverbands in Berlin. Wissenschaftler hatten am Donnerstag EHEC-Bakterien auf spanischen Salatgurken entdeckt. Zuvor hatte das Robert Koch-Institut (RKI) dazu geraten, vorsorglich bis auf weiteres Tomaten, Salatgurken und Blattsalate "insbesondere in Norddeutschland nicht roh zu verzehren". Der Großteil der schweren Erkrankungen durch den EHEC-Erreger war bislang in Norddeutschland aufgetreten.
"Der Handel auf dem Hamburger Großmarkt liegt quasi flach", sagte der Geschäftsführer der Bundesfachgruppe Gemüsebau, Jochen Winkhoff. Alle Gemüse- und Salat-Erzeuger seien sehr stark betroffen. "Sie müssen ihre Waren vernichten, weil derzeit keine Nachfrage da ist", sagte Winkhoff. Ein großer deutscher Salathersteller in Norddeutschland etwa habe auf einen Schlag 30.000 Köpfe Eisbergsalat wieder unter die Erde pflügen müssen.
Der Schaden könne für die Gemüsebauern kaum größer sein, sagte der Bauernverbandssprecher. "Mai und Juni gehören zu den wichtigsten Verkaufsmonaten." Deshalb treffe der Schaden die Bauern nun deutlich mehr, als wenn die EHEC-Infektionen im Winter aufgetreten wären.
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Deutschlands größter Handelskonzern Metro verzeichnet leichte Absatzrückgänge und hat zahlreiche Kundenanfragen. "Wir spüren, dass der Absatz von Salat und Gurken zurückgegangen ist, allerdings in geringem Umfang", sagte ein Metro-Sprecher auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa am Freitag in Düsseldorf. Der Handelskonzern verkauft Lebensmittel in den Märkten seiner Tochterunternehmen Metro-Großhandel, Real und Kaufhof. Die Kunden fragten deutlich häufiger als bisher nach dem Herkunftsland der Ware, schilderte der Sprecher des Konzerns die Folgen der Verbraucherfurcht vor dem aggressiven EHEC-Keim.
Bei Gemüse aus Spanien seien die Kunden derzeit eher zurückhaltend. In den Märkten des Konzerns gebe es aber weiter ein ausreichendes Angebot an Gurken. Der Handelskonzern hatte am Donnerstag vorsorglich spanische Salatgurken aus dem Sortiment genommen. Dabei handelte es sich fast ausschließlich um Bio-Gurken. Die betroffene Ware in den Märkten wurde vernichtet, Lagerbestände an Lieferanten zurückgegeben. Metro reagierte auf Untersuchungsergebnisse des Hamburger Hygiene-Institut, nach denen Salatgurken aus Spanien mit EHEC-Erreger belastet sind.
Der Sprecher des Metro-Konzerns betonte, dass es sich um eine reine Vorsorgemaßnahme handele. Es sei noch nicht klar, welche Lieferungen aus Spanien genau betroffen seien. Neben Metro hatten unter anderem auch die führenden deutschen Lebensmittelhändler Edeka und Rewe spanische Gurken vorsorglich aus dem Gemüseangebot genommen.
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Quelle: dpa , AFP
Schachter schrieb:
am 27. Mai 2011 um 19:18:23
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Gemüse
Eine ganz einfache Sache, Verursacher in der vollen Höhe zum Schadenersatz bitten, nicht nur bei Lebensmitteln, ein Großteil der
angeblich oberen 10.000 würde damit recht schnell verarmen,
Geht nicht, ein Anteil der Geschäfte geht an unsere Politiker, ganz gleich in welcher Form, es wird verdient, demzufolge vertuscht und als harmlos hingestellt.
Mit Geld kann und wird alles wieder ins Lot gebracht.
Einfach mal Nachdenken.
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Bynaus schrieb:
am 27. Mai 2011 um 18:48:20
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EHEC
Sicherlich ein wichtiges Thema. Erkannt wurde ja auch, dass Gülle eine entscheidende Rolle bei der Entstehung des EHEC-Erregers
spielt.Wenn (z.B. in M-V Gülle auf bewirtschaftete Flächen gebracht, so dass ganze stinkende Seen kurzzeitig entstehen,ist das bestimmt kein Wunder. All dieses wird durch den Landwirtschaftsminister Till Backhaus wohlwollend geduldet. Da es nur noch ums Geld geht-werden wir bald noch mit viel mehr den Tod ins Gesicht schauen.
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Higgens schrieb:
am 27. Mai 2011 um 18:16:45
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Markt
Bei erkannter Gefahr ist Vorsicht, ja Zurückhaltung geboten. Das gilt für AIDS wie für EHEC.
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