01.11.2011, 10:24 Uhr | dpa, bv
In Deutschland gibt es mehr Geringverdiener als gedacht. Einer Studie des Prognos-Instituts zufolge verdienen fünf Millionen Menschen maximal 8,50 Euro pro Stunde. Insgesamt sind in Deutschland rund 40 Millionen Menschen erwerbstätig, 12,5 Prozent wären demnach Geringverdiener.
Sie lassen sich aber noch weiter unterteilen: Wie Prognos für die SPD-nahe Friedrich-Ebert-Stiftung herausgefunden hat, arbeiten 1,2 Millionen für weniger als 5 Euro und weitere 2,4 Millionen für weniger als 7,50 Euro pro Stunde.
SPD und Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB) fordern 8,50 Euro als Mindestlohn. Die CDU schlägt eine Lohnuntergrenze vor, die sich am Tarifniveau der Zeitarbeitsbranche orientiert. Das entspräche 6,89 Euro pro Stunde im Osten und 7,79 Euro im Westen.
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Prognos berechnete auch die Auswirkungen eines Mindestlohns von 8,50 Euro: So können nicht nur die betroffenen Haushalte ihr Einkommen um etwa 14,5 Milliarden Euro steigern. Auch der Staat hätte etwas davon. Er sparte sich Sozialleistungen in Höhe von 1,7 Milliarden Euro und nähme darüberhinaus 2,7 Milliarden Euro zusätzlich an Einkommensteuern und Sozialbeiträgen ein. Weitere 700 Millionen Euro entstünden an indirekten Steuern durch erhöhte Konsummöglichkeiten.
Besonders viele Geringverdiener gibt es nach Einschätzung von Arbeitsmarktexperten in Branchen, die über keine tarifvertraglich festgelegten Löhne verfügen. Das gilt unter anderem für die Hotel- und die Callcenter-Branche sowie für die Landwirtschaft. In einigen Wirtschaftszweigen kann es zu tariflich ungebundenen Lohnverhältnissen kommen, bei denen der Arbeitnehmer keinen Schutz gegen geringe Bezahlungen genießt, hieß es im Bundesarbeitsministerium.
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Nach Angaben der Hans-Böckler-Stiftung des DGB ist die Zahl der tarifvertraglich Beschäftigten in den letzten zehn Jahren deutlich zurückgegangen. Während es 1998 noch 76 Prozent im Westen und 63 Prozent im Osten gewesen seien, hätten schon 2009 nur noch 65 Prozent der Beschäftigten im Westen bzw. 51 Prozent im Osten ein tarifvertraglich ausgehandeltes Gehalt bezogen.
Von geringen Löhnen sind nach Angaben von Prognos besonders Frauen, sehr Junge, sehr Alte, Alleinerziehende, Paare mit Kindern sowie Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aus Ostdeutschland betroffen.
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Quelle: dpa , t-online.de
Michel schrieb:
am 31. Oktober 2011 um 21:40:42
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halbherzig
Von seiner Arbeit sollte man auch leben können...und das auch im Alter. Also gibt es doch ganz ****** eine Untergrenze für den
Mindestlohn - er müßte so hoch sein, dass man als Rentner wenigstens die Mindestrente bekommt. Wie kurzsichtig sind unsere Politiker eigentlich? Bei diesen geringen Forderungen für Mindestlöhne entstehen später ja doch wieder staatliche Zuschüsse für Rentner. Auf entspr. Anfrage wurden ca. 10 Euro als Stundenlohn ermitelt, um später mal die Mindestrente zu bekommen!!
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Robi schrieb:
am 31. Oktober 2011 um 21:38:40
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Beschweren???
Lassen wir uns doch mal ehrlich sein!!! Alle Motzen se rum,scheiss Staat,dreckige Bonzen,scheiss Politiker aber was wird
dagegen getan????NIX geht von den Leuten einer auf die Strasse ??nö! Wir sollten uns nicht beschweren sinds doch selber schuld das mit steuergeldern so umgegangen wird."Sorry" aber die Ossis haben es auch lange mit sich machen lassen,haben aber das Maul aufbekommen.Das wird im Westen nicht passieren weil wir Motzen viel Lieber!!!!!
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Jim Johns schrieb:
am 31. Oktober 2011 um 21:38:09
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Zu wenig
Es gibt Festangestellte mit 2000 Euro und mehr Lohn im Monat und das dieser hohe Lohn bezahlt werden kann müssen Leiharbeiter und
Minijober immer mit weniger bezahlung auskommen. Sozialabgaben werden dadurch immer kleiner
und am Schluß gibt es nurnoch Minirente und schlechte Krankenversorgung.
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