11.05.2011, 08:08 Uhr | bv
Tarifplus - Inflation = Reallohnverlust (Foto: imago) (Quelle: imago)
Viele Arbeitnehmer in Deutschland müssen trotz der wirtschaftlichen Erholung auch in diesem Jahr mit sinkenden Realeinkommen rechnen. Die tariflichen Stundenlöhne dürften im Durchschnitt nur um 1,7 Prozent steigen, sagte Commerzbank-Volkswirt Eckart Tuchtfeld der "Frankfurter Rundschau" (FR). Dem steht ein erwarteter Preisanstieg um 2,4 Prozent gegenüber, sodass die Einkommen durchschnittlich real um 0,7 Prozent sinken würden und die Kaufkraft der Beschäftigten damit abnimmt.
Tuchtfeld sagte der Zeitung, dass zwar dank der wirtschaftlichen Erholung außertarifliche Zulagen und Sonderzahlungen eine größere Rolle spielen würden, real dennoch ein kleines Minus übrig bleibe.
Je nach Branche fallen die Abschlüsse unterschiedlich aus. So erhalten die Bau-Beschäftigten aufs Jahr umgerechnet 2,6 Prozent mehr Geld als 2010. In der Chemiebranche seien es dagegen nur zwei Prozent, weil Einmalzahlungen aus dem Vorjahr wegfielen.
Das ist zwar deutlich mehr, als in Bulgarien gezahlt wird. Doch insgesamt liegt Deutschland bei den Arbeitskosten lediglich auf Platz sieben in Europa. zum Video
Der Bremer Wirtschaftswissenschaftler Rudolf Hickel sagte der "FR", die Tarifabschlüsse seien "sehr enttäuschend" ausgefallen. Volkswirte hätten einen Verteilungsspielraum von drei bis 3,5 Prozent gesehen. Dieser sei aber bei weitem nicht ausgeschöpft worden.
Selbst arbeitgebernahe Institute wie das Institut der Deutschen Wirtschaft habe im Januar erklärt, Zuschläge um die drei Prozent seien akzeptabel, so die Zeitung weiter.
Quelle: t-online.de
romelias schrieb:
am 26. Mai 2011 um 11:30:11
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Einkommen
Ich staune immer wieder über die realitätsfernen Ansichten über das Einkommen verschiedener Berufe. Das gilt z.B. für
Rechtsanwälte. Sollte man das Staatsexamen nicht mit einer guten Note abschließen, was in der Rechtswissenschaft ziemlich schwierig ist, dann sollte man lieber einen anderen Beruf wählen. Ein durchschnittlicher Facharbeiter verdient mehr.
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Satiriker schrieb:
am 12. Mai 2011 um 09:59:03
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Umverteilung nach oben
Die Hauptsache, die Gewinne der Banken steigen real. Und Geld zum Krieg spielen haben wir doch auch noch reichlich.
Warum dann jammern? Die billigen Arbeitskräfte holen wir aus dem Ausland. Da können wir doch noch mehr bei der Ausbildung sparen. Kulturausgaben können auch wegfallen, sollen sich doch alle vor die "Glotze" oder den Computer setzen. Für die "Oberen Zehntausend" haben wir ja noch etwas zum Angeben.
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Beamten Bert schrieb:
am 12. Mai 2011 um 06:10:30
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Einkommen
Auch ich bineinen Diensgrad befördert worden, wie Ich schrieb. Verdiene jetzt 5600 Euro brutto und kann mich im Alter von heute
55 Jahren auf meinen wohlverdienten Vorruhestand vorbereiten. Mit der zu erwartenden Pension wird es wohl gut leben lassen.
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