05.03.2008, 14:36 Uhr | Financial Times Deutschland
Viele fühlen sich für ihre Arbeit nicht mehr gerecht bezahlt. (Foto: Archiv) Die Deutschen haben 2007 das vierte Jahr in Folge unter dem Strich Lohneinbußen hinnehmen müssen. Die Preise stiegen stärker als die Gehälter. Frauen werden immer noch für die gleiche Arbeit schlechter entlohnt. Aber wieviel verdient man in Deutschland überhaupt? Wir präsentieren den großen Lohn-Check. Hinweis: Die in den Gehaltslisten genannten Werte sind Durchschnittswerte. Sowohl unter den Tariflöhnen als auch unter den außertariflichen Einkommen finden sich in der Realität also Abweichungen nach unten und nach oben.
Gehaltslisten -Von Abteilungssekretärin bis Energieanlagenelektoniker
Gehaltslisten - Von Ergotherapeut/in bis Maurer
Gehaltslisten - Von Mediengestalter bis Zentralheizungsinstallateur
Jenseits aller Gehaltslisten -Die reichsten Menschen der Welt
Lebenshaltungskosten stärker gestiegen als Löhne
Die Bruttolöhne und -gehälter sind zwar nach Angaben des Statistischen Bundesamtes vom Mittwoch 2007 im Durchschnitt um 1,4 Prozent auf 27.083 Euro gestiegen. Die Lebenshaltungskosten erhöhten sich aber mit einem Plus von 2,2 Prozent deutlich stärker. Zum letzten Mal waren die Durchschnittsverdienste im Jahr 2003 stärker gestiegen als die Inflation.
Frauen bekommen bis zu 825 Euro weniger pro Monat
Frauen verdienen fast ein Viertel weniger als Männer. Ihr durchschnittlicher Bruttomonatsverdienst fällt um rund 23 Prozent niedriger aus, wie das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung mitteilte. Die Einkommensdifferenz zwischen den Geschlechtern betrage je nach Beruf zwischen 84 und 825 Euro im Monat. Am geringsten sei der Abstand bei Verwaltungsfachangestellten, am größten bei Buchhaltern. Mit zunehmendem Alter wachse die Kluft. Junge Frauen bis 24 Jahre können noch am ehesten mit dem Einkommen ihrer gleichaltrigen männlichen Kollegen mithalten. Am größten fällt die Gehaltsdifferenz mit 26,7 Prozent bei den über 55-jährigen Beschäftigten aus.
Gehalts-Check -
Jüngere Frauen haben höheres Qualifikationsniveau
"Die Zahlen zeigen: Die Frauen holen auf, aber von einem Einkommens-Gleichstand kann auch bei den jüngeren Frauen noch nicht die Rede sein", sagte der Leiter des WSI-Tarifarchivs, Dr. Reinhard Bispinck. Dafür gebe es mehrere Gründe: Junge Frauen verfügen im Schnitt über ein deutlich höheres Qualifikationsniveau, Nachteile durch erziehungsbedingte Berufsunterbrechung fallen (noch) nicht ins Gewicht. Bei älteren Frauen wirken sich hingegen Karrierenachteile gegenüber ihren männlichen Kollegen stärker aus.
Lohnspiegel nach Branchen aufgeschlüsselt
Doch wieviel verdient man in der Bundesrepublik im Einzelnen? Für den "Lohnspiegel" haben die Experten der Hans-Böckler-Stiftung 55.000 Gehaltszettel ausgewertet. Die Durchschnittswerte sind aufgeschlüsselt nach Berufen - von der Abteilungssekretärin bis zum Zentralheizungs-Installateur.
Gehaltslisten -Von Abteilungssekretärin bis Energieanlagenelektoniker
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Lohnspiegel -
Quelle: t-online.de
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