02.01.2012, 10:31 Uhr | bv
Arbeitnehmer in Deutschland können in diesem Jahr mit einem etwas höheren Nettoeinkommen rechnen als 2011. Nach Angaben der "Süddeutschen Zeitung" summieren sich diverse Erleichterungen auf maximal 160 Euro im Jahr, das sei mehr als von den für 2013 angekündigten Steuererleichterungen zu erwarten sei.
Hauptnutznießer seien Beschäftigte mit einem Bruttolohn zwischen 24.000 und 66.000 Euro, schreibt die Zeitung unter Berufung auf Berechnungen des Ökonomen Frank Hechtner von der Freien Universität Berlin. Der größte Posten entfällt auf Änderungen bei der Gesetzlichen Rentenversicherung. Die Senkung des Beitragssatzes von 19,9 auf 19,6 Prozent macht sich demnach mit etwa 60 Euro im Jahr bemerkbar. Außerdem könne ein größerer Teil der Altersvorsorge-Aufwendungen von der Steuer abgesetzt werden.
Darüberhinaus steigt der Arbeitnehmerpauschbetrag von 920 auf 1000 Euro. Wegen des Anstiegs der Beitragsbemessungsgrenzen kommen Besserverdiener nur auf eine Entlastung von 65 Euro, wie die "Süddeutsche" vorrechnete. Die Grenzen sind zu Jahresbeginn um 1350 Euro auf 45.900 Euro in der Kranken- und Pflegeversicherung sowie um 1200 Euro auf 67.200 Euro in der Renten- und Arbeitslosenversicherung gestiegen. Für diese Differenzbeträge, die bisher zum beitragsfreien Einkommen zählten, müssten nun Sozialabgaben abgeführt werden.
Während die Beitragsbemessungsgrenzen bei der Kranken- und Pflegeversicherung in Ost- und Westdeutschland identisch sind, gibt es bei der Renten- und Arbeitslosenversicherung Unterschiede. So steigt die Grenze in diesem Jahr nur im Westen, während sie im Osten bei 57.600 Euro bleibt. Dort war sie zuletzt zum Jahresbeginn 2011 erhöht worden.
Die Steuererleichterungen, die für 2013 angekündigt sind, sollen sich laut Experte Hechtner dagegen nur auf durchschnittlich 76 Euro im ersten Jahr belaufen. Erst mit der zweiten Stufe ab 2014 stiegen die Entlastungsbeträge merklich, schrieb die "Süddeutsche".
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Dazwischen liegt allerdings noch die Bundestagswahl 2013. Die SPD kritisiert die Steuererleichterungen, da gleichzeitig die Neuverschuldung des Bundes in den kommenden Jahren wieder steigen soll.
Zuletzt forderte der Chef des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) die Bundesregierung auf, die geplante Steuerentlastung besser zu unterlassen. Gert Wagner sagte, die Einnahmenseite müsse gestärkt werden. "Einerseits wird vom Sparen geredet - und andere Staaten werden vehement dazu aufgefordert. Andererseits werden aus Koalitionsräson die Steuern gesenkt und das Füllhorn der Subventionen wird nicht kleiner", kritisierte er.
Quelle: t-online.de
Franz schrieb:
am 1. Februar 2012 um 06:52:30
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Mehr Geld in der Tasche
frage mich wirklich in welcher Tasche; ich z.B. habe bei gleichem steuerpflichtigem Brutto und gleicher Steuerklasse 18€ mehr Steuerabzug
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goldfisch schrieb:
am 30. Januar 2012 um 14:06:33
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steuer
das ist die bilanz des staates was eine steuererleichterung dem bürger gibt.
hat aber mit der realbilanz nichts zu tun.da bilanzen
nur betrug für den staaat vorteilhaft sind.aber man kann sagen,daß wir dem volk wieder ein einen kochen ohne fleisch ingeworfen haben.dann kann man sich ja wieder auf den leistungen ausruhen.
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Sigi schrieb:
am 30. Januar 2012 um 11:57:14
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(0)
Mehr Geld in der Tasche
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