08.12.2010, 11:31 Uhr | dpa
Winterweihnachtliches Hamburg: Einzelhändler freut die Kälte (Foto: imago) (Quelle: imago)
Viele deutsche Einzelhändler reiben sich derzeit die Hände. Nicht, weil es ihnen kalt wäre - sondern weil das knackige Winterwetter gut fürs Geschäft ist. "In den letzten Tagen haben die Leute mir die gefütterten Schuhe direkt aus dem Karton weggekauft. Die neue Ware hat es oft gar nicht bis ins Regal geschafft", berichtet eine Schuhverkäuferin in der Kölner Innenstadt. "Wenn die Menschen kalte Füße kriegen, ist das gut für uns."
Beim Bundesverband des deutschen Textileinzelhandels (BTE) sieht man das genauso: "Von uns aus können die Temperaturen ruhig noch lange unter null bleiben", sagt Hauptgeschäftsführer Jürgen Dax. Seit der Frost massiv eingesetzt hat, kauften die Kunden wie am Fließband dicke Pullover, Mäntel, Mützen und lange Unterhosen. "Nur allzu glatt darf es draußen nicht werden, dann gehen die Leute nicht so gerne vor die Tür."
Dass der erste Schnee in diesem Winter recht früh kam, ist den Bekleidungshäusern nur recht. "Die Winterware ist ja schon seit Oktober in den Läden. Je eher die Kunden Lust auf diese Sachen bekommen, desto besser", sagt Dax. Denn was weg ist, ist weg - und braucht später nicht mit Rabatten verhökert zu werden. "Wenn der Winter milde ist, fangen die Händler in der Regel früher an zu reduzieren, damit die dicken Sachen trotzdem verkauft werden." Das möge aus Verbrauchersicht zwar gut sein - aus Sicht der Händler aber nicht.
Auch die Süßwarenbranche frohlockt angesichts der frostigen Temperaturen. "Schokolade und Weihnachtsgebäck schmecken nun mal besser, wenn es draußen kalt ist", sagt der Geschäftsführer des Bundesverbands der Deutschen Süßwarenindustrie (BDSI), Torben Erbrath. "Bei Schokolade sind viele Leute eher 'die Brecher' als 'die Lutscher' - und das klappt jetzt so richtig gut."
In den Möbelhäusern wird es im letzten Quartal traditionell etwas voller - allerdings habe das wahrscheinlich eher mit dem bevorstehenden Weihnachtsfest als mit dem Wetter zu tun, heißt es beim Verband der Deutschen Möbelindustrie (VDM). "Aber es geht natürlich schon darum, dass man es sich drinnen behaglich machen will und deshalb vielleicht zu dieser Zeit auf die Idee kommt, sich mal ein neues Möbelstück zu leisten", sagt Sprecherin Ursula Geismann.
In den Baumärkten habe die Nachfrage nach "typischen Winterprodukten" wie Schneeschaufeln und Brennholz dieses Mal schon vorzeitig eingesetzt, sagt der Sprecher des Branchenverbands BHB, Stefan Michell. Vor allem Streusalz werde verkauft wie verrückt. "Viele Leute haben sich wohl an den letzten Winter erinnert, als das teilweise plötzlich ausverkauft war, und sorgen jetzt lieber vor."
Für die Tourismusbranche ist im Winter generell Hochsaison für Fernreisen in wärmere Gefilde. Es gebe auch viele kurzfristige Buchungen zu sonnigen Zielen, etwa auf die Kanaren, in die Karibik oder nach Ägypten, heißt es beim Deutschen Reiseverband. "Wir wissen allerdings nicht, ob diese Kunden sowieso wegfliegen wollten, oder ob sie sich wegen des kalten Wetters spontan zu einer Reise entschließen", schränkt Sprecher Torsten Schäfer ein.
Was den Skiurlaub anbelangt, werde vielleicht so mancher erst durch die Bilder der verschneiten Landschaften angespornt, noch schnell zu buchen. Stark nachgefragt seien die deutschen Mittelgebirge, sagt Schäfer. "Fest steht jedenfalls: Wer jetzt noch eine Reise über Weihnachten oder Silvester buchen will, der muss sich beeilen."
Quelle: dpa , t-online.de
isernhagenhannover1 schrieb:
am 9. Dezember 2010 um 09:21:19
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Lügen was das Zeug hält
Immer wieder stelle ich fest, dass wir schon längst in der DDR angekommen sind. Da werden Meldungen gestreut,
gerade vor Weihnachten und das schon seit Jahren, um das Herdentier Mensch (in die Geschäfte) zu lenken. Die anderen kaufen, dann muss ich das auch, so die Logik. Und nach dem Weihnachtsgeschäft war dann alles so olala, diese verdammten Lügen, am besten verlässt sich jeder auf sein eigenes Gefühl und ignoriert die externen Einflüsse!
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Mütterchen Frost schrieb:
am 8. Dezember 2010 um 15:18:09
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Kälte und Winter
Natürlich braucht man in einem strengen Winter das ein oder andere wärmere Kleidungsteil, das man sich bei weniger
frostigen Temperaturen nicht gekauft hätte. Und dass nur die kaufen können, die überhaupt das Geld dafür haben, ist eigentlich auch klar. Die anderen frieren, tragen die abgetragenen Sachen von den letzten Wintern oder überziehen das Konto usw. Außerdem gibt es bei einigen Firmen noch Weihnachtsgeld, das schon immer gerne für besondere Wünsche zum Jahresende/Weihnachten vorgesehen w
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el viejo schrieb:
am 8. Dezember 2010 um 15:14:46
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Eizelhändler
Wartet mal ab, bald steht wieder geschrieben schlechter Umsatz im Einzelhandel.
Wir haben hier viele Einkaufzentren in unserer
Nähe die am Wochenende auch gut Besucht sind,aber
man sieht kaum Leute die wirklich,die dicken Taschen aus den Geschäften schleppen.
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