29.02.2008, 14:09 Uhr | AFP/ T-Online
Einkaufszentrum (Foto: ddp) Nach monatelanger Kaufzurückhaltung haben die Deutschen dem Einzelhandel zu Jahresbeginn wieder höhere Umsätze beschert. Laut Angaben des Statistischen Bundesamtes setzte die Branche im Januar preis- und saisonbereinigt 1,6 Prozent mehr um als im Dezember.
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Weniger Umsätze bei Lebensmitteln und Getränken
Im Vergleich zum Januar 2007 stieg der Umsatz sogar um 2,7 Prozent, preisbereinigt waren das 0,6 Prozent. Für die Berechung der aktuellen Zahlen griffen die Statistiker auf die Daten aus sieben Bundesländern zurück, in denen circa 76 Prozent des Gesamtumsatzes im deutschen Einzelhandel getätigt werden. Vor allem das Geschäft mit Kleidung und Schuhen, Möbeln und Haushaltsgeräten, Büchern und Schmuck lief gut. Rückläufig waren dagegen die Umsätze mit Lebensmitteln und Getränken.
Kunden verlagern Weihnachtseinkäufe in den Januar
Das Umsatzplus im Einzelhandel sei Grund zur Freude, „aber wir jubeln nicht“, sagte der Geschäftsführer des Branchenverbandes HDE, Hubertus Pellengahr. Noch bleibe die weitere Entwicklung abzuwarten. Die Umsätze in den Einzelhandelsgeschäften seien im Januar so gut gewesen, weil sie im Dezember so schlecht gewesen seien, sagte er: Das Weihnachtsgeschäft sei erst in der zweiten Dezemberhälfte in Schwung gekommen, der größere Teil habe sich auf die ersten Tage des neuen Jahres verlagert.
Einbruch wegen Mehrwertsteuererhöhung
Entscheidend für die Branche ist der Vergleich zum Januar 2007: Im Jahresvergleich stiegen die Umsätze vor allem deshalb, weil sie wegen der Mehrwertsteuererhöhung im vergangenen Januar stark eingebrochen waren. Der Vergleich der Umsätze zum Januar vor zwei Jahren zeigt laut Statistischem Bundesamt entsprechend einen deutlichen Rückgang um preisbereinigt 2,3 Prozent. Insgesamt ging der Umsatz der Einzelhändler im vergangenen Jahr um 2,2 Prozent zurück.
Einzelhandel rechnet mit deutlicher Belebung
Vom Aufschwung konnte die Branche lange nicht profitieren. Für dieses Jahr erhofft sich der Einzelhandel aber eine deutliche Belebung. Der Verband rechnet mit einem Umsatzwachstum von etwa zwei Prozent, preisbereinigt sollen „ein halbes bis dreiviertel Prozent“ übrig bleiben, sagt HDE-Geschäftsführer Pellengahr.
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Quelle: t-online.de
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