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Stromversorgung in Deutschland auch in Zukunft sicher
25.08.2008, 10:59 Uhr | bv
Deutschland: Sichere Stromversorgung (Foto: imago)Die Versorgungssicherheit bei Strom in Deutschland ist nach wie vor hoch. Das steht in einem Regierungsbericht, der am Montag in Berlin vorgestellt wurde. Dennoch sehen die Verfasser des alle zwei Jahre erstellten Berichts nach Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums einen hohen Bedarf an neuen konventionellen Kraftwerken. Derweil kommt Deutschland auch mit zwei abgeschalteten Atommeilern problemlos zurecht.
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Atomausstieg zieht Bedarf an neuen Kraftwerken nach sich
Grund für diesen zusätzlichen Kraftwerke-Bedarf ist der Atomausstieg. Demnach wird zwar unterstellt, dass die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien "enorm" zunimmt. Weil aber die Strommenge vor allem von Windkraftanlagen starken Schwankungen unterliegt, könnten diese nur zu einem geringen Teil zur gesicherten Leistung beitragen. Hier müssen also bei Bedarf Kraftwerke einspringen, die unabhängig vom Wetter Strom liefern können.
Widerstand in der Bevölkerung ist ein Problem
Weil eine große Zahl von Kraftwerksneubauten geplant sei, machen sich die Gutachter keine Sorgen um die Versorgungssicherheit. Das Bundeswirtschaftsministerium hob allerdings hervor, dass die Projekte schnell umgesetzt werden müssten. Probleme kann es vor allem geben, wenn die Bevölkerung vor Ort Widerstand leistet. Sollten sich diese Akzeptanzprobleme als dauerhaft erweisen, seien Versorgungsengpässe wiederum nicht auszuschließen, hieß es.
Rücktritt vom Atomausstieg noch immer in der Diskussion
Im saarländischen Ensdorf war im November 2007 der Bau eines Steinkohlekraftwerks gescheitert, nachdem sich 70 Prozent der Bürger gegen das Vorhaben ausgesprochen hatten. Auch andernorts kündigten Bürger Widerstand gegen neue Kohlekraftwerke an. Vor diesem Hintergrund verlangte Wirtschaftsminister Michael Glos (CSU) erneut eine Verlängerung der Restlaufzeiten für Atomkraftwerke.
Krümmel und Brunsbüttel immer noch vom Netz
Unterdessen hat sich Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Werner Marnette (CDU) für ein rasches Wiederanfahren der seit rund einem Jahr abgeschalteten Atomkraftwerke Brunsbüttel und Krümmel ausgesprochen. "Wenn Vattenfall die Kraftwerke repariert hat, dann gibt es für mich gerade vor dem Hintergrund explodierender Energiepreise und wegen des Klimaschutzes keinen Grund, die Meiler abgeschaltet zu lassen", sagte Marnette der Zeitung "Die Welt" (Dienstag). Er hoffe, "dass hier von wem auch immer keine Verzögerungstaktik im Spiel ist". Die Entscheidung über das Wiederanfahren trifft das für Atomaufsicht zuständige Sozialministerium, das vom Koalitionspartner SPD geführt wird.
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Quelle: AFP
, t-online.de