07.06.2010, 12:25 Uhr | dpa-AFX
Nach der Selbstmordserie unter seinen Mitarbeitern erhöht der weltgrößte Elektronik-Hersteller Foxconn die Löhne um 30 Prozent. Ein Unternehmenssprecher in Taipeh sagte nach taiwanesischen Medienberichten, die Lohnerhöhung von monatlich 900 auf 1200 Yuan, umgerechnet 143 Euro, gelte ab sofort. Der Anstieg geht noch über die vergangene Woche angekündigten 20 Prozent hinaus.
Seit Anfang des Jahres haben sich in dem Foxconn-Werk im südchinesischen Shenzhen zehn Mitarbeiter selbst umgebracht und drei weitere einen Selbstmord versucht. In dem Werk sind mehr als 300.000 Menschen beschäftigt. Die Selbstmorde haben eine heftige Diskussion über die Arbeitsbedingungen, die niedrigen Löhne und auch den als "militärisch" beschriebenen Managementstil bei Foxconn ausgelöst.
Weltkonzerne wie Apple, Hewlett-Packard, Dell, Sony oder Nokia. und Nintendo, die bei dem Unternehmen fertigen lassen, haben eigene Ermittlungen eingeleitet. Chinesische Experten wiesen als mögliche Ursachen für die Selbstmorde auf den hohen Arbeitsdruck, ein mangelndes soziales Netz, die persönliche Isolation und Ausweglosigkeit vieler junger Wanderarbeiter wegen der schlechten Bezahlung hin.
Viele leben auf dem Werksgelände, das wie eine kleine Stadt ist, und fühlen sich dort isoliert. Eine Arbeiterin sagte, sie und ihre Kolleginnen gingen nur selten aus und verbrächten die meiste Zeit mit Internetsurfen. An den Wohnheimen wurden inzwischen Netze aufgehängt, um Sprünge in die Tiefe zu verhindern. (Siehe Foto-Show)
Quelle: dpa-AFX , t-online.de
Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.

Attraktive und sportive Mode für Sie und Ihn: kompromisslose Qualität, die überzeugt. zum Special
Entdecken Sie die neuen Kollektionen zu Top-Preisen: jetzt online bestellen! zu den Angeboten
Zeigen Sie Flagge - alles für die per- fekte EM-Party in Schwarz-Rot-Gold.
von GINGAR.de
Damenmode in den schönsten Sommerfarben - online bestellen und sparen. bei KLiNGEL.de
Beim iPhone-Hersteller in China haben sich dieses Jahr schon 11 Arbeiter umgebracht. zum Video
Die 58-jährige Gina Rinehart ist Bergbau-Unternehmerin. zum Video