26.04.2010, 12:15 Uhr | apn
Die elektronische Gesundheitskarte ist bei Ärzten und Datenschützern umstritten (Foto: ddp) (Quelle: ddp)
Nach jahrelangem Streit und einem pannenreichen Vorlauf haben sich Krankenkassen, Ärzte, Kliniken und Apotheker angeblich auf eine abgespeckte Version der elektronischen Gesundheitskarte verständigt. Das berichtet die "Hannoversche Allgemeine Zeitung" (HAZ) unter Berufung auf den Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenkassen.
Die elektronische Gesundheitskarte hätte bereits 2006 komplett eingeführt werden sollen. Die Vorsitzende des Spitzenverbands der Gesetzlichen Krankenkassen (GKV), Doris Pfeiffer, sagte der Zeitung, die Politik habe "zu schnell zu viel gewollt". So sollten Zusatzfunktionen wie das elektronische Rezept und die elektronische Patientenakte eine bessere und preiswertere Versorgung der Patienten ermöglichen.
Doch die verschiedenen Gruppen im Gesundheitswesen äußerten von Anfang an schwere Vorbehalten gegen die Karte. Ärzte monierten, dass die Krankendaten, die nach den Plänen auf der Karte und bei Datendiensten gespeichert werden sollten, nicht zur Ware verkommen dürften. Zudem sahen sie die ärztliche Schweigepflicht in Gefahr. Datenschützer stellten kritische Fragen zur Sicherheit der Daten. Die Krankenkassen monierten die Kosten von rund 1,5 Milliarden Euro. Nicht zuletzt aufgrund des massiven Widerstands kam es immer wieder zu Verzögerungen. Bislang wird die Karte nur in einigen Regionen zu Testzwecken ausgegeben.
Nun rückt die flächendeckende Einführung in greifbare Nähe. Laut Angaben der "Hannoversche Allgemeine Zeitung" einigten sich in der Betreibergesellschaft Gematik die Vertreter der verschiedenen Gruppen auf eine neue Version des milliardenteuren IT-Projekts. Zudem wurde der frühere Staatssekretär Klaus Theo Schröder zum Schlichter für künftige Streitfälle ernannt, wie es in dem Bericht heißt. Das Bundesgesundheitsministerium wurde demnach aufgefordert, einen Gesetzentwurf auf den Weg bringen.
Bei der "Gesundheitskarte light" sollen viele der ursprünglich geplanten Funktionen wegfallen: Auf das elektronische Rezept, das die rund 700 Millionen jährlichen Verordnungen auf dem Papier überflüssig machen sollte, wird laut "HAZ" vorerst verzichtet. Die elektronische Patientenakte soll vertagt werden. Somit bleiben im Prinzip nur noch Funktionen, wie die Notfalldaten der Patienten übrig. Wann die elektronische Gesundheitskarte in den Praxen Einzug hält, ist dem Bericht zufolge noch offen. Überdies ist noch völlig unklar, ob die Ärzte zur Annahme der elektronischen Gesundheitskarte verpflichtet werden.
Quelle: dapd
Keine Alternative schrieb:
am 26. April 2010 um 19:09:29
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Krankenkarte
Für jeden Scheiß hat man Geld ! Wer glaubt, es bleibt bei 1,5 Mia ,glaubt auch an den Storch. Ist erst der Vertrag fertig
,werden Beitragszahler und danach Steuerzahler richtig ausgebeint und alle Experten liegen mal wieder Welten mit ihren Schätzungen daneben, aber dann haben wir keine Alternative
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Rentner NRW schrieb:
am 26. April 2010 um 13:41:29
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Big Brother Karte
Alles was raus kommt ist nur die gläserne Patient. Betrug beim Ärzte, Krankenkassen, Apotheker und Pharma bleibt
geschont. Es geht munter weiter "nur" auf die Rentner / Arbeiter Ausbeutung und Überwachung. Dank die Kassen Lobby und die Berliner FDP und CDU Politiker in die Kassen Vorstände.
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Ziu57 schrieb:
am 26. April 2010 um 13:03:06
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@ K.Metzger
Diese Möglichkeit ist nicht auszuschließen. Aber im Gegensatz zum zukünftigen Transkutanchip, ist diese Vorgehensweise als
eher harmlos zu bezeichnen. Auf der Gesundheitscart, steht noch ein Name - Auf dem Chip nur noch eine Nummer.
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