28.03.2011, 09:12 Uhr | dpa-tmn
Viele Hausbesitzer möchten angesichts steigender Energiekosten ihr Gebäude sanieren. Ihre Rechnung ist einfach: Eine bessere Wärmedämmung und eine neue Heizungsanlage senken den Energieverbrauch und sparen langfristig Geld. "Der Heizenergiebedarf eines älteren Hauses lässt sich um insgesamt mehr als die Hälfte reduzieren, wenn man gleichzeitig die Heizung modernisiert und die Wärmedämmung verbessert", sagt Alexander Fack vom Institut für Wärme und Oeltechnik (IWO) in Hamburg.
Allerdings kostet das erst einmal viel Geld: Experten rechnen damit, dass häufig Investitionen von mehr als 50.000 Euro nötig sind, um dieses Einsparvolumen zu erreichen. So eine Summe kann nicht jeder aufbringen - daher müsse der Hausbesitzer den Effekt verschiedener Sparmaßnahmen abwägen, sagt Frank Ebisch vom Zentralverband Sanitär Heizung Klima (SHK) in St. Augustin bei Bonn. Er rät dann auch zu einem schrittweisen Austausch der veralteten Technik im Haus.
Eine zwingende Reihenfolge bei der Frage, ob zuerst in die Wärmedämmung, in neue Fenster oder doch besser in die Heizungsanlage investiert werden soll, gibt es laut Ebisch nicht. Denn jedes Gebäude und jede Anlagentechnik ist anders und wird unterschiedlich von den Bewohnern genutzt.
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Doch die Experten raten oft, mit dem Austausch der Heizungsanlage zu beginnen. Das mache sich schneller bezahlt als der Einbau verbesserter Fenster oder eine Wärmedämmung der Fassade. Auch Fack ist dieser Ansicht: "Die Modernisierung einer alten Heizanlage ist eine wirtschaftlich sehr attraktive energetische Sanierungsmaßnahme."
Wird laut einer Beispielrechnung von Fack ein veralteter Standardkessel durch ein effizientes Öl-Brennwertgerät ersetzt, reduziere sich der Heizölbedarf um 25 bis 30 Prozent. Die Kosten für die Heizung inklusive Schornsteinanpassung lägen zwischen 8000 und 10.000 Euro. Eine solche Investition könne sich abhängig vom Energiepreisniveau in weniger als zehn Jahren amortisieren. Um dieselbe Energieeinsparung durch eine Verbesserung der Dämmung zu erreichen, müsse etwa das Zweieinhalbfache investiert werden.
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Und es gibt noch einen Grund: Wird zunächst die Fassade gedämmt, arbeitet ein veralteter Heizkessel noch ineffizienter als ohnehin schon. Der Heizkessel passt nicht mehr zum geringeren Wärmebedarf des Gebäudes, und seine zu große Heizleistung sowie die unflexible Betriebsweise mit konstant hohen Temperaturen kosten unnötig Energie, wie Fack erläutert. Ein bereits eingebauter, neuerer Heizkessel mit hoher Energieausnutzung könne hingegen eine später nachgeholte Wärmedämmung verarbeiten. "Weil sich moderne Brennwertgeräte dem gesunkenen Wärmebedarf automatisch anpassen, arbeiten sie auch im Teillastbetrieb äußerst effizient", sagt Fack.
Teilsanierungen lohnen sich zudem insofern wieder, da die KfW-Förderbank seit dem 1. März 2011 wieder Fördermittel für Einzelmaßnahmen ausgibt, worauf Haus & Grund Deutschland in Berlin hinweist. Die KfW hatte zum 31. August 2010 die Förderung von Einzelmaßnahmen zeitweise eingestellt. Nun gewähre die Förderbank hierfür wieder Investitionszuschüsse und Kredite, allerdings verlangt sie, dass ein Sachverständiger einbezogen wird.
Auch die Experten raten, nach den ersten eigenen Überlegungen die Planung mit einem qualifizierten Berater abzusprechen. "Ein Handwerker kann nicht allein ein Sanierungskonzept entwerfen", warnt Eva Reinhold-Postina vom Verband Privater Bauherren in Berlin. Denn energetische Sanierungen veränderten das bauphysikalische Gefüge eines Hauses enorm. "Damit es nicht zu bautechnischen Problemen wie Feuchte- und Schimmelschäden kommt, sollte vor Beginn der Arbeiten ein Sanierungsgutachten durch einen qualifizierten Berater erstellt werden", sagt Reinhold-Postina.
Der Berater analysiert die Besonderheiten der Immobilie und stellt einen Plan auf, der die notwendigen Sanierungsmaßnahmen zeitlich wie technisch aufeinander abstimmt. Er kennt auch Förderprogramme. "Die technischen Anforderungen an ein Sanierungsvorhaben sind so hoch, dass eine neutrale fachmännische Beratung notwendig ist", meint auch die Architektin Bettina Allewelt von Haus & Grund Deutschland. Diese könne helfen, die Sanierung über Jahre hinweg sinnvoll einzuteilen. Solch eine Beratung kostet rund 250 bis 750 Euro.
Hausbesitzer können sich im Internet zuvor auch grob über die Möglichkeiten informieren, etwa auf der Seite www.intelligentheizen1x1.de des Forums für Energieeffizienz in der Gebäudetechnik (VdZ). Im Modernisierungskompass der Initiative Erdgas pro Umwelt (IEU) unter http://dpaq.de/hzwJG kann zudem für die eigene Immobilie eine Kosten-Nutzen-Rechnung erstellt werden.
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dpa-tmn
Frank schrieb:
am 25. März 2012 um 20:37:20
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Wärmedämmung
Es muß doch niemand sein haus dämmen .Aber nicht beschweren wenn die ganze Rente später für die Ölrechnung gebraucht
wird.(dann ist man ja den ganzen tag zuhause)
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Dr.Prof von Rundstedt schrieb:
am 23. Januar 2012 um 22:37:39
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Energie: Schritt für Schritt sanieren
Schön brav die Bude mit Styropor verkleben ,und alles schön luftdicht verpacken !
So fühlt sich
Schimmel besonders wohl dann noch eine Lüftungsanlage einbauen
so daß alles schön in der Luft verteilt wird !
Das sind die Folgen wenn das dumme Volk der Probaganda gehorcht !
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gingel schrieb:
am 6. November 2011 um 16:02:00
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Haussanierung
Dämmen ?Fühlt Ihr euch wohl in Eurem Haus?Sind die Energiekosten im Rahmen?
Dann laßt alles wie es ist und fahrt für dieses
Geld lieber zweimal in den Jahresurlaub.
Dieser jetzige Dämmwahn,ist nur ein Geschenk der Regierung an nimmersatte
Banken und Unternehmen.
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