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Energieagentur: Ölpreis wird kräftig steigen

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Energieagentur: Ölpreis wird kräftig steigen

09.11.2010, 17:05 Uhr | dapd

Ölpreis wird bis 2035 kräftig steigen (Foto: dpa) (Quelle: imago)Ölpreis wird bis 2035 kräftig steigen (Foto: dpa)Nach Einschätzung der Internationalen Energieagentur (IEA) wird der Ölpreis (siehe WTI-Öl) in den kommenden 25 Jahren kräftig steigen. Grund dafür ist vor allem die immer größer werdende Nachfrage aus China, Indien und anderen Schwellenländern. Allein der Energiebedarf aus dem Reich der Mitte werde zwischen 2008 und 2035 um 75 Prozent zunehmen, schätzt die Behörde.

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China bleibt auch künftig größter Energieverbraucher

"Die wachsende Bedeutung Chinas auf dem Weltenergiemarkt kann nicht genug betont werden", heißt es in dem Bericht. Und weiter: "Die uns vorliegenden vorläufigen Daten deuten darauf hin, dass China die Vereinigten Staaten 2009 als den weltweit größten Energieverbraucher abgelöst hat." Auch 2035 seien die USA schätzungsweise immer noch der zweitgrößte Energieverbraucher hinter China und weit vor Indien, schreiben die Autoren. Zudem konstatieren sie eine "zunehmende Unempfindlichkeit von Angebot und Nachfrage gegenüber der Preisentwicklung", was zu einem höheren Erdölpreis führe.

Rekordpreise erst nach 2035

Ein Fass Rohöl (159 Liter) werde 2035 durchschnittlich 113 US-Dollar kosten, prognostiziert die Agentur auf Basis des aktuellen Dollarkurses (siehe EURUSD). Verantwortlich für das gesamte Nettowachstum bei der Ölnachfrage abzüglich Biokraftstoffen seien die Nicht-OECD-Mitgliedstaaten, davon fast zur Hälfte China. Trotz des steigenden Bedarfs werde die globale Erdölförderung ihren Höhepunkt aber erst nach 2035 erreichen.


Energieversorgung ohne Öl zurzeit nicht möglich

Zudem unterstrichen die Autoren den künftigen Stellenwert erneuerbarer Energien für eine sichere, zuverlässige und nachhaltige Energieversorgung. Deren Potenzial sei zwar "zweifellos immens", ihr Anteil bei der Deckung des globalen Energiebedarfs hänge aber entscheidend von staatlichen Unterstützungsmaßnahmen ab. Nur so könne die Wettbewerbsfähigkeit erneuerbarer Energien gegenüber anderen Energieträgern erhöht und der technische Fortschritt gefördert werden. Trotz politischer Unsicherheitsfaktoren rechnet die IEA zudem damit, dass sich die Nutzung von Biokraftstoffen zwischen 2008 und 2035 wegen der steigenden Erdölpreise um mehr als das Vierfache erhöht.



Quelle: dapd

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