15.03.2011, 16:13 Uhr | dapd
Energiesparen Fehlanzeige: Die Deutschen verheizen offenbar jährlich einen Milliardenbetrag. Schuld sind ineffiziente Heizungsanlagen. Nach einer Umfrage der Frankfurter Messe arbeitet nur jede achte Heizungsanlage effizient und nutzt Erneuerbare Energien. Dass sich mit modernen Systemen bis zur Hälfte der Energie einsparen ließen, weiß den Daten zufolge lediglich ein Bruchteil der Bevölkerung. Für die Umfrage interviewte das Institut TNS Infratest im Januar bundesweit 1004 Menschen telefonisch.
Die Messe hatte die Umfrage anlässlich der beginnenden Messe ISH für umweltfreundliche Gebäudetechnik in Auftrag gegeben. Demnach vergeuden deutsche Haushalte jedes Jahr Heizenergie im Wert von etwa 16 Milliarden Euro. 278 Milliarden Kilowattstunden Energie würden jährlich unnötig verbraucht - das entspreche viermal so viel, wie die Stadt Berlin benötige.
Rund 90 Prozent der Befragten unterschätzen den Daten zufolge den Energieanteil von Heizung und Warmwasser am End-Energieverbrauch. Ebenso hätten die Menschen falsche Vorstellungen darüber, wie viel Energie sie tatsächlich mit einer modernen Heiztechnik einsparen könnten. Nicht einmal ein Drittel wusste, dass das Einsparpotenzial 30 bis 50 Prozent betrage.
So haben Heizkessel eine durchschnittliche Nutzungsdauer von 15 bis 20 Jahren. Dabei ist mehr als ein Fünftel der Kessel in Deutschland 20 Jahre oder älter. Gerade in den vergangenen Jahrzehnten hat sich aber viel auf diesem Gebiet getan. Aktuelle Systeme auf Basis regenerativer Energien liefern sauberere Wärme und sind zudem deutlich effizienter als die Alt-Kessel.
"Der Aufklärungsbedarf in diesem Bereich ist riesengroß", erklärte der Vorsitzende der Frankfurter Messegeschäftsführung, Wolfgang Marzin. Die ISH leiste Informationsarbeit für Gebäudetechnik, nachhaltige Sanitärlösungen und innovatives Baddesign. Vom 15. bis zum 19. März präsentieren in Frankfurt rund 2400 Aussteller aus aller Welt Neuheiten etwa zur Senkung des Energieverbrauchs und Nutzung erneuerbarer Energien. Die Messe Frankfurt erwartet mehr als 200.000 Besucher. Am letzten Tag ist die Fachmesse auch für private Besucher geöffnet.
Quelle: dapd , t-online.de
Wer soll das bezahlen schrieb:
am 17. März 2011 um 19:24:15
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Der kleine Mann?
Der Staat ist doch der grösste Preistreiber.Mal an der langen Nase bei sich selbst anfangen.Oder meinen Sie wenn Schüler
ein Klassenzimmer selbst renovieren müssen in was für einem zustand ist dann die Heizung?
Ein typischer Lobby-Heizungsfirmen Beitrag.
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IK schrieb:
am 15. März 2011 um 23:48:03
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@Rudi
Genauso ist es!!! Ich muss immer lachen, wenn ich Broschüre von RWE bekomme. Da stehen Tipps wie man Strom sparen kann. Stellt euch
mal vor, der Metzger würde uns raten statt Fleisch mehr Obst und Gemüse essen. Alles nur Betrug
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Werner schrieb:
am 15. März 2011 um 22:57:06
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Falsche Heiztechnik
Dann sollte die Bundesregierung den Herstellern solcher Energieschleudern
endlich mal "auf die Eisen " gehen, anstatt
die Energiekonzerne mit
fadenscheinigen Beschlüssen sogar zu Preiserhöungen zu animieren.
Diese Energiekonzerne scheffeln Milliardengewinne und kriegen den Hals
immer noch nocht voll. Ein Sprichwort sagt:" Der Krug geht solange zum
Brunnen, bis er bricht ". Auf die Politik können wir uns leider nicht mehr
verlassen.
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