05.08.2010, 18:11 Uhr | AFP, dpa
Energiesparlampen sollen die Glühbirnen ersetzen. (Foto: Reuters)
Für die Glühbirne ist es der Tod auf Raten. Ein Jahr nach der 100-Watt-Birne verschwinden demnächst auch Glühlampen mit 75 Watt vom Markt. Die EU-Vorschrift soll Strom sparen, verunsichert aber die Bürger. Am 1. September erreicht das EU-weite Glühbirnen-Sterben seine zweite Etappe. Doch Verbraucherschützter warnen bereits jetzt.
Damit sich die Kunden beim Kauf von Energiesparlampen besser orientieren können, haben Verbraucherschützer verlässliche und schnell nachvollziehbare Qualitätsstandards gefordert. Hersteller von Energiesparlampen sollten das Umweltzeichen "Blauer Engel" verwenden, verlangten die Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) und das Umweltbundesamt (UBA). Bei einem großen Teil der angebotenen Energiesparlampe stimme "schlicht die Qualität nicht", sagte vzbv-Chef Gerd Billen in Berlin. Ein Umweltsiegel könne dem Verbraucher die Auswahl erleichtern. Lesen Sie hier, was Sie ab dem 1. September beachten sollten:
Seit 1.9.2009 gilt das Verbot für herkömmliche Mattglas-Glühbirnen und Glühbirnen mit einer Leistung von 100 Watt. Ab 1.9.2010 folgen Birnen mit mehr als 60 Watt, ein Jahr später solche mit mehr als 40 Watt und ab September 2012 Standard-Glühlampen mit einer Leistung von mehr als zehn Watt. Von 2016 an ist auch ein Großteil der Halogenlampen betroffen, die nicht so sparsam wie Leuchtstofflampen sind. Auf die 75-Watt-Birnen gebe es derzeit noch keinen Run, sagte eine Sprecherin von Marktführer Osram. Die gefragteste Birne sei ohnehin die mit 60 Watt Leistung - sie hat noch ein Jahr Galgenfrist. Vor einem Jahr waren Restbestände schon drei Wochen nach dem Stichtag vergriffen, berichtet der Baumärkteverband BHB.
Sie wandeln nach Angaben des Umweltbundesamtes etwa 25 Prozent der Energie in Licht um und haben damit eine viel größere Ausbeute als herkömmliche Glühbirnen. Das Einsparvolumen beim Strom wird auf rund drei Viertel geschätzt. Nach einer Beispielrechnung des Umweltbundesamtes sinken die Stromkosten bei 10 000 Betriebsstunden zwischen 49 und 177 Euro, wenn eine alte Glühbirne gegen eine gleich helle und hochwertige Energiesparlampe ausgetauscht wird. Beim Austausch aller Lampen in privatem Gebrauch würde sich der jährliche Ausstoß von Kohlendioxid in Deutschland um rund vier Millionen Tonnen verringern.
Nein. Alle Lampen können weiter verwendet werden und Restbestände noch verkauft werden. Die EU-Verordnung regelt nur, was künftig in den Handel gebracht werden darf.
Ab September müssen die Hersteller auf den Packungen den Stromverbrauch, die Lebensdauer, die Zeit, bis die Lampe leuchtet, die Umrechnung zur alten Wattzahl und die Wärme des Lichts angeben. Die Lebensdauer von Energiesparlampen variiert je nach Qualität und Preis nach Expertenschätzungen zwischen 1500 und 15.000 Stunden. Häufiges Ein- und Ausschalten kann sie verkürzen. Eine Glühbirne hält meist nur 1000 Stunden.
In klassischen Glühbirnen wird ein Glühfaden aus Wolfram mit Strom so stark erhitzt, dass er Licht abgibt. Ein Gasgemisch im Glaskolben verhindert das Schmelzen des Fadens. Energiesparende Leuchtstofflampen sind mit einem elektrisch leitenden Gas gefüllt, ihre Innenseite ist mit einem Leuchtstoff beschichtet. Andere Varianten sind Halogenlampen (mit Glühdraht) und Leuchtdioden (LED).
Das von Halogenlampen erzeugte Licht kommt demjenigen der Glühbirne besonders nah. Bei den Energiesparlampen empfiehlt es sich, auf Lichtfarbe und Farbwiedergabe zu achten, die Angaben dazu müssen die Hersteller ab Anfang September auf der Packung verzeichnen. Die Lichtfarbe wird in Lumen (lm) gemessen. Je höher der angegebene Lumenwert, desto heller das Licht. Bei der in Kelvin (K) gemessenen Lichtfarbe gilt: Je niedriger der Wert, desto wärmer die Lichtfarbe. 2700 Kelvin entsprechen der Lichtfarbe "warmweiß", die sich ebenso wie "extra-warmweiß" für Wohn- und Schlafräume eignet. In Büro oder Küche werden "tageslichtweiß" oder "neutralweiß" empfohlen.
Ja, denn sie enthalten giftiges Quecksilber und dürfen deshalb nicht in den Hausmüll. Bundesweit gibt es 2200 Sammelstellen, davon 725 im Handel, die übrigen bei den Kommunen. Umweltschützer und der Hersteller Osram bemängeln, dass der Handel bislang kein flächendeckendes Rücknahmesystem anbietet.
Halogenglühlampen und Leuchtdioden können mit dem Hausmüll entsorgt werden. Energiesparlampen enthalten allerdings Quecksilber. Auch wenn der Anteil recht gering ist, gehören sie deshalb auf den Sondermüll. Bislang gibt es bundesweit etwa 2200 Sammelstellen für Privathaushalte. Wenn eine Energiesparlampe zerbricht, sollten die Bruchstücke in einer luftdichten Plastiktüte gut verschlossen werden und das Zimmer mindestens 20 Minuten gelüftet werden. Mit einer zusätzlichen Silikon-Ummantelung können Lampen - etwa im Kinderzimmer - besonders geschützt werden.
Quelle: AFP , dpa
Walter schrieb:
am 3. Februar 2011 um 18:17:25
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Sparlampen
Diese Sparlampen sind der größte Beschiß durch die " Grünen Großmäuler " . Von Sparen kann keine Rede sein.Angaben über
Helligkeit stimmen überhaupt nicht!! Lebensdauer auch komplett gelogen. Aber die beschäuerten EG Beamten sing zu blöd, so etwas zu erkennen.Hauptsache ihre Kohlen stimmen !!
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Tell59 schrieb:
am 8. Dezember 2010 um 10:26:34
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„Sparlampe“ ist irreführend – „Verschwendungslampe“ wäre richtig
Sogenannte „Sparlampen“ sparen gar nichts. Strom (nicht
„Energie“) sparen sie nur im Dauerbetrieb. Im Winter jedoch muß die fehlende Wärmeabstrahlung durch Heizenergie ausgeglichen werden. Deshalb ist die ENERGIE-Bilanz im Haushalt gleich Null, bei kurzem Anschalten sogar negativ. Zudem sind sie enorm teuer, trotzdem ist die Lebensdauer oft nur ein Bruchteil der normalen Glühbirne (Eigenerfahrung). Die Lampen sparen also weder Geld noch CO2. Diese Lampen sind ein einziges Öko-Desaster!
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ms schrieb:
am 5. August 2010 um 19:51:05
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Glühlampen
Meine Glühlampen reichen bis an mein Lebensende, beim Kauf dieser Teile habe ich ca 2.000 Euro an der Nichtbeschaffung der
sogenannten Energiesparlampen gespart. Dazu braucht für mich keine Energie zur Produktion und zur Entsorgung dieser Dinger verschwendet werden.
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