15.10.2010, 12:36 Uhr | dpa-tmn
Eine Heizung, die nicht richtig funktioniert, kann den Energieverbrauch stark nach oben treiben. Und das wird bei steigenden Öl- und Gaspreisen richtig teuer. Zwar sollte die Heizung auch nach der Sommerpause in der Regel einwandfrei funktionieren, sagt Aribert Peters vom Bund der Energieverbraucher, "aber man sollte die Chance nutzen, die Anlage optimal einzustellen." Laut der Vereinigung der deutschen Zentralheizungswirtschaft (VdZ) stecken in der Heizungsanlage beachtliche Einsparpotenziale. Experte Peters beziffert das, was sich nur durch Feintuning herausholen lässt, auf 10 bis 20 Prozent.
Häufig lasse sich schon mit geringem Aufwand viel erreichen. Wichtig sei, die Wärmeversorgung eines Gebäudes als Gesamtsystem zu betrachten, so der Verband. Die Faktoren Wärmebedarf, -erzeugung und -verteilung sowie Heizflächen, Thermostatventile, Regelung und das Nutzerverhalten müssten ineinandergreifen. "Sind alle Faktoren aufeinander abgestimmt, kann die Heizung optimal arbeiten - im Blick auf den Komfort wie auf den Energieverbrauch."
Optimal arbeitet die Heizung laut dem VdZ, wenn alle Räume wie gewünscht warm werden und die Heizkörper schnell auf eine veränderte Einstellung der Thermostatventile ansprechen. Außerdem sollte die Anlage keine Störungsgeräusche entwickeln - und der Energieverbrauch sollte möglichst niedrig sein, was sich anhand der letzten Gas- oder Heizölrechnungen leicht kontrollieren lässt. Ein plötzlicher Anstieg in einem Jahr kann auf einen Defekt hindeuten.
Anhand einer kurzen Checkliste stellen Hausbesitzer fest, ob es in der Anlage Probleme gibt, denen sie auf den Grund gehen sollten: Macht sie Geräusche? Werden Heizkörper nicht richtig oder unterschiedlich warm? Heizen sich Räume unterschiedlich schnell auf? Außerdem sollte die Einstellung der Heizung überprüft und angepasst werden, wenn sich nach Baumaßnahmen der Wärmebedarf verändert hat.
"Die meisten Heizungsanlagen sind zu hoch eingestellt", sagt Peters. Die Vorlauftemperatur stimme dann nicht, so dass die Heizung zu heiß gefahren wird. Dadurch wird Energie verschwendet. Wenn also zur nächsten Heizperiode der Regler wieder von Sommer- auf Winterbetrieb gestellt wird, sollte man darauf achten, die Heizkurve nicht zu hoch einzustellen.
Ein weiterer Punkt betrifft die Nachtabsenkung. Sie sorgt laut Peters dafür, dass sich nachts, wenn die Wohnräume nicht benutzt werden, der Brenner ausschaltet und die Heizung herunterfährt. Allein dadurch sparen Verbraucher etwa fünf Prozent Energie, hat der Bund der Energieverbraucher ausgerechnet. Um die Räume am nächsten Morgen wieder aufzuheizen, reicht in den meisten Fällen die normale Heizleistung aus. Eine zusätzliche Aufheizleistung sei nicht erforderlich. Sagt der Wetterbericht im Winter extrem kalte Temperaturen voraus, wird die Nachtabsenkung einfach manuell ausgeschaltet, damit am nächsten Morgen niemand frieren muss.
Zu den möglichen Störquellen, die auch Laien schnell prüfen können, gehören der Druck und der Wasserstand im Heizungssystem. Anhand des Manometers neben dem Heizkessel lässt sich feststellen, ob genug Wasser in Leitungen und Heizkörpern ist, so Peters. Auch ein höherer Wasserfluss in den Heizkörpern ist ein Zeichen für zu wenig Wasser. Dann muss Wasser nachgefüllt werden. Kommt in den Heizkörpern gar kein Wasser an, kann die Umwälzpumpe defekt sein.
Wenn es in den Heizkörpern gluckert, kann das auch ein Zeichen für eingeschlossene Luft sein. Obwohl das Thermostatventil voll aufgedreht wird, erwärmt sich der Heizkörper dann im oberen Bereich nicht richtig, erläutert Michael Pommer von der DIY-Academy in Köln. Er muss dann entlüftet werden. Dazu stellt man zunächst die Umwälzpumpe der Heizung aus und öffnet dann mit einem kleinen Vierkantschlüssel am Heizkörper das Entlüftungsventil gegenüber des Thermostats. Es wird anschließend solange entlüftet, bis ein klarer, durchgängiger Wasserstrahl austritt. Danach ist im System gegebenenfalls Wasser nachzufüllen, so Pommer.
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Beim Entlüften lässt sich auch leicht überprüfen, ob die Thermostatventile richtig funktionieren. Laut Peters können sie klemmen, wenn sie längere Zeit nicht benutzt wurden. Wieder gängig machen lassen sie sich, indem sie mehrmals auf- und zugedreht werden. Darüber hinaus kann das Reinigen des Brenners helfen, die Heizung wirtschaftlicher zu betreiben. Das ist dann aber eine Arbeit für den Heizungstechniker, die etwa alle zwei Jahre angebracht ist, rät Peters. Ein fachmännischer Blick ist ebenfalls nötig, wenn die jährliche Messung der Abgasverluste durch den Schornsteinfeger mehr als neun Prozent ergeben hat. Solche Werte deuteten auf einen Defekt oder eine völlig falsche Einstellung der Heizung hin.
Auch das richtige Lüften wirkt sich auf die Gas- oder Ölrechnung aus. So empfiehlt die DIY-Academy mehrmals täglich für einige Minuten einen kräftigen Durchzug, bei dem Fenster und Zimmertüren geöffnet werden. Das sorgt für zügigen Luftaustausch und verhindert, dass wie beim nicht zu empfehlenden Dauerlüften die Raumtemperatur zu stark absinkt. Auch die Wände kühlen nicht aus und müssen nicht erst wieder energieintensiv aufgewärmt werden.
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Quelle: dpa-tmn
Manni schrieb:
am 15. März 2011 um 21:07:08
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Halbgare Tipps vom Pseudo-Experten....
Mindestens die Hälfte dieses Artikels ist Blödsinn. Hört bloß nicht auf den Quatsch.
Holt euch
lieber einen vernünftigen Heizungsbauer. Damit ist allen wesentlich
mehr geholfen.
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franz schrieb:
am 15. März 2011 um 11:21:59
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einstellung heizung
mein insallateur ( 30 jahre berufserfahrung !!! ) hat die neue heizung mit den werksstandardwerten in betrieb
genommen.
wie die heizkurve oder die pumpenleistung geändert werden wusste er nicht. der kd vom hersteller sagte: unsere heizungen
funktionieren bis der installateur das teil einstellt. soweit zur optimalen heizung.
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DIMO schrieb:
am 15. März 2011 um 10:01:37
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Heizung
viele Kommentare, pro und kontra Heizungsbauer. Auch ich bin HZ-Baumeister seit 33 Jahren. Das Problem: fast alle Kunden wollen nur
Billiganlagen, keine Mischer , keine hydraulischen Abgleiche, alte Rohrnetze, alte Heizkörper,billigste Rohrisolierungen. Hauptsache 5 Angebote, die nicht kontrollierbar sind, da jeder ein anderes Produkt anbietet. Auch dabei wird gespart! Jede Anlage ist in den Griff zu bekommen, nur lassen muß man uns HZ-Bauer. Ein Gogo ist auch kein Mercedes!
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Die 58-jährige Gina Rinehart ist Bergbau-Unternehmerin. zum Video