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Energiewende: Röttgen erwartet nur geringe Strompreiserhöhungen

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Röttgen: Strompreiserhöhungen bei Energiewende gering

17.05.2011, 07:54 Uhr | dpa

Die Energiewende könnte die Strompreise weiter steigen lassen (Foto: imago) (Quelle: imago)

Die Energiewende könnte die Strompreise weiter steigen lassen (Foto: imago) (Quelle: imago)

Mit der Energiewende verbinden zahlreiche Verbraucher nicht nur den Atomausstieg, sondern auch die Befürchtung von steigenden Strompreisen. Aus Sicht von Umweltminister Norbert Röttgen (CDU) sind allerdings wohl nur geringe Preiserhöhungen zu erwarten. "Es wird Faktoren geben, die preiserhöhend wirken, und Faktoren, die preissenkend sind", sagte Röttgen dem Nachrichtenmagazin "Focus". "Das wird sich alles sehr moderat verhalten." Klar sei aber, dass die Energiewende "nicht zum Nulltarif zu haben" sei. Die Bundesregierung werde die Strompreis genau im Blick behalten, kündigte Röttgen an. "Die Preise müssen sozial bleiben für die Verbraucher und wettbewerbsfähig für die Industrie."

Röttgen sagte weitere Hilfen für energieintensive Betriebe zu. Bereits jetzt machten die Förder- und Ausnahmeregeln für diese Betriebe bei der Umlage für erneuerbare Energien in der Summe sechs Milliarden Euro aus. "Das wird so bleiben", sagte der Umweltminister. "Und: Wir wollen die Ausnahme auf mittelständische Unternehmen ausweiten. Das drückt aus, dass wir Energiepolitik als Wirtschafts- und Wachstumspolitik verstehen."

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Röttgen für mehr Kontrolle

Eine Revisionsklausel, bei der nach einiger Zeit der Atomausstieg überprüft wird, lehnte Röttgen ab. "Bei der Energiewende hängt sehr viel davon ab, dass Klarheit herrscht. Nur dann wird investiert." Röttgen sprach sich für einen "Kontrollmechanismus" aus, der sicherstellt, dass die Ziele erreicht werden. "Wenn wir merken, dass das nicht der Fall ist, müssen wir nachsteuern." Bei der Suche nach einem Standort für ein Atomendlager will Röttgen einen neuen Anlauf nehmen. "Die Situation hat sich tatsächlich verändert. Sie birgt die Chance, auch bei der Lagerung von radioaktiven Abfällen zu einem Konsens zu kommen."

Im Unterschied zu Röttgen rechnet EU-Energiekommissar Günther Oettinger mit deutlich steigenden Strompreisen. "Ich gehe davon aus, dass Strom in den nächsten Jahren erheblich teurer wird", sagte er dem "Hamburger Abendblatt" (Montag). "Das trifft nicht nur die Wirtschaft, sondern auch Privathaushalte. Es kommt darauf an, Energiearmut zu vermeiden." Der Staat werde "verstärkt auf den Strompreis achten müssen, wenn er die Höhe von Sozialleistungen bemisst".

"Strom muss bezahlbar bleiben"

Oettinger warnte vor einem zu schnellen Ausstieg aus der Atomenergie. Die Energiewende müsse sorgfältig geplant werden. "Ein überhasteter Umstieg kann zu Versorgungsschwierigkeiten bis hin zu großen Stromausfällen führen." Die Energiewende dürfe die Industrie nicht gefährden. Der Strompreis in Deutschland sei schon jetzt der zweithöchste in der Europäischen Union nach Dänemark. "Wenn wir den industriellen Kern erhalten wollen, muss Strom bezahlbar bleiben."




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Quelle: dpa , t-online.de

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Kommentare (16)

zum Forum

Thema: "Energiewende: Röttgen erwartet nur geringe Strompreiserhöhungen"

Stromverbraucher schrieb: am 24. Juli 2011 um 20:26:18
(0) (0) Röttgen: Strompreiserhöhungen bei Energiewende gering
Herr Röttgen wenn die Energiepreise nur geringfügig steigen dann gehe ich davon
aus das Sie meinen das Sie alles was über zehn Euro im Jahr ist voll übernehmen. Wir Bürgerinnen und Bürger werden es Ihnen bei der nächsten Wahl danken, da können Sie sicher sein.
mehr Kommentar melden

Energiefan schrieb: am 24. Juli 2011 um 13:04:51
(0) (0) Energiewende-Folge
Jeder mit Verstand und logischem Denken ausgestattete Bürger weiß, dass der infolge der Fukushima-Katastrophe
ausschließlich opportunistische und wahltaktische Austiegsplan aus der AKW-Wirtschaft -die als "Energiewende" dem Wählervolk verkaufte Energiepolitik nur eines sollte: den grünen und roten Dagegenstrategen die steigende Wählergunst zu entziehen.Vom ersten Tag an klar war: diese Zeche zahlen die Stromverbraucher! Warten wir jetzt mal auf den ersten ernsthaften Blackout....
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Röttgen schrieb: am 17. Mai 2011 um 09:46:56
(0) (0) es ist
schon bezeichnend für die Ewiggestrigen AKW Fans, wenn man von einer einzigen Person unter verschiedenen Pseudonymen diffamiert wird.

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