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Energiewende: Siemens-Chef fehlt Strategie

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Siemens-Chef fordert Koordinator für Energiewende

03.01.2012, 13:22 Uhr | dpa

Siemens-Chef Peter Löscher (Quelle: dpa)

Siemens-Chef Peter Löscher (Quelle: dpa)

Die Bundesregierung treibt nach Ansicht von Siemens-Chef Peter Löscher die Energiewende nicht entschlossen genug voran. Das ehrgeizige Projekt des Atomausstiegs und der Umstellung der Stromversorgung erfordere eine klare Strategie mit enger Taktung und Kontrolle, fordert Löscher in der "Welt".

Die Frage sei aber, wer verantwortlich sei, Ziele definiere und deren Erreichen überwache. "Die ehrliche Antwort darauf ist, dass dies noch nicht klar erkennbar ist", schreibt der Chef des Elektrokonzerns. Vorläufig gebe es nicht viel mehr als den Beschluss für die Energiewende.

Parallelgespräche hemmen Energiewende

Jüngst hätten Umwelt- und Wirtschaftsminister getrennt voneinander zu Gesprächen über die Umsetzung der Energiewende eingeladen. "Der Eindruck, dass enge Koordination gerade bei der weit gestreuten Verantwortung unterschiedlicher Ministerien und zahlreicher nachgeordneter Behörden anders aussehen müsste, ist angesichts solcher Parallelveranstaltungen unvermeidbar", schreibt Löscher. Er regte die Ernennung eines zentralen Koordinators an. Das Projekt sei anspruchsvoll und komplex. "Verwaltungs- und Genehmigungsprozesse dürfen sie aber nicht bremsen und den Zeitrahmen infrage stellen."

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Genehmigungsverfahren kosten Zeit

Zugleich forderte Löscher, das Planungsrecht zu straffen und Verfahren deutlich zu beschleunigen. So müsse etwa ein Offshore-Windpark bis zu seiner Fertigstellung in Deutschland nacheinander bis zu 40 Einzelgenehmigungsverfahren bei den unterschiedlichsten Behörden durchlaufen. Dieser Zeitbedarf gefährde den gesamten Fahrplan der Energiewende.


Quelle: dpa , t-online.de

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Kommentare (6)

zum Forum

Thema: "Energiewende: Siemens-Chef fehlt Strategie"

gun schrieb: am 4. Januar 2012 um 18:04:53
(0) (0) Energiewende
schaut man sich in unserer Welt heute um kann man nur feststellen, dass alles auf einen großen Krieg zu treibt. Sollte nicht
sofort bei den wenigen wirklich Mächtigen ein Umdenken erfolgen brauchen wir in Bälde eh nur noch Kerzen!
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boese Wolf schrieb: am 4. Januar 2012 um 10:39:49
(4) (0) Energiewende
Ich bin auch kein Freund der Atomenergie.Nur kann ich als Regierung einen großen Ausstieg aus dieser Energieform nicht von
heute auf morgen beschließen.Das ist derabsoluter Dilitantismus.Dieser Beschluß ist ein Markenzeichen dieser Regierung-die blanke Ahnungslosigkeit und davon sehr viel.Jetzt wird alles dem Selbstlauf überlassen.
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Max schrieb: am 4. Januar 2012 um 09:50:51
(3) (0) Konzeptlosigkeit
Wir erleben im gesamten gesellschaftlichen Leben eine bisher nie dagewesene durch die Politik verursachte Konzeptlosigkeit.
Der Förderalismus in Deutschland ist völlig überholt. Es sind Wahlen auf Bundes- und Landesebene an einem gemeinsamen Tag durchzuführen, damit Machtverhältnisse sich nicht während einer Wahlperiode verändern und politische Entscheidungen sich verzögern oder aus wahltaktischen Gründen unterlassen werden. Politiker müssen zum Handeln gezwungen werden.
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