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Erfindungen: Trockenrasierer brachte den Reichtum

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Wie ein Goldgräber den Trockenrasierer erfand

30.03.2011, 16:22 Uhr | dpa, t-online.de/business

Jacob Schick: Erfinder des Trockenrasierers. (Foto: AP)

Jacob Schick: Erfinder des Trockenrasierers. (Foto: AP)

Um ein Haar wäre der Elektrorasierer eine deutsche Erfindung geworden. Den tatsächlichen Durchbruch aber schaffte der in den USA lebende Jacob Schick im Jahr 1931 mit dem ersten oszillierendem System. Wir erzählen Ihnen die Geschichte des Elektrorasierers und wie sein Erfinder zu Reichtum kam.

In der Einsamkeit getüftelt

Die Geschichte des Jacob Schick klingt wie ein Mythos: Monatelang harrte er kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs als Goldgräber mit einem gebrochenen Fuß alleine in einem Camp in Alaska aus.

Besonders beschwerlich habe er es gefunden, ins Eis des zugefrorenen Flusses täglich neu ein Loch zu hacken, um so an Wasser für seine Nassrasur zu kommen. Wie Schick ans Trinkwasser kam, bleibt in dieser weit verbreiteten Sage um die Erfindung des Elektrorasierers ausgeblendet - gesichert ist aber, dass Schick in der Einsamkeit so lange tüftelte, bis ihm der Durchbruch gelang.

Der 18. März 1931 gilt offiziell als Geburtsstunde der Elektrorasur. Damals begann Schick in New York mit dem Verkauf seines von einem Motor betriebenen Rasierers. Die ursprüngliche Erfindung war zu dem Zeitpunkt aber schon ein paar Jahre alt. Seine Ideen aus dem einsamen Weltkriegs-Camp setzte Schick in den 20er Jahren bald um.

Teuer, unhandlich und trotzdem ein Erfolg

1929 wollte er ursprünglich mit dem Verkauf beginnen: Doch es herrschte gerade die große Wirtschaftsdepression, außerdem war sein erster Rasierer ausgesprochen unhandlich, und der Verkaufsstart misslang. Doch nur zwei Jahre später war die Situation grundlegend anders: Schick hatte das Gerät weiterentwickelt und trotz eines Verkaufspreises von 25 US-Dollar - nach heutigem Stand wären es 350 US-Dollar (rund 260 Euro) - fanden sich im ersten Jahr 3000 Käufer.

Sechs Jahre später lag die Verkaufszahl der bis heute existierenden Firma Remington allein in den USA bei 1,5 Millionen Stück im Jahr und längst hatte erfolgreich der Export der Geräte begonnen.

Erfindung aus Europa vorausgegangen

Auch der aus Donauschwaben in die USA ausgewanderte Johann Bruecker wollte dem Bartwuchs mit einem elektrischen Gerät zuleibe rücken und hatte 1915 den ersten Trockenrasierer erfunden: rotierende Klingen, die von einem Aufziehmotor angetrieben wurden.

Er meldete sogar ein Patent auf sein Gerät ein. Mit Mechanik wollte er den pro Gesicht 15.000 Haaren beikommen, die hart wie Kupferdraht sind und pro Tag einen halben Millimeter wachsen. Doch das ratternde Ding mit Aufzugsmotor wurde nie marktreif. Erst der Elektromotor sorgte dafür, dass sich Männer von 1931 an nicht mehr eine Stahlklinge an den Hals setzen müssen.



Quelle: dpa

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