
23.12.2011, 14:39 Uhr | Financial Times Deutschland
Die Bären sind los - Statue vor der Frankfurter Börse (Foto: dpa) (Quelle: dpa)
Die Zeiten für Private-Equity Firmen sind hart: Laut einer Umfrage halten gut die Hälfte aller institutionellen Investoren Anteile an Fonds, bei denen erfolglose Manager zu Werke gehen.
Rund die Hälfte aller institutionellen Investoren hält Anteile an "Zombiefonds", bei denen erfolglose Manager ohne Hoffnung auf einen Bonus möglichst lange an der Investition festhalten, um von der Managementgebühr zu leben.
Das ist das Ergebnis einer weltweiten Erhebung unter institutionellen Anlegern wie Versicherern und Pensionsfonds, die der Londoner Sekundärmarktinvestor Coller Capital befragt hat.
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Die Resultate sind ein deutliches Anzeichen dafür, wie schwer die Zeiten für Private-Equity-Firmen sind. Viele Beteiligungsfirmen kämpfen mit den Folgen der vielen kreditfinanzierten Übernahmen vor der Finanzkrise. Diese Lage ist am angespanntesten in Nordamerika, wo 57 Prozent der Investoren sagen, sie hätten Kapital, das in Fonds feststeckt, die keine guten Ergebnisse liefern.
Private-Equity-Fonds sind typischerweise so organisiert, dass sie 1,5 bis zwei Prozent der verwalteten Mittel als Managementgebühr einnehmen und nach der Trennung von erfolgreichen Beteiligungen einen Anteil von 20 Prozent der Gewinne bekommen. Normalerweise müssen Manager mit einer Beteiligung mehr als acht Prozent Rendite erzielen, ehe sie einen Leistungsbonus bekommen.
"Einige Gruppen, die die Dinge in den guten Zeiten wirklich etwas auf die Spitze getrieben haben, müssen jetzt den Preis dafür bezahlen, indem sie nicht über die Hürde kommen, die für den Leistungsbonus nötig ist", sagte Jeremy Coller, der Gründer von Coller Capital, einem der größten globalen Investoren am Sekundärmarkt für Private-Equity-Beteiligungen.
Falls ein Fonds Verluste macht und die Manager keine realistische Aussicht darauf haben, über die Hürde für den Bonus zu kommen, haben sie einen Anreiz, so lange wie möglich an der Investition festzuhalten, da die Managementgebühr von der Größe des Portfolios abhängt. Das ist schlecht für die Investoren, deren Erträge bei längeren Halteperioden verwässert werden, sagte Coller. In der Umfrage unter 107 globalen institutionellen Investoren sagten 94 Prozent der Befragten, sie würden für den Großteil ihrer "Zombiefonds" keine Lösung finden.
Quelle: Financial Times Deutschland , t-online.de
Michael schrieb:
am 23. Dezember 2011 um 14:08:03
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(0)
Gebühren
Das ist doch bei schlecht gemangten aktiven Aktienfónds genauso. Das Management greift fürs Missmanagement jedes Jahr 2 % ab. Das
kann ein
Depot ebenfalls auf Dauer verkleinern, der Manager hat jedoch sein Gehalt
sicher. Das Geld abziehen und in Einzelwerte und ETF`s stecken.
mehr
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robbe schrieb:
am 12. Dezember 2011 um 15:43:02
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Marktwirtschaft
Das ist das Ergebnis dieser schwachsinnigen auf Pump funktionierenden Mißwirtschaft.
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Pfatzolisator schrieb:
am 12. Dezember 2011 um 14:47:08
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Zombie-Banker
...wird Zeit da mal die Kettensäge zu schwingen!
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