Logo von Siemens (Foto: dpa) Kein Ende im Korruptionsfall: Die mehrere Jahre zurückliegende Schmiergeldaffäre bei Siemens beschäftigt einem Pressebericht zufolge noch immer die Justiz. Die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth ermittelt nach Informationen des Nachrichtenmagazins "Spiegel" gegen drei Siemens-Mitarbeiter der Sparte Medizintechnik. Die Aktie reagierte nicht auf den Bericht und tendierte seitwärts.
Fürstliche Entlohnung - DAX-Vorstandsgehälter Quiz - Siemens Großes Ranking - Die wertvollsten Konzerne der Welt Quiz - Wirtschaftsskandale Video - Investment in Krisen Suche - Aktien schnell und einfach finden
Kein Kommentar von Siemens
Die Mitarbeiter stehen danach unter dem Verdacht der Untreue, Bestechung und Bildung schwarzer Kassen. Mit Zahlungen sollen sie Aufträge von karibischen Klinikbetreibern ergattert und diese anschließend als Provisionen getarnt haben. Auslöser für die Ermittlungen war dem "Spiegel" zufolge eine Verdachtsanzeige des Finanzamtes. Das Unternehmen äußere sich nicht zu laufenden Untersuchungen. Man arbeite eng mit der Staatsanwaltschaft zusammen.
Dubiose Geschäfte in der Karibik
Die Behörde habe das Unternehmen im Juli diesen Jahres über eine Untersuchung gegen mehrere Mitarbeiter informiert, teilte Siemens bereits in seinem Quartalsbericht in der vergangenen Woche mit. Danach stehen die Untersuchungen im Zusammenhang mit sogenannten Healthcare-Geschäften in der Karibik. Die Staatsanwaltschaft war nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. Die Schmiergeldaffäre hatte bei Siemens vor zwei Jahren fast die gesamte Konzernspitze hinweggefegt.