
08.07.2010, 09:53 Uhr | Financial Times Deutschland
Windkraftanlagen des Windparks Alpha Ventus drehen sich vor Borkum in der Nordsee (Foto: ddp) (Quelle: ddp)
Die komplette Umstellung der Stromversorgung auf erneuerbare Energien galt bislang als frommer Wunsch. Laut Umweltbundesamt könnte das Ziel schon 2050 erreicht werden - trotz des Mehrbedarfs durch Elektroautos.
Der Strom für Deutschland könnte ab 2050 nach Einschätzung des Umweltbundesamt (UBA) komplett aus Wind, Wasser oder Sonne kommen. Das sei mit der bereits jetzt am Markt verfügbaren Technik möglich, sagte UBA-Präsident Jochen Flasbarth bei der Vorstellung einer Studie seines Hauses. Voraussetzung seien aber frühzeitige politische Weichenstellungen: "Je früher und entschlossener wir handeln, desto mehr Zeit bleibt und für die notwendigen technischen und gesellschaftlichen Anpassungen", sagte UBA-Präsident Jochen Flasbarth.
Derzeit steuern erneuerbare Energien rund 17 Prozent zur deutschen Stromversorgung bei. Die Bundesregierung will deren Anteil bis 2020 auf 30 Prozent erhöhen, auch um die Klimaschutzziele zu erreichen. Bislang ist die Stromerzeugung für mehr als 40 Prozent der Treibhausgasemissionen in Deutschland verantwortlich. Bis 2050 sollen diese um 80 bis 85 Prozent unter dem Niveau von 1990 liegen.
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Mit dem Ausbau des Ökostroms könnten diese Ziele erreicht werden, sagte Flasbarth. Längere AKW-Laufzeiten seien für die Umstellung auf Ökostrom nicht nötig, sie würden sogar Investitionen in erneuerbare Energien bremsen. Auch wirtschaftlich sei der Komplett-Umstieg auf regenerative Energien von Vorteil: "Die Kosten sind geringer als die Kosten, die bei einem ungebremsten Klimawandel auf uns und kommende Generationen zukommen würden", heißt es in der Studie, die aber keine konkreten Summen nennt.
Die Studie basiert laut UBA auf einem Szenario, dass die Behörde "Regionenverbund" nennt. Dabei nutzten alle Regionen Deutschlands ihre Potenziale für erneuerbare Energien aus. Es finde ein deutschlandweiter Stromaustausch statt und nur ein geringer Teil des Energiebedarfs werde importiert. Die Stromerzeugung werde damit dezentraler organisiert, sagte Flasbarth. Das werde die marktbeherrschende Stellung der Großkonzerne schwächen.
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Windräder an Land und auf hoher See sowie Solarzellen sollen die Masse des nötigen Stroms liefern. Besonders die Photovoltaik, die derzeit gerade mal ein Prozent des Stroms liefert, soll dann bis zu gut einem Drittel der Energie liefern. Dafür müsste theoretisch fast jedes zweite geeignete Dach und fast jede zweite verfügbare Freifläche mit Solarzellen bestückt werden.
Die Wissenschaftler gehen zudem davon aus, dass Kraft- und andere Brennstoffe durch Strom ersetzt werden. "So bewirken etwa die Einführung der Elektromobilität und der zunehmende Einsatz elektrischer Wärmepumpen, dass der Stromverbrauch im Jahr 2050 insgesamt kaum niedriger sein wird als im Jahr 2005", heißt es in der Studie. Alle Einsparmöglichkeiten bei privaten Haushalten und in der Wirtschaft müssten genutzt werden. Dann könnten die erneuerbaren Energien auch den durch Elektromobilität und Wärmepumpen bedingten Mehrbedarf decken.
Das Problem der für erneuerbare Energien typischen Fluktuation halten die Autoren der Studie für lösbar. Gemeint sind damit die Versorgungsschwankungen, die etwa bei Windkraft mangels Luftbewegung entstehen können. Neben dem Ausbau von deutschlandweiten Netzen, die etwa den Strom von Windparks auf hoher See nach Süden leiten, sind der Studie zufolge neue Speicher nötig. Dabei sollten zum einen neuen Pumpspeicher gebaut werden, die Wasser in stromstarken Zeiten nach oben pumpen und in schwachen Zeiten Strom erzeugen. Zum anderen sind auch chemische Speicher wie etwa die Gewinnung von Wasserstoff mittels Ökostrom oder die Nutzung von Elektroautos notwendig.
Quelle: Financial Times Deutschland
eifler schrieb:
am 8. Juli 2010 um 08:45:22
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Strom Biogasanlagen
In der Eifel sind zur Zeit bereits ca. 60 Biogasanlagen mit einer durchschnittlichen Leistung von ca. 250 KW-eletrisch,
somit gesamt ca. 15.000 KW-elektrisch im Betrieb. Eine Nutzung der anfallenden Wärmeernergie von ebenfalls ca. 15.000 KW wird nur bei ca. 10 % der Anlagen optimal genutzt, es werden somit ca. 13.500 KW-wärmeenergie in die Atmosphäre gepustet. Die Seselpubser vom Bundesumweltamt sollen sich diesbezüglich mal Gedanken machen und hoffe, dass sie dazu in der Lage sind.
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Realist schrieb:
am 7. Juli 2010 um 20:43:59
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Ökostrom
Der Ökostrom boomt nur deshalb so, weil er brutal subventioniert wird: Von Millionen dummer Stromkunden, denen die Bundesregierung
einfach per Gesetz das Geld aus der Tasche zieht, um es Besitzern großer Dächer (Fabriken, Landwirte) zu geben. Das ist Umverteilungs-Terror. Ich frage mich, wie lange sich das die Millionen Abgezockter noch bieten lassen ? Die Begründung dieses Verteilungs-Terrors: den Klimawandel zu stoppen, ist eine Jahrhundertlüge der US-Hochfinanz u. von Merkel u.Konsorten.
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donner schrieb:
am 7. Juli 2010 um 20:20:21
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100% Ökostrom
Stellt sich die Frage, wer bezahlt die Stromrechnungen der Verbraucher. Die Energiekosten in Deu. sind gegenüber dem Ausland
um 40-50 % teuerer. Brei den Irren Steuerlasten wird es wohl teurer. Wie alles was unser Politbixe in Berlin beschließen. Siehe Gesundheitsteuerreform.
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