
01.07.2011, 15:35 Uhr | Financial Times Deutschland
Griechenland am Finanzmarkt unter Druck (Foto: Reuters)
Die Nord/LB bricht das Tabu und nennt einen Schuldenschnitt für griechische Bonds wahrscheinlich. Das Institut zieht Konsequenzen - und sorgt nun für den Ernstfall vor. Die Nord/LB glaubt nicht mehr, dass Griechenland um einen teilweisen Schuldenerlass herumkommt. "Der Nord/LB-Konzern hält einen Schuldenschnitt auf griechische Staatsschulden für wahrscheinlich und hat im Berichtszeitraum hierfür Vorsorge getroffen", schreibt die drittgrößte Landesbank in ihrem Bericht zum ersten Quartal 2011.
Mit der Nord/LB zieht erstmals eine größere deutsche Bank Konsequenzen aus den dramatischen Kursverlusten griechischer Staatsanleihen. Während die Märkte erwarten, dass der bis 2013 laufende europäische Rettungsschirm Griechenland nicht davor bewahren wird, einen Teil der Schulden zu erlassen oder zumindest später zurückzuzahlen, haben die Banken ihre Griechenland-Anleihen bislang kaum abgeschrieben.
Auch die europäische Bankenaufsicht verlangt bei den derzeit laufenden europäischen Bankenstresstests nicht, dass die Institute eine Pleite Griechenlands durchspielen. Dies hätte den Rettungsschirm infrage gestellt - eine politisch heikle Annahme.
Bisher sind sich Wirtschaftsprüfer und Banken daher einig, dass sie griechische Staatsanleihen im Bankbuch nicht ergebniswirksam abschreiben müssen, obwohl vor allem lange Laufzeiten teilweise nur noch zur Hälfte ihres Nennwerts notieren. Lediglich Wertpapiere im Handelsbestand müssen marktnah bewertet werden.
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Laut Wirtschaftsprüfern bröckelt das Tabu jedoch langsam. "Es scheinen einige Banken anzufangen, für Griechenland erste Vorsorgen zu treffen", sagte ein Wirtschaftsprüfer, der nicht genannt werden will. "Momentan wird aber noch der Deckmantel des Schweigens darüber gebreitet, weil das politisch natürlich nicht gerne gesehen wird, wenn deutsche Banken an Griechenland zweifeln."
Entsprechend finden sich in den jüngsten Quartalsberichten kaum offene Worte zu dem Thema. Im Gegenteil: Die Commerzbank ging in ihrem Bericht "unverändert nicht davon aus, dass es zu Ausfällen von öffentlich-rechtlichen Körperschaften oder Banken in Ländern der OECD kommen wird". Die Deutsche Bank erwähnte Griechenland weder im Quartalsbericht, noch ging Vorstandschef Josef Ackermann in seiner Rede auf der Hauptversammlung darauf ein.
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Die Nord/LB hält laut ihrem Zwischenbericht 719 Millionen Euro an griechischen Staats- und Unternehmensanleihen. Wie stark sie dieses Engagement abgeschrieben hat, veröffentlichte die Bank jedoch nicht. Den Zahlen zufolge konnte die Nord/LB die Abschreibung im ersten Quartal leicht verarbeiten: Sie profitierte von der Erholung der Konjunktur und löste sogar Risikovorsorge für faule Kredite auf. Unter dem Strich stieg der Vorsteuergewinn von 53 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum auf 137 Millionen Euro.
Zuletzt gab es weniger gute Nachrichten: Beim Stresstest drohte die Nord/LB durchzufallen, weil die Aufsicht bestimmte Kapitalformen nicht anerkannte. Der Eigentümer Niedersachsen schoss daher Kapital nach.
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Quelle: Financial Times Deutschland
ast schrieb:
am 1. Juni 2011 um 20:21:42
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Erste Landesbank schreibt Griechenland ab
Es gab einmal ein Finanzminister Eichel unter der Regierung Schröder, der umbedingt wollte, dass
Griechenland trotz Kenntnis von geschönten Bilanzen unbedingt in die Eurozone aufgenommen werden mußte. Es wäre mehr als gerecht, wenn Herr Eichel für den von ihm mitverschuldeten Schaden in Anspruch genommen würde. Aber dieser Herr hatte nicht besseres zu tun, als eine höhere Renter einzuklagen. Begründung: der ihm gezahlte Betrag über 10.000,00EUR reicht nicht aus um seinen Lebensstandard zu halten
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Merlin schrieb:
am 1. Juni 2011 um 19:26:14
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@eta
wenn ein Land wie Griechenland der Eurozone begetretten ist, müssten die Griechen selbst einen Antrag aus dem Bund stellen und alle
anderen Länder zustimmen, was sogut wie unmöglich ist!!..Aber was hießt das für uns, selbst dann, würde Deutschland nicht nur die hälfte verlieren der Schulden sondern alles!! Die Reaktion darauf wäre, der Euro wird immer weniger Wert, d.h, wir haben eine Inflation und wir zahlen doppelt und wir verlieren Arbeitsplätze!!.....
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eta schrieb:
am 1. Juni 2011 um 18:50:10
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erste landesbank schreibt ....
wer bitteschön hat denn vehement für das rettungspaket der griechen gestimmt ?
war das schröder oder
fischer ? nein , nein und nochmals nein !
es war unsere schwache kanzlerin . sie kann es einfach nicht anders .
abwarten , was mit den anderen schwachen ländern an überrachungen von der merkel auf uns zu kommt .
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