27.01.2012, 13:33 Uhr | dapd, bv
Rückschlag für Bundeskanzlerin Angela Merkel: Sie wollte auf dem nächsten EU-Gipfel am Montag in Brüssel nicht nur Sparbeschlüsse verabschieden, sondern mit einem Fonds auch mehr Wachstum und Beschäftigung anregen. Doch daraus dürfte nicht werden. Die EU-Kommission hat die Pläne aus Geldmangel zurückgewiesen.
Es sei "unrealistisch", den Wachstumsfonds mit noch nicht genutztem Geld aus EU-Töpfen zu füllen, sagte der zuständige EU-Kommissar Johannes Hahn der "Süddeutschen Zeitung" (SZ). Es sei kaum freies Geld verfügbar. Er habe vergangene Woche "in Form eines Briefs" von dem Plan Merkels und Nicolas Sarkozys erfahren. "Nachdem ich die Verantwortlichen darauf aufmerksam gemacht habe, um wie viel Geld es sich dabei handeln würde, ist diese Idee mit dem Wachstumsfonds wieder verschwunden", sagte der für Regionalpolitik zuständige EU-Kommissar.
Selbst wenn er alle nicht genutzten Mittel der Jahre 2010 und 2011 zusammenfasse, komme er auf 30 Millionen Euro. Zwar stünden den europäischen Strukturfonds für die Jahre 2007 bis 2013 fast 350 Milliarden Euro zur Verfügung. Aber drei Viertel dieser Gelder seien bereits Projekten zugeordnet.
Mehr als 80 Milliarden Euro wären demnach aber noch nicht verplant. Begehrlichkeiten sollte diese Summe jedoch nicht wecken. Laut "SZ" sagte Hahn dazu: "Es bleiben also 25 Prozent, und da gibt es immer die Fehleinschätzung, das Geld werde nicht genutzt. Es wird aber genutzt. Es ist budgetiert, das heißt, es ist einzelnen Ländern zugeordnet, aber die haben es noch nicht konkreten Projekten zugewiesen."
Die Förderverträge könnten nur geändert werden, wenn die Länder zustimmen. Die EU-Kommission könne das Geld nicht einfach neu verteilen.
Hintergrund der Wachstumspläne sind Befürchtungen von Experten, die Eurozone außer Deutschland könne 2012 in eine Rezession abrutschen. Merkel hatte deshalb zuletzt bei einem Treffen mit dem spanischen Ministerpräsidenten Mariano Rajoy versichert, niemand in Europa setze einseitig aufs Sparen.
Bei dem EU-Gipfel am kommenden Montag soll deshalb nicht nur der geplante Fiskalpakt zum Schuldenabbau geschmiedet, sondern auch ein Weg zu mehr Wachstum gefunden werden. Allerdings sollen Regierungskreisen zufolge nur diejenigen Länder in den Genuss des dauerhaften Rettungsschirms ESM kommen, die den Fiskalpakt mit Schuldenbremse umsetzen. Dafür werden zwei Jahre Zeit eingeräumt.
Quelle: dapd , t-online.de
Kreisel, der Sachse schrieb:
am 27. Januar 2012 um 20:38:31
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Merkel verrät Deutschland
Das Experiment EU ist zu Ende." - Richtig!!! Aber Merkel als Ersatzstaatsrats-vorsitzende wird deshalb
Deutschland ausplündern u. verarmen lassen u. weitere Mrd.-Zahlungen aus deutschen Steuergeldern in den EU-Betrüger-, Schrott- u. Schmarotzerstaat Griechenland verschleudern! Diese Frau ist unfähig, Deutschland zu führen! Und um mit CDU-Pofallas Worten zu sprechen: Ich kann diese Fresse nicht mehr sehen!
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Europa schrieb:
am 27. Januar 2012 um 20:08:02
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Brüssel
Wissen die vielen "Experten" , dass Deutschland schon lange vor der Eurokrise die Schuldengrenzen überschritten hatte. Ein
bisschen mehr Sachkenntnis besser Rechtschreibung und etwas Toleranz würde manchem Kommentator sehr gut stehen.
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Normalo schrieb:
am 27. Januar 2012 um 20:00:31
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EU
Sofort wieder die DM und alles wird gut, so einfach stellt sich klein Fritzchen das vor. Schon mal daran gedacht, wieviel Schulden
Deutschland hat ob nun in DM oder Euro ist wohl gleichgültig. Die USA haben ihre Riesenschulden in $ und die Briten in Pfund.
Und früher war sowieso alles viel besser.
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