10.01.2012, 15:29 Uhr | t-online.de mit dpa-AFX
Der Euro ist offenbar ein Gewinn für die Länder der Eurozone. Laut einer McKinsey-Studie profitiere nicht nur Deutschland, andere Länder hätten "in Relation zu ihrer Wirtschaftskraft sogar noch mehr gewonnen", zitiert die Tageszeitung "Die Welt" aus der Studie. Das größte Stück vom Wohlstandskuchen bleibt allerdings in der Bundesrepublik. Sie streicht mehr als die Hälfte der durch den Euro erwirtschafteten Gewinne ein. Dabei gibt es gleich eine Reihe von Faktoren, die den Euro so wertvoll machen.
Trotz Eurokrise und Schuldenangst machte sich McKinsey für den Euro stark. Ohne die Währungen sei in vielen Ländern die Wirtschaften nicht so stark gewachsen. Am meisten profitierte demnach Österreich. "Im Jahr 2010 hat die gemeinsame Währung den Wohlstand in den 17 Euro-Ländern um 332 Milliarden Euro gemehrt", schrieb die "Welt" weiter unter Berufung auf die Studie. Das seien rund 3,6 Prozent des Bruttoinlandsprodukt (BIP) der Eurozone.
Hiervon entfalle allein die Hälfte auf Deutschland. In Zahlen sind das 165 Milliarden Euro oder 6,4 Prozent des hiesigen BIP. In Österreich habe der Euro 2010 für einen Anteil beim BIP von 7,8 Prozent oder 22 Milliarden Euro gesorgt. Auf Rang zwei liege Finnland mit einem Anteil von 6,7 Prozent (12 Milliarden Euro), gefolgt von Deutschland auf Rang drei.
Zehn Jahre nach Einführung der Gemeinschaftswährung fällt die Einschätzung zum Euro gemischt aus. zum Video
Selbst für Portugal oder Griechenland sei die Bilanz unterm Strich positiv. In beiden Krisenländern wäre das BIP ohne den Euro im Jahr 2010 geringer ausgefallen. "Es ist deshalb im Interesse aller Euro-Staaten, die Währungsunion zu verteidigen“, sagte McKinsey-Deutschland-Chef Frank Mattern dem Blatt. Laut der Studie gebe es kein Euroland, das nicht von der gemeinsamen Währung profitiert habe.
Der Euro fördert laut der Studie das Wachstum in den Mitgliedsstaaten gleich durch mehrere Faktoren. So biete die Gemeinschaftwährung ihren Mitgliedern geringere Zinskosten und einen intensiveren Handel mit den Euro-Partnern. Zudem fielen technische Kosten wie die Absicherung von Währungsrisiken weg, was die Gewinne von Unternehmen mehre.
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McKinsey-Mann Mattern warnte zudem vor einem Auseinanderbrechen der Eurozone: "Ein Zusammenbruch oder eine hektische Teilung der Währungsunion in Nord und Süd wäre eine ökonomische Katastrophe.“ Vor allem die deutsche Wirtschaft würde eine Bruchlandung hinlegen und in den Jahren nach einem Eurocrash deutlich schrumpfen. Bis zu 25 Prozent könnte die Wirtschaftsleistung zurückgehen.
"Dieses Szenario kann keiner wollen, es würde in vielen Ländern Wohlstand vernichten und zu gewaltigen sozialen Spannungen führen", erklärte Mattern. Zur Lösung der Krise schlägt die Unternehmensberatung deshalb eine Kombination von Strukturreformen mit gleichzeitiger strenger Überwachung der Haushalsdisziplin vor. Dies entspricht ungefähr dem Kurs, den "Merkozy" einzuschlagen scheinen. Damit müsste es für die Eurozone also noch Hoffnung geben - zumindest wenn man auf die Expertise der Unternehmensberatung vertraut.
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Quelle: dpa-AFX , t-online.de
Markus schrieb:
am 10. Januar 2012 um 21:09:36
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Euro
Der Euro ist ein TEURO: Basta. Solange bis der Liter Sprit wieder unter 1,-€ liegt.... Der Liter Heizöl 0,35 €... und die Kinokarte
wieder 5,-€.... ein Menü bei Mcdonalds 4,50 €.... die Bildzeitung 0,40 € etc..............
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be schrieb:
am 10. Januar 2012 um 20:58:27
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kloppt
Wenn mir jemand ungefragt 10x pro Tag versichert, dass er NICHT lügt, werde ich misstrauisch! Bei den vielen Pro-Euro-Studien auch!
Wieso werden ständig solche Studien in Auftrag gegeben, wenn der Euro sooo toll ist? 2+2 = 5... ich weiß??!!
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Beobachter schrieb:
am 10. Januar 2012 um 20:55:44
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Experten
McKinsey, das sind doch die Expertern die Finanzkrise und die Immobilienkrise und die Schuldenkrise und die Bankenkrise und und und
...... vorhergesagt haben. Also die Krisen, die die Welt an den Abgrund geführt haben. Oder etwa doch nicht? Auf solche "Experten" kann man verzichten.
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