05.06.2011, 10:48 Uhr | AFP, dapd
Proteste gegen Sparkurs in Griechenland (Foto: dpa) (Quelle: dpa)
Die Rettung des hochverschuldeten Griechenlands wird für die EU-Mitgliedsländer, den Internationalen Währungsfonds (IWF) und die Europäische Zentralbank (EZB) immer teurer. Der "Spiegel" meldet vorab, Experten des Bundesfinanzministeriums und der sogenannten Troika aus EU-Kommission, EZB und IWF hielten eine Größenordnung von mehr als hundert Milliarden Euro für möglich, wenn Athen auch 2013 und 2014 auf fremde Hilfe angewiesen sein sollte. Ursache für den Kostenschub seien die griechischen Staatsanleihen, für die 2014 eine Anschlussfinanzierung erforderlich werde.
Eine drohende Staatspleite Griechenlands ist derweil erst einmal abgewendet, nachdem die Geldgeber dem Land ein positives Zeugnis über seine Sparanstrengungen ausgestellt haben. Für das neue Rettungspaket ist die Zustimmung dagegen noch nicht sicher. CSU-Chef Horst Seehofer sagte der "Bild am Sonntag" (BamS): "Ob neue Kredite für Griechenland zustimmungsfähig sind, hängt für mich vor allem von der Antwort auf die Frage ab, was die bisherigen Anstrengungen der Griechen tatsächlich bewirkt haben und welche zusätzlichen Sparanstrengungen unternommen werden."
Solidarität mit Griechenland könne es nur geben, wenn das Land die maximalen Eigenanstrengungen unternehme. Einen "Blankoscheck" werde Athen auf keinen Fall bekommen, betonte der bayerische Ministerpräsident. Nach Informationen der "BamS" werden die Fraktionen von Union und FDP zur Wochenmitte auf einer Sondersitzung über die Schuldenkrise Griechenlands und die möglichen Folgen für den Euro beraten. Eurogruppenchef Jean-Claude Juncker hatte am Freitag nach einem Treffen mit dem griechischen Ministerpräsidenten Giorgos Papandreou in Luxemburg gesagt, er rechne damit, dass die Staaten der Eurozone neuen Hilfen für Athen "unter strikten Bedingungen" zustimmen werden.
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Die deutsche Position ist dabei offenbar, dass nun auch private Anleger einbezogen werden sollen. Der "Spiegel" schreibt unter Berufung auf Teilnehmer, bei einem Treffen von Spitzenbeamten aus der Euro-Zone am vergangenen Mittwoch habe Finanzstaatssekretär Jörg Asmussen ein neues Hilfsprogramm abgelehnt, wenn dabei nicht auch private Anleger auf einen Teil ihrer Forderungen gegenüber Griechenland verzichten müssten. Es sei nicht damit getan, dass private Investoren freiwillig ihr Geld länger in dem Land ließen, wie es die EZB vorschlage. Dabei stand der deutsche Vertreter den Angaben zufolge allerdings allein gegen den Rest der Euro-Zone.
Asmussen hatte dem Magazin zufolge strikte Anweisung von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU), keiner Lösung zuzustimmen, bei der Privatanleger ungeschoren davonkommen. Das Geld für das neue Programm dürfe nicht wieder allein aus öffentlichen Kassen kommen, habe Schäuble vor dem Treffen als Marschrichtung ausgegeben.
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In Athen gab es derweil am Freitag und Samstag Proteste gegen die geplante Privatisierung von Staatsbetrieben und den Sparkurs der Regierung. Trotz eines Aufrufs von Gewerkschaften zu einer Massendemonstration beteiligten sich am Samstag allerdings nur rund 1000 Menschen an dem Protestzug. Bei den meisten handelte es sich um Mitarbeiter des staatlichen Stromversorgers PPC, Hafenarbeiter und Lehrer. Am Freitag demonstrierten Mitglieder der kommunistischen Partei und verbundener Gewerkschaften. Griechenland hat einem Privatisierungsprogramm im Umfang von 50 Milliarden Euro zugestimmt. Mit dem Geld sollen die Staatsschulden reduziert werden. Im Gegenzug erhält das Land weitere Finanzhilfen.
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Quelle: AFP , dapd , t-online.de
Synapse74 schrieb:
am 5. Juni 2011 um 19:33:37
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eine solche Rettung wird es nie geben
ein pures Wunschdenken von Banken+Investoren zur Abwälzung der Risiken auf die Steuerzahler. Betrug am Bürger.
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Peter § schrieb:
am 5. Juni 2011 um 19:11:21
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user1
Da gibt es eine Partei die immer kurz vor der 5% Hürde scheitert, obwohl wahrscheinlich bei der Wahl von 10-15% der Wähler gewält.
Schon merkwürdig,findeste du nicht auch user1 ?
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Heike schrieb:
am 5. Juni 2011 um 18:24:09
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EURO
Bei der EInführung des Euro wurden alle Bedenken abgewischt, als Schröder/Fischer die Kriterien gelockert haben, war es der Anfang vom
Ende. In dieser Situation weitere Staaten aufzunehmen empfinde ich als Betrug, solange keine vergleichbaren Strukturen wirtschaftlich gesellschaftlich geschaffen sind, ist jede Währung zum Scheitern verurteilt, aber die Poltiker wollten das Pferd falsch rum satteln u machen flott weiter. EIn Indiz wird wirtschaftliche Inkompetenz u Desinteresse am Volk
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