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Europa: Wettbewerbshüter wollen Gazprom-Monopol brechen

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Wettbewerbshüter wollen Gazprom-Monopol brechen

03.10.2011, 13:11 Uhr | Spiegel Online

Die EU-Kommission fürchtet die Marktmacht des russischen Energieriesen Gazprom (Quelle: dpa)

Die EU-Kommission fürchtet die Marktmacht des russischen Energieriesen Gazprom (Quelle: dpa)

Die EU-Kommission knöpft sich Gazprom vor: Nach "Spiegel"-Informationen geht es bei den Ermittlungen der Behörde darum, die Marktmacht des russischen Energieriesen zu prüfen. Dieser soll Partnerfirmen strenge Bedingungen für Gaslieferungen gestellt haben. 

Offiziell will die EU-Kommission das Ziel ihrer Ermittlungen nicht nennen, doch nach "Spiegel"-Informationen richten sich die Razzien gegen Gazprom: Mit ihrer konzertierten Durchsuchungsaktion in mehreren west- und osteuropäischen Ländern will die EU-Wettbewerbskommission die Marktmacht des russischen Energie-Multis brechen. Das geht aus Schreiben und Unterlagen hervor, die von den Ermittlern im Rahmen ihrer Razzia vergangenen Dienstag beschlagnahmt wurden.

Gaslieferverträge im Visier der Ermittler

So suchten die Beamten bei den deutschen Energiekonzernen RWE und E.ON Ruhrgas gezielt nach Gaslieferverträgen ihrer mittel- und osteuropäischen Tochterunternehmen. Bei denen war es in der Vergangenheit durchaus üblich, dass Gazprom problematische Konditionen in die Verträge diktierte, wie Energiemanager bestätigen.

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So sollen Gaslieferungen in osteuropäische Länder in zahlreichen Fällen an die Bedingung geknüpft worden sein, dass der wertvolle Rohstoff nicht in andere Länder weiterverkauft, sondern nur für den heimischen Markt genutzt werden dürfe. Damit wollte Gazprom offenbar seine Monopolstellung auf vielen osteuropäischen Energiemärkten sichern.

Marktmacht der Russen stört Europa

Allerdings, beteuern RWE und E.ON unisono, seien solche Verträge - falls bekannt - nach der EU-Marktliberalisierung bereinigt und nicht mehr abgeschlossen worden. Sollten die Wettbewerbshüter dennoch auf derartige Klauseln stoßen, könnten sie die Vormachtstellung von Gazprom mit milliardenschweren Strafen und harten Auflagen ein Stück weit eingrenzen.

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Damit spitzt sich ein Streit zu, der schon länger schwelt: Die Europäer stören sich an der Marktmacht der Russen. Diese liefern 25 Prozent des europäischen Gases und halten sich bei Verhandlungen nicht unbedingt an die strengen europäischen Standards.

Härtere Bedingungen für Gazprom

Die Russen müssen sich in Europa nun aber offenbar auf härtere Bedingungen einstellen: "Wir wollen den Binnenmarkt für Gas und Strom vollenden", sagt EU-Energiekommissar Günther Oettinger. Im Gas- und Strommarkt regiere teilweise noch die alte Welt. "Wir brauchen Wettbewerbsregeln, die für alle gleich gelten. Wenn es Verdachtsmomente gibt, muss die EU-Kommission dem objektiv nachgehen, egal, ob es sich um kleine oder große Marktteilnehmer handelt."


Quelle: Spiegel Online

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Kommentare (28)

zum Forum

Thema: "Europa: Wettbewerbshüter wollen Gazprom-Monopol brechen"

donner schrieb: am 4. Oktober 2011 um 20:37:32
(0) (0) gazprom
"Die EU-Kommission knöpft sich Gazprom vor?" Die sollten sich mal in Deu, umschauen. Da haben die Herrschaften ein großes
Betätigungsfeld. Z.B: Die Preise auf Benzin,GAS, Strom, Heizöl und so weiter. Warum ist es in Deu. so Teuer? Nur die Steuern alleine? Und Gazprom lässt sich von den Eurokraten ganz bestimmt was sagen. Endweder so wie ich oder Gashahn zu. Basta. Wenn Hahn zu was dann.? Dann durchbrechen die Preise die Schallmauer.
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Nemesis schrieb: am 4. Oktober 2011 um 12:50:47
(0) (0) Kartellamt will Gazprom-Monopol brechen
Aber wie immer und bei den Sprit-Preisen auch nur mit der großen Schnute nach dem Motto
"Möchten möchte ich wohl,aber ich trau mich halt nicht." Mein Vorschlag deshalb. Wir müssen doch wie man immer und immer wieder hört und ließt an allen Ecken und Kanten sparen. Ersparen wir uns doch das Bundeskartellamt,das wäre in Anbtracht der Tatsache das wir es nicht brauchen weil es unnütz ist ein echter Bringer!
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PDW schrieb: am 4. Oktober 2011 um 11:53:49
(0) (0) @numis
Es sind nicht ein paar Griechen sondern Millionen Menschen und deren Schicksale.Verkauft haben uns unsere Regierungen mit über
2Billionen Staatsschulden nicht an Gazprom sondern an Banken,Versicherungen und Fonds.Interessant ist wer die über 40 Milliarden Zinsen jährlich bekommt.Es wäre gut wenn das jährlich veröffentlicht würde.Der unwissende (dumme)Bürger schreibt dann solche Kommentare.
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