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Ex-Chef nimmt Sky gegen BaFin in Schutz

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Ex-Premiere-Chef Kofler weist BaFin-Vorwürfe zurück

24.11.2010, 16:53 Uhr | dpa-AFX

Ex-Premiere-Chef Kofler weist Vorwürfe zurück (Foto: dapd)Georg Kofler (Foto: dapd)Nächste Runde im Streit um angeblich falsche Finanzberichte: Der frühere Premiere-Chef Georg Kofler hat den Vorwurf von Bilanz-Trickserei bei dem heute unter dem Namen Sky Deutschland auftretenden Pay-TV-Unternehmen zurückgewiesen. "Ich habe ein absolut reines Gewissen", sagte Kofler dem "Handelsblatt". Die von der Börsenaufsicht BaFin kritisierten Jahresabschlüsse von Premiere aus den Jahren 2007 und 2008 seien erst nach seinem Abgang erstellt worden. Die Sky-Aktie erholte sich kräftig.

Finanzaufsicht - BaFin vs Sky
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BaFin bemängelt Geschäftsberichte

Die Aufsichtsbehörde wirft dem Sender unter anderem vor, seine Abonnentenzahlen für 2007 und 2008 um jeweils mehr als 600.000 Kunden zu hoch angesetzt zu haben. Zudem soll das Unternehmen in seinen Geschäftsberichten nicht ausreichend auf Risiken hingewiesen haben. Die BaFin prüft den Fall seit längerem und hatte im April 2009 ein offizielles Verfahren eingeleitet.

Sky Deutschland hatte am Montagabend in einer Pflichtmitteilung über den Abschluss des Verfahrens berichtet und die Aktie damit auf Talfahrt geschickt.

Nach Koflers Abgang Korrektur der Zahlen

Kofler stand seit 2002 an der Spitze von Premiere und brachte den Sender 2005 an die Börse. Rund zwei Jahre später stieg er bei Premiere aus und gründete ein Energie-Unternehmen. Nach Koflers Abgang hatte Premiere eingestanden, deutlich überhöhte Abo-Zahlen genannt zu haben und damit auch die Münchner Staatsanwaltschaft auf den Plan gerufen.

"Für Abozahlen gibt es keine Standards"

Kofler hatte die Vorwürfe von Anfang an als haltlos bezeichnet und betont, die Berichterstattung über Finanz- und Abozahlen sei stets korrekt gewesen. Für die Bestimmung von Abonnentenzahlen gebe es gar keine bilanzrechtlichen Standards, sagte er dem "Handelsblatt". Es sei Ermessenssache gewesen, ob man auch Kunden mit geringen Umsätzen hinzugezählt habe oder nicht. Die Umsatzzahlen hätten immer gestimmt.

"Jeder Euro, der ausgewiesen wurde, wurde auch erwirtschaftet", sagte Kofler der "Süddeutschen Zeitung". Derzeit hat der von Medienzar Rupert Murdoch kontrollierte Sender Sky Deutschland rund 2,5 Millionen Abonnenten und liegt damit weit hinter den früher erhofften Zahlen zurück.



Quelle: dpa-AFX , t-online.de

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