
03.02.2012, 17:48 Uhr | Financial Times Deutschland
Die frühere Grünen-Politikerin Christine Scheel droht nur drei Tage nach Amtsantritt schon mit dem Rücktritt vom Vorstandsposten beim südhessischen Energieversorger HSE. Nach Informationen der "Financial Times Deutschland" (FTD) will sie den HSE-Vorstand wieder verlassen, sollte es zu einer Rekommunalisierung kommen. "Die weitere Rekommunalisierung gefährdet die erfolgreich begonnene Entwicklung des Unternehmens von einem Stadtwerk zu einem bundesweit agierenden Energiekonzern", sagte Scheel der "FTD".
Hintergrund: Der Energiekonzern E.ON will seinen 40-Prozent-Anteil an der HSE verkaufen. Die Stadt Darmstadt, die bereits 53 Prozent der Anteile hält, hat bis Montag Zeit zu entscheiden, ob sie ihr Vorkaufsrecht wahrnimmt. Genau das wird im Unternehmen befürchtet. Darmstadt wird mit Jochen Partsch ausgerechnet von einem grünen Oberbürgermeister regiert, der sich pikanterweise gegen die Berufung der profilierten grünen Finanzpolitikerin Scheel in den HSE-Vorstand ausgesprochen hatte. Scheel war 17 Jahre für die Grünen im Bundestag, bevor sie im Oktober 2011 ihren Wechsel in die Wirtschaft ankündigte.
Scheel will nun verhindern, dass ihr Unternehmen wieder auf Stadtwerke-Niveau schrumpft. Diese Gefahr besteht, wenn die Stadt den Kauf des 305 Millionen Euro teuren E.ON-Anteils mit Schulden finanziert, die die HSE später erwirtschaften muss. "Bei einer rein schuldenfinanzierten Übernahme, wie im Fall HSE geplant, sind die Risiken für Stadt und Konzern unübersehbar", sagte Scheel. Die HSE brauche jedoch einen kapital- und know-how-starken Partner auf ihrem Weg "zum Vorzeigeunternehmen der Energiewende". Der HSE-Konzern ist mit seiner Tochtergesellschaft Entega einer der größten Ökostrom-Anbieter in Deutschland.
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Nach Informationen aus dem Unternehmen gibt es neben der Stadt auch andere Kaufinteressenten. Die Gespräche seien jedoch durch das Vorkaufsrecht der Stadt blockiert worden.
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Quelle: Financial Times Deutschland
Eckhard schrieb:
am 3. Februar 2012 um 20:40:38
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Scheel
Wenn die HSE Stadtwerke wird ist es für die Bürger der betreffenden Gemeinden billiger, für Scheel sicher auch,da sie im Vorstand
der Stadtwerke weniger Geld erhalten würde.
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hanserl schrieb:
am 3. Februar 2012 um 14:36:26
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die grüne scheel
scheitert beim ÖKOSTROM-unternehmen/versorger ! hat sie gemerkt dass nicht überall ÖKO drin ist wo ÖKO
draufsteht.??oder taugen die grünen für die realwirtschaft genauso wenig wie die ganze partei ?:-)
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