27.01.2011, 10:28 Uhr | AFP
Michel Camdessus (Quelle: imago)
Steht die Welt vor einer Währungsreform? Nach Auffassung des früheren Leiters des Internationalen Währungsfonds (IWF), Michel Camdessus, braucht das Weltwährungssystem eine radikale Reform. "Auf den Devisenmärkten kommt es immer wieder zu exzessiven Schwankungen", sagte Camdessus, der heute den französischen Staatschef und G-20-Vorsitzenden Nicholas Sarkozy berät, in einem am Mittwoch vorab veröffentlichten Gespräch mit der Wochenzeitung "Die Zeit". Oft habe der Kurs der Währungen "mit den ökonomischen Rahmendaten nichts zu tun". Deshalb sei es sinnvoll, einen festen Anker für die Währungen einzuführen. "Unsere Währungsordnung hat seit dem Zusammenbruch des Währungssystems von Bretton Woods in den siebziger Jahren keinen zentralen Referenzpunkt mehr."
"Ein solcher Referenzpunkt ist aber nötig, zumindest auf lange Sicht", sagte Camdessus. Im System von Bretton Woods galten feste Austauschverhältnisse der Währungen untereinander, der US-Dollar war durch Gold abgesichert. Camdessus leitet eine Arbeitsgruppe, die den amtierenden G-20-Vorsitzenden Sarkozy berät, und der namhafte ehemalige Währungspolitiker wie Horst Köhler und der frühere amerikanische Notenbankchef Paul Volcker angehören.
Darüber hinaus forderte Camdessus, den Internationalen Währungsfonds und die Finanzministergruppe der G-20-Staaten zu einer Art Weltwirtschaftsregierung zu verschmelzen. Um die Rechtmäßigkeit und Autorität des IWF zu stärken, brauche es eine Instanz, "die auf globaler Ebene für Stabilität sorgt", sagte der Berater des französischen Präsidenten. "Das bedeutet auch, dass der Fonds mit einem umfassenderen Mandat ausgestattet werden muss... Er sollte aber für die gesamte finanzielle und monetäre Sphäre zuständig sein." Auf die Frage, ob er eine Weltwirtschaftsregierung anstrebe, sagte Camdessus, der den IWF von 1987 bis 2000 geleitet hatte: "So könnte man es nennen. Ich spreche aber lieber von einem neuen Geist der kooperativen Koordination."
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Quelle: AFP
Hainchen schrieb:
am 27. Januar 2011 um 12:39:00
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Konstruktiv
Ich empfinde es auch wie sie,dass sich einiges Verändert hat. Ein sinnvoller Einsatz,wäre wirklich erforderlich. Mittlerweile
haben auch andere Länder die Möglichkeit Wirtschaftsmacht Nr.1zu werden. Es liegt an der Politik und dem zu künftigen Finanzsystem, was auch eine Rolle spielen wird. Man sollte den Euro nicht so verteufeln, denn wir Deutsche haben auch Vorteile von dieser Währung. Es liegt viel an der Politik einselner Länder, warum der Euro nicht stabil ist.Glaubwürtigkeit fehlt sehr.
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Konstruktiv schrieb:
am 27. Januar 2011 um 12:15:58
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Anker
Eine Verankerung ist sehr wichtig, um das freie "Floaten" von Währungen einzudämmen. Momentan werden Landeswährungen zu stark durch
Spekulationen und Meldungen beeinflusst. Das Hauptproblem dürfte sein, sich auf einen "Anker" zu einigen. So lange es eine dominante Wirschaftsmacht in der Welt gab, war dies kein Problem (US Dollar). Mittlerweile st eine Einbindung der G-20 aber sicherlich notwendig und ein sinnvoller Ansatz.
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P.Kiermes schrieb:
am 27. Januar 2011 um 11:48:08
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Weltwährungfonds
Der Weltmarkt ist gesättigt. Die Lobbiysten können nicht mehr soviel verdienen.
Da wird am weltwährungsfond
herumgedocktert und man kommt nicht weiter.
Da die Chinesen auf dem Weltmarkt den Am,erikaner ablesen wird , kommt sowieso ein anderes Geldsystem. Der Dollar sowie der Euro gehen in die Brüche und sdas ist gut so. Mit fieder Einführung hat man die Bürger um die Hälfte seines Geldes betrogen. Nun kommt die Rache.
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