30.07.2010, 09:23 Uhr | dpa
Die Zahl der gesetzlichen Krankenkassen wird sich nach Einschätzung des Gesundheitsökonomen Jürgen Wasem weiter drastisch vermindern. "In fünf Jahren werden wir bei rund 100 Kassen sein", prognostizierte der Essener Forscher der Nachrichtenagentur dpa in Berlin. Seit Anfang vergangenen Jahres verringerte sich die Zahl der Kassen von 202 auf heute 163.
Vor allem bei den heute noch 128 Betriebskrankenkassen (BKK) werde es Zusammenschlüsse geben. "Bei den BKKs gibt es drei Typen", sagte Wasem. Einige der Kassen stünden gut da. Andere hätten Probleme, mit den Mitteln aus dem Gesundheitsfonds auszukommen, verfügten aber noch über Rücklagen für einige Jahre. "Und wieder andere haben weder Rücklagen noch bekommen sie ausreichend Zuweisungen aus dem Gesundheitsfonds. Der Druck zu Fusionen steigt bei ihnen rasch an."
Erst Anfang Juli war die Fusion der beiden Krankenkassen DAK und BKK Gesundheit geplatzt. Beide Kassen gelten als wirtschaftlich angeschlagen und sind nach Brancheneinschätzungen unter Handlungsdruck.
Die geplante Beitragserhöhung von 14,9 auf 15,5 Prozent sowie die wieder angesprungene Konjunktur bringe der Krankenversicherung im kommenden Jahr wieder mehr Einnahmen. "Ein Teil der Kassen, die Zusatzbeiträge erheben, haben deutliche Chancen, davon wieder herunterzukommen", sagte Wasem. Allerdings sei noch nicht sicher, ob die Sparankündigungen der Koalition im Gesundheitswesen in die Tat umgesetzt würden. Außerdem könnten Kassen beim Zusatzbeitrag bleiben, wenn sie annehmen, dass sich die Finanzlage bald wieder verschlechtere.
"Fest steht, dass 2012 und stärker noch 2013 vermehrt mit Zusatzbeiträgen zu rechnen ist", sagte Wasem. "Die Zusatzbeiträge werden steigen, und die Spannbreite zwischen den Krankenkassen wird wachsen."
Reicht einer Kasse das Beitrags- und Steuergeld aus dem Gesundheitsfonds nicht aus, kann sie Zusatzbeiträge von ihren Mitgliedern erheben. Heute tun dies 16 Kassen. Laut Gesundheitskompromiss der Koalition sollen die Versicherungen künftig - anders als heute - Zusatzbeiträge in unbegrenzter Höhe nehmen dürfen. Ein Sozialausgleich soll aber verhindern, dass Versicherte mehr als zwei Prozent ihres Einkommens bezahlen müssen.
Quelle: dpa
lingus schrieb:
am 30. Juli 2010 um 09:47:10
(0)
(0)
ziel
das ist das ziel der politik, duch den gesungheitsfonds werden die kk gezwungen zu fusionieren oder pleite zu gehen.
der staat kann ja
im vorfeld nicht festlegen wer von den über 200 kk aufhören soll. mit dem gesundheitsfonds läßt er den wettbewerb entscheiden. der gesundheitsfonds hat nur das einzige ziel:reduzierung der kk. 2020 wird es nur noch 10 kassen geben.
mehr
Kommentar melden
Peter schrieb:
am 30. Juli 2010 um 09:44:54
(0)
(0)
Krankenkassen
Wenn nur wenige überbleiben können die Leistungen auch auf ein
einheitliches Bundesweites niveau gebracht werden. Dazu noch
ein gesunder Konkurenzkampf wäre das beste was
den Versicherten passieren könnte.
mehr
Kommentar melden
jupp schrieb:
am 30. Juli 2010 um 09:39:32
(0)
(0)
Krankenkassen
... und das sind noch viel zu viele. Man spricht immer nur von der Kostenerhöhung bei Arznei, Ärzten und Krankenhäusern,
aber die Personalkosten der Krankenkassen und was die Vorstände sich genehmigen, da spricht keiner drüber. Da wird aber auch nicht gespart.
mehr
Kommentar melden
Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.

Sechs Flaschen 2006er Domaine la Casenove + vier Gläser für 39,- € statt 78,30 €. von Hawesko
Zwei Qualitätshemden Ihrer Wahl für nur 50,- € : 5 Jahre Garantie und Retoure kostenlos. zum Special
Testsieger-Patronen für Marken-
drucker im TÜV-geprüften Online-
Shop kaufen. mehr
Samsonite Trolleys, Reisetaschen und Accessoires: Voll gepackt mit guten Preisen von koffer-direkt.de.
Lust, einen legendären Teil des Big Apple zu besitzen? zum Video