25.01.2012, 18:17 Uhr | dpa
Die deutsche Lebensmittel-Industrie steht nach Experteneinschätzung vor einer Fusions- und Pleitewelle. Eine Marktbereinigung des drittgrößten deutschen Industriezweigs mit 670.000 Beschäftigten sei unausweichlich, sagte der Branchenexperte Werner Warthorst von einer Beratungsgesellschaft der HSH Nordbank. "Jeder vierte Lebensmittelproduzent wird nicht überleben", erklärte er. Wer keine Antworten auf die Herausforderungen finde, gerate bald in ernste Schwierigkeiten.
Hintergrund für die Entwicklung seien die weltweit steigenden Rohstoffpreise, die niedrigen Margen der Hersteller und die Konzentration im deutschen Lebensmittel-Einzelhandel auf fünf führende Konzerne. "Den Produzenten gelingt es nicht, ihre gestiegenen Kosten an die Verbraucher weiterzugeben, denn deutsche Konsumenten sind sehr preissensibel", sagte Warthorst. In einem harten Wettbewerb werde so die Luft für die rund 4000 Unternehmen immer dünner.
Besonders betroffen seien die rund 1000 deutschen Hersteller von Wurst- und Fleischwaren, ein sehr zersplitterter Wirtschaftszweig. Rund die Hälfte davon seien mittelständische Familienunternehmen mit weniger als fünf Millionen Euro Umsatz. "Bei einem Händler aus dem Angebot genommen zu werden, können sie sich nicht leisten", erklärte der Experte.
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Zu dem Preiskampf kämen auch hausgemachte Probleme. Die Branche habe sich zu lange auf den Heimatmarkt konzentriert und die notwendige Professionalisierung vernachlässigt. Je nach Segment und Produkt müssten die Hersteller entweder wachsen, fusionieren oder eine auskömmliche Nische besetzen, um sich den veränderten Rahmenbedingungen zu stellen.
Quelle: dpa
Verbraucher schrieb:
am 29. Januar 2012 um 14:17:08
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(1)
Jeder vierte Lebensmittelhersteller vor dem Aus
Die einzigen Lösungen einer kapitalistischen Wachstumswirtschaft: wachsen und fusionieren,
also auch vergrößern. Diese Gigantonomie bricht irgendwann allen das Genick (siehe EU!). Nur kleine Systeme sind anpssungsfähig und flexibel. Aber leider werden nur die Großen von der Politik unterstützt, weil sie jetzt schon zu viel Macht haben. Würde das Kartellamt endlich wirklich seiner Aufgabe gerecht werden, hätten wir viele Probleme gar nicht, weil keine solchen Machtzentren entstünden.
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LPaus EU schrieb:
am 26. Januar 2012 um 14:01:01
(15)
(9)
Aus
Unternehmer in der heutigen Zeit jammern alle auf hohem Niveau. Insolvenzen werden oft auch nur mißbraucht um Hilfen abzuschöpfen und
Mitarbeiter zu gängeln. Die Vertriebler hauen sich die Taschen voll und die Hersteller kämpfen um ihre Existenz.
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Älter schrieb:
am 26. Januar 2012 um 08:47:20
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Kleine vor'm aus
Was regen sich die Leute eigentlich auf? Angefangen hat alles ende der sechziger Jahre als der Rahm von der Milch
abgeschöpft wurde weil diese für die Menschen zu fett war.Wurde verwendet für Joghort ,Quark ,Käse usw.Aber es ist schwer es allen recht zu machen! Zu jener Zeit hat auch die Industrie gelernt den Rahm abzuschöpfen und ihn den Leuten vorzuenthalten.
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