Daimler, Siemens und Lanxess - drei Blue Chips in einem Korb (Foto-Montage: t-online.de)Viele Jahre konnte Deutschland den Titel des Exportweltmeisters einheimsen. 2009 war die Erfolgsgeschichte zu Ende – die Chinesen überflügelten uns. In diesem Jahr könnte Deutschland ein Comeback gelingen. Hauptgrund: Dank des schwachen Euros sind unsere Produkte so begehrt, wie schon lange nicht mehr. Entsprechend stark konnte sich der DAX von seinem Vorjahrestief erholen.
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Drei Blue Chips im Korb
Doch auch eine Fortsetzung der aktuellen Seitwärtsbewegung reicht bei einem Express-Zertifikat der Deutschen Bank aus, welches noch bis zum 10. August 2010 gezeichnet werden kann. Dabei haben die Blauen das Thema Export in den Mittelpunkt gerückt und Daimler, Lanxess und Siemens in einen Mini-Index gepackt. Die drei Titel gehen gleichgewichtet ins Rennen, eine spätere Index-Anpassung erfolgt nicht.
Renditechance von 6,9 Prozent
Der als Export-Basket bezeichnete Basiswert startet bei 100 Index-Punkten. Nach einem Jahr wird erstmals der Stand überprüft. Kann der Dreier-Index das Startniveau dann übertreffen, kommt es zur schnellen Tilgung. Anleger erhalten eine Rückzahlung von 108,50 Euro pro Zertifikat. Unter Berücksichtigung des Agios entspricht dies einer Renditechance von 6,9 Prozent.
Klappt es im ersten Versuch nicht, folgen in den Jahren 2012 bis 2014 noch drei weitere Beobachtungstermine. Dabei sind die Tilgungsbedingungen identisch. Der Rückzahlungsbetrag steigt pro Jahr linear um 8,50 Euro. Endgültig abgerechnet wird dann im August 2015. Steht der Export-Basket dann über der 100-Punkte-Marke, fließen 142,50 Euro an die Anleger.
Großer Puffer nach unten
Gelingt dies nicht, erleidet der Investor erst Verluste, wenn der Basiswert mehr als 40 Prozent verloren hat. Nur dann wird entsprechend der tatsächlichen Wertentwicklung des Baskets abgerechnet. Sinkt der Mini-Index hingegen um weniger als 40 Prozent, erhalten die Anleger den Nominalwert zurück.
Siemens und Daimler auf Wachstumskurs
Siemens legte sehr gute Quartalszahlen vor. Vor allem die anziehende Weltkonjunktur sorgte für ein Plus von rund 40 Prozent beim operativen Ergebnis. Eine ähnliche Entwicklung ist bei Daimler erkennbar. Hier sorgte vor allem die steigende internationale Nachfrage für eine Anhebung der Gewinnprognose für das Gesamtjahr. Ein EBIT von sechs Milliarden Euro ist jetzt das Ziel. Gleichzeitig sollen die Umsätze deutlich zulegen. Beide DAX-Aktien sind aber auch stark von der Entwicklung des Gesamtmarktes abhängig.
Risikofaktor Lanxess
Für den MDAX-Wert Lanxess gilt dies nur im eingeschränkten Maße. Allerdings ist der Spezialchemiekonzern ebenfalls von einer positiven Exportentwicklung abhängig. Und auch hier sieht es derzeit sehr gut aus, wie Aussagen des Managements erkennen lassen. Die aktuellen Quartalszahlen kommen allerdings erst am 6. August.
Reduziertes Risiko
Die Rückrechnung des Dreier-Index belegt, dass sich die positive wirtschaftliche Entwicklung in steigenden Kursen niedergeschlagen hat. Binnen der vergangenen sechs Monate hat sich der Mini-Index mehr als verdoppelt. Demgegenüber legte der DAX "nur" rund zehn Prozent zu. Dies zeigt, dass es sich um Einzelwerte handelt, die zuletzt gut gelaufen sind. Allerdings traut "Portfolio Exclusiv" dem Trio auch in naher Zukunft zumindest eine Seitwärtsentwicklung zu.
Zur Strukturierung: Die Deutsche Bank hat einen Dreier-Index gebildet. Das reduziert das Risiko. Allerdings sorgt es auch für eine deutlich geringere Renditechance. Insgesamt stuft "Portfolio Exclusiv" die Neuemission als gute Idee ein, wenngleich mit Lanxess eine volatile Aktie im Korb enthalten ist. Für den Kauf ist allerdings eine zumindest verhalten positive Markteinschätzung notwendig.