07.04.2011, 17:15 Uhr | dpa, dapd, dpa-AFX
Die Europäische Zentralbank (EZB) in Frankfurt (Quelle: imago)
Die Europäische Zentralbank (EZB) hat den Leitzins wie erwartet auf 1,25 Prozent angehoben. Es war der erste Zinsschritt seit fast zwei Jahren. Damit verabschiedete sich die EZB von ihrer Politik des extrem billigen Geldes. Der wichtigste Zins zur Versorgung der Kreditwirtschaft mit Zentralbankgeld war im Mai 2009 mitten in der Wirtschafts- und Finanzkrise auf das Rekordtief von 1,0 Prozent gesenkt worden.
Volkswirte erwarten, dass die Notenbank den Leitzins in den kommenden Monaten in kleinen Schritten auf 2,0 Prozent anheben wird. Damit soll der Preisdruck gesenkt und die Kaufkraft erhalten werden. Der aktuelle Zinsschritt bewegte die Märkte kaum, da er allgemein erwartet worden war.
Für die schwächelnde Konjunktur in hoch verschuldeten Ländern am Rand der Euro-Zone wie Irland, Griechenland und Portugal könnte die Zinserhöhung Gift sein. Höhere Zinsen können den Preisauftrieb bremsen, sie verteuern aber auch Kredite.
Oberstes Ziel der EZB ist allerdings die Preisstabilität, die sie bei einer Teuerungsrate von knapp unter zwei Prozent gewährleistet sieht. Im März betrug die jährliche Teuerungsrate im Euroraum 2,6 Prozent.
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Die Auswirkungen der Zinserhöhung für die Verbraucher dürften eher gering sein. Schon vorher waren die Zinsen sowohl für Sparanlagen als auch für Kredite leicht geklettert. Bankkunden mit laufenden Krediten müssen sich ohnehin keine Sorgen machen, da hierfür in den allerwenigsten Fällen ein variabler Zinssatz vorgesehen ist. Bei Hypothekendarlehen dürfte aber die Anschlussfinanzierung teurer werden.
Die Geldpolitik im Euroraum stützt nach Einschätzung von EZB-Präsident Jean-Claude Trichet auch nach der jüngsten Zinserhöhung das Wachstum im Euroraum. Die Geldpolitik sei nach wie vor "sehr akkommodierend", sagte Trichet zur Begründung der Leitzinsanhebung. Die Inflationsentwicklung müsse "sehr genau" beobachtet werden. Die Preisrisiken seien immer noch aufwärts gerichtet. Angesichts der zuletzt erhöhten Teuerung sei die Vermeidung von Zweitrundeneffekten - also hoher Lohnforderungen und Preisanhebungen als Inflationsausgleich - von "überragender Bedeutung".
Quelle: dpa , dapd , dpa-AFX , t-online.de
Banker schrieb:
am 7. April 2011 um 19:32:40
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Ich sage Euch
Der beste Kredit ist KEIN Kredit. Also gebt nur das aus, was ihr auch in der Tasche habt. Das gilt übrigens auch für Unternehmen.
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max 100 schrieb:
am 7. April 2011 um 19:10:42
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EZB
Hab leider Blödsinn geschrieben. Richtig soll es lauten: Ich habe schlechte Erfahrung bei der Sparkasse gemacht. Bei geringer
Erhöhung des Leitzinssatzes wurde seinerzeit der Dispo gleich um ein Prozent erhöht.
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Bernsdorfer schrieb:
am 7. April 2011 um 19:10:14
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Zinsen
Ich sehe ja bei den Banken nicht so durch, aber wenn ich für mein gespartes Geld 1,1 oder 1,3 % Zinsen bekomme und wenn ich von der
Bank mir kurzfristig Geld leihen muss und dafür mit 13% Zinsen belastet werde, dann stimmt aus meiner Sicht in diesem System nichts und sollte geändert werden! Aber bitte nun nicht wieder die Diskussion sw/ge muß weg wir brauchen rt/gr. Die Grundlage für diesen ganzen Pfeffer hat doch rt/gr als Regierung gelegt. Banken vernichten Geld - ON bezahlt.
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