31.01.2012, 14:57 Uhr | t-online. de mit dapd und dpa-AFX
Die Europäische Zentralbank (EZB) will offenbar weiter gigantische Summen in den Bankenmarkt pumpen. Wie jetzt bekannt wurde, wird die Zentralbank im Februar den Eurozonen-Banken erneut unbegrenzten Kredit für drei Jahre anbieten. Aus Sicht vieler Beobachter könnte die Summe die halbe Billion Euro deutlich übertreffen, die im Dezember verliehen worden war. Bisher gibt es allerdings keine Anzeichen, dass das Geld die schwächelnde Konjunktur in Schwung bringt. Denn die Banken haben andere Pläne, die die EZB zur ultimativen Bad Bank der Eurozone machen.
Laut "Financial Times" könnte sich die Nachfrage nach dem EZB-Geld im Vergleich zum Dezember verdoppeln, als 489 Milliarden Euro unter die Banken gebracht wurden. Aus Gesprächen mit Vorständen großer Institute will die Zeitung erfahren haben, dass die Nachfrage nach frischem Geld sogar dreimal so hoch wie zu Jahresende ausfallen könnte.
Drei namentlich nicht genannte Bankvorstände hätten dies gegenüber dem Blatt angedeutet. Die US-Bank Goldman Sachs rechnet unterdessen mit einer doppelt so hohen Nachfrage. Allerdings könnte es deutlich mehr werden, sollte sich die Lage an den Finanzmärkten eintrüben.
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Statt das Geld in die Wirtschaft zu pumpen - das eigentliche Ziel der EZB-Aktionen - parken die Banken allerdings hunderte von Milliarden Euro bei der Zentralbank. Lediglich neun Milliarden Euro legten sie laut EZB-Zahlen an. Rund 480 Milliarden Euro wanderten in die Angstkasse der Zentralbank zurück. Sie gilt als einziger noch sicherer Ort, weshalb die Banken das Geld dort nachts für einen Zins von 0,25 Prozent parken.
Marktbeobachter erwarten, dass Ende Februar die Billionen-Euro-Marke der Angstkasse erstmals gesprengt werden könnte. Die Wirtschaft dürfte hingegen wenig von der Summe haben. "Wo wollen wir denn mit der ganzen Kohle hin?", fragte ein Frankfurter Geldhändler, dessen Haus wegen der hohen Kundeneinlagen ohnehin selten über Liquiditäts-Mangel klagen muss.

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Auch die Währungshüter erwarten für die Operation am 29. Februar eine weitere Zunahme der Liquidität im Bankensystem. Offen sprechen wollen sie darüber nicht. Hinter vorgehaltener Hand verweisen sie aber auf eine Besonderheit der Aktion: Nicht nur sollen die Banken soviel Geld wie sie wollen für bis zu drei Jahre zu einem Prozent Zins bekommen - die Sicherheiten, die sie dafür hinterlegen müssen, können auch von schlechterer Bonität sein.
EZB-Präsident Mario Draghi hatte bereits Anfang Dezember angekündigt, dass die Liste der zugelassenen Sicherheiten auf solche mit besonders schlechter Bonität ausgeweitet werde. "Dadurch steigt der Anreiz, alle problematischen Kredite bei der EZB zu hinterlegen", sagte ein Geldmarkthändler in Hannover. Dadurch werde die EZB zur ultimativen Bad Bank in der Eurozone.
In Ländern mit soliden Finanzen geht bereits die Angst um, die EZB werde zu einer Giftmülldeponie für wertlose Anleihen und Kredite umfunktioniert. Die Befürchtung: Steuerzahler müssten für die Verluste durch solche toxischen Anlagen geradestehen. Allein eine Pleite von Griechenland könnte die EZB bis zu 20 Milliarden Euro kosten. Und das sind nur die Anleihen, die die EZB direkt aufgekauft hat. Hier sind die Papiere, die Banken als Sicherheiten für EZB-Kredite hinterlegt haben oder hinterlegen werden noch gar nicht eingerechnet.
Eine Pleite Griechenlands würde sicher viele Banken in den Abgrund reißen. Schlecht für die EZB, denn die für Kredite als Sicherheit hinterlegten Hellas-Bonds wären dann auch nichts mehr wert. Allerdings dürfte die EZB ein solches Szenario noch schultern können. Eine Pleite von Spanien oder Italien wäre dagegen eine Katastrophe für die Zentralbank, die auch hohe Milliardensummen in Staatsanleihen dieser Länder investiert hat. Dann müsste der Steuerzahler sicher zur Hilfe eilen.
Commerzbank-Aufsichtsratschef Klaus-Peter Müller kritisiert die Geldschwemme-Politik der EZB inzwischen offen als riesige Subvention kränkelnder Geldhäuser außerhalb Deutschlands. Während die "honorigen" deutschen Banken vorgesorgt hätten, würden jetzt diejenigen belohnt, die nicht so gut gewirtschaftet hätten. Das Geld sei überproportional an Banken außerhalb Deutschlands geflossen.
Die Banken horten das Geld, sind sich Währungshüter, Banker und Beobachter einig. Die Liquidität soll demnach sicherstellen, dass die über 500 Institute jederzeit über genügend Liquidität verfügen. Besonders bei Großaufträgen, bei denen etwa Staaten oder Industrieunternehmen Rechnungen begleichen, sei das wichtig. Seit Beginn der Finanzkrise leihen sich die Banken untereinander fast nichts mehr, so dass die EZB diese Lücke mit enormen Geldspritzen nun schließen musste.
Quelle: dpa-AFX , t-online.de
Sicher schrieb:
am 24. Februar 2012 um 10:18:22
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Gutgläubige
schuld haben auch die leute selber ,schimpfen auf die bank weil sie kein kredit bekommen weil sie später nicht in der lage sind
den kredit zurückzuzahlen bereit sind und insolvenz anmelden.
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der Gutgläubige schrieb:
am 1. Februar 2012 um 09:39:06
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Bad-Bank EZB
die EZB wirft, zusammen mit der letzten Tranche, 1,5 Billionen Euro auf den Markt in der Hoffnung, daß Banken hiermit
Staatsanleihen der jetzigen und vor allem künftigen Pleiteländer aufkaufen werden. Die Rechnung wird zusammen mit dem kommenden Währungsschnitt - wahrscheinlich 1 : 40 - den Deutschen präsentiert. Die übrigen EU-Länder werden sich dann zufrieden zurücklehnen und das tun, was sie bisher auch gut konnten: mit inflationären Währungen weiterleben. Es leben unsere Politexperten
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u.b. schrieb:
am 1. Februar 2012 um 08:50:33
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Schulbenbanken
Sofin, ESM, EsfS und was weiß ich noch alles, das ganze zur Rettung derer die nur ein Interesse daran haben für Aktionäre
und Superreichen Geld zu beschaffen. Auch wenn sie dabei über Leichen gehen müßen. Die Preise werden in die höhe getrieben um Gewinne zu machen, ob dabei Menschen auf der Strecke bleiben weil sie nicht mehr das Geld haben alles zu bezahlen ist diesen Herren egal. Kinderarmut und Altersarmut, davon sind sie nicht betroffen dank der Bonizahlungen auch bei Verlust.
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