
18.04.2011, 09:58 Uhr | Spiegel Online
Forscher: Einige tausend Flüchtlinge sofort in Deutschland befristet aufnehmen (Foto: imago) (Quelle: imago)
Deutschland soll über Regierungsabkommen mit Tunesien und Ägypten so schnell wie möglich einige Tausend Menschen aus Nordafrika befristet aufnehmen. Das fordert der Migrationsforscher Klaus J. Bade, Vorsitzender des Sachverständigenrats deutscher Stiftungen für Integration und Migration.
Im Rahmen eines Pilotprojekts, so die Idee, sollten geeignete Männer und Frauen für zwei bis fünf Jahre in Deutschland arbeiten, besonders in Berufsgruppen mit Arbeitskräftemangel wie Facharbeiter oder Alten- und Krankenpfleger. Anschließend sollen sie mit ihren Ersparnissen und zusätzlich erworbenen Erfahrungen den Wirtschaftsaufbau in ihrer Heimat vorantreiben.
"Wir müssen uns beeilen, in begrenztem Maße Kanäle für legale Migration aus Nordafrika zu öffnen", argumentiert Bade. So könne illegale Zuwanderung eingedämmt werden. Sicherten Regierungsabkommen die Rückkehr der Migranten ab, profitierten alle Beteiligten. Als Voraussetzung für den Erfolg eines solchen Modells gilt freilich, dass die Deutschen zugleich helfen, die Lage in den Herkunftsländern zu stabilisieren. Die Rückkehr müsse sich für die Migranten lohnen, betont Bade.
Der Vorsitzende des Sachverständigenrats konkretisiert mit seinem Vorstoß Erkenntnisse des Migrationsgutachtens 2011, das in dieser Woche vorgestellt wurde. Darin hatte das hochkarätige Expertengremium unter anderem eine stärkere Verbindung von Migrations- und Entwicklungspolitik empfohlen.
Von der Mehrheit der Deutschen erwarten die Wissenschaftler keine Widerstände gegen eine pragmatische Steuerung von Zuwanderung. Die Bevölkerung sei aufgeschlossen für realistische Migrationskonzepte.
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Bei führenden Politikern dürfte dagegen erhebliche Überzeugungsarbeit für die neuen Ideen nötig sein. Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) hatte sich gegen die Aufnahme von Wirtschaftsflüchtlingen aus Nordafrika ausgesprochen.
Dem Sachverständigenrat gehören neun Wissenschaftler aus verschiedenen Disziplinen und Forschungsrichtungen an. Ihre Arbeit wird von acht großen deutschen Stiftungen unterstützt.
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Quelle: Spiegel Online
Döllpel schrieb:
am 16. April 2011 um 19:44:46
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Migrationsforscher empfiehlt Flüchtlinge aus Nordafrika
"Anschließend sollen sie mit ihren Ersparnissen und zusätzlich erworbenen
Erfahrungen den Wirtschaftsaufbau in ihrer Heimat vorantreiben. " !!!!!!!!!!!!! Was für ein Krankes Hirn !!!!!!!!!!!!!!!!
Mit 2,50 Stundenlohn können sich die Leute in ihrer Heimat Paläste und Fabriken bauen.
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Schmaro schrieb:
am 16. April 2011 um 19:43:48
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"Fachkräfte"
In 50 Jahren wird es ein Museum im ehemaligen D.-land geben, wo die letzten "Deutschen" ausgestellt sind.
D.land träume weiter
bis zum bösen Erwachen.
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rorgs schrieb:
am 16. April 2011 um 19:43:44
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Fachkräfte
Nach der Wende wurde ich als Entwicklungsingenieur entlassen - seit dem habe ich nach einer entsprechenden Aufgabe gesucht -
keine Chance! Dennoch, um gleich vorzubeugen - ich habe trotzdem seit damals Arbeit - als freiberuflicher Dozent. Fachkräfte haben wir, nur sie sind unserer Wirtschaft zu teuer geworden. Mein traum von der Arbeit als Ingenieur konnte ich an den Nagel hängen. Dafür erkläre ich heute den Leuten, dass man nicht besoffen zur Arbeit kommt. Toll - alles für nen Appel u. en Ei!
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