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Fiat garantiert Erhalt aller Opel-Standorte
27.04.2009, 16:38 Uhr | oca
Fiat garantiert Opel-Standorte (Quelle: dpa)Fiat hat nach Informationen von "Spiegel Online" in den Verhandlungen über einen Einstieg beim Autohersteller Opel den Erhalt aller vier Opel-Werke in Deutschland garantiert. Das bedeute allerdings nicht, dass auch die aktuellen Kapazitäten der Werke garantiert werden könnten, berichtet das Magazin unter Berufung auf einen ungenannten "Insider" im italienischen Turin. Fiat plane eine weitere Zusammenlegung der Produktion. Eine Bestätigung für die Informationen gab es am Sonntagabend zunächst nicht. Opel produziert in Rüsselsheim, Bochum und Eisenach Autos, in Kaiserslautern werden Einzelbestandteile der Wagen hergestellt.
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Schulden sollen herausgehalten werden
Fiat habe zugesichert, dass alle Schulden der Turiner Gruppe aus einer Fusion herausgehalten werden sollten, schreibt "Spiegel Online" unter Bezug auf den Informanten, der unmittelbar mit der geplanten Übernahme vertraut sei. Das Unternehmen habe zudem zugesichert, dass alle Schulden der Gruppe aus einer Fusion herausgehalten werden sollten. Auch beim Namen des möglichen neuen Konzerns zeige sich Fiat kompromissbereit: Er könne FiatOpel heißen oder OpelFiat.
Skepsis beim Betriebsrat
Im Ringen um die Opel-Rettung hatte die Bundesregierung von möglichen Investoren Garantien für Werke und Arbeitsplätze gefordert. Bei Opel befürchtet unter anderem der Betriebsrat, Fiat könnte nach einer Mehrheitsübernahme massive Einschnitte in Deutschland in Gang setzen. IG Metall-Chef Berthold Huber sprach im "ZDF" gegen einen Einstieg von Fiat aus, weil die Opel-Standorte in Bochum mit 4500 Beschäftigten und in Eisenach mit rund 2000 Beschäftigten dann wahrscheinlich nicht überleben würden. "Das können wir nicht akzeptieren." Opel-Gesamtbetriebsratschef Klaus Franz, der sich bereits vehement gegen einen Einstieg des Konkurrenten in Rüsselsheim ausgesprochen hat, hält dieses Versprechen für unseriös. "So lange kein von autorisierter Stelle unterschriebenes Dokument vorliegt, glaube ich so etwas nicht", sagte Franz.
Treffen mit Magna
Als weiterer Kandidat für die Übernahme von Opel gilt der österreichisch-kanadische Autozulieferer Magna. Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) will sich Anfang der Woche mit Magna-Vertretern treffen.
Steinmeier setzt sich für Opel-Magna-Ehe ein
Nach Informationen der "Financial Times Deutschland" hat sich auch Vizekanzler Frank-Walter Steinmeier in die Gespräche über einen Magna-Einstieg bei Opel eingeschaltet. Unter Berufung auf das Umfeld des SPD-Kanzlerkandidaten berichtet die Zeitung , Steinmeier halte Magna für eine interessante Option für Opel. Er habe mehrfach mit Magna-Europachef Siegfried Wolf und dem Magna-Aufsichtsrat und früheren österreichischen Bundeskanzler Franz Vranitzky geredet.
Wer rettet Opel? (Grafik: dpa)
Kauder: Opel muss selbst entscheiden
Unions-Fraktionschef Volker Kauder (CDU) sagte, jetzt sei zunächst einmal Opel am Zuge. "Opel muss sagen, mit wem Opel in die Zukunft gehen will." Der Autobauer gehöre nach wie vor nicht dem Staat. Die Regierungen würden Opel dann helfen, wenn es sich um "sinnvolle Investitionen" handele.
Handelsblatt: Entscheidung innerhalb der nächsten zwei Wochen
Das "Handelsblatt" berichtete, dass Berlin laut Regierungskreisen innerhalb der nächsten zwei Wochen entscheiden wolle, ob das Konzept von Fiat oder das von Magna das tragfähigere ist. Den Finanzinvestoren, die an Opel interessiert seien, würden in der Politik kaum Chancen eingeräumt, berichtete das Blatt. Die Priorität liege auf einem strategischen Investor.
Althaus: Gespräche mit unterschiedlichen Investoren
Thüringens Ministerpräsident Dieter Althaus (CDU) bestätigte Gespräche mit unterschiedlichen Investoren. Die Politik werde aber nur diejenigen unterstützen, die tatsächlich die Standorte in Deutschland erhalten wollten.
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Quelle: t-online.de
, dpa-AFX