09.03.2012, 11:13 Uhr | dpa-tmn
Discountzertifikate, Banksparplan, Zahnersatz- oder Handypolice: Der Dschungel der Finanz- und Versicherungsprodukte wird immer dichter. Doch die meisten Verbraucher brauchen solche Angebote überhaupt nicht, denn für die finanzielle Grundversorgung und den wesentlichen Versicherungsschutz reichen wenige Basisprodukte aus. Über die sollte aber jeder verfügen.
"Basisprodukte sind Produkte, die jeder braucht, um am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben", erklärt Achim Tiffe, Geschäftsführender Direktor des Instituts für Finanzdienstleistungen in Hamburg. "Sie müssen nicht nur für jeden zugänglich, sondern auch erschwinglich sein und grundlegende Funktionen erfüllen." Was dabei als Basisprodukt zählt und was nicht, ist einem stetigen Wandel unterworfen. "Fernseher galten früher als Luxus, heute zählen sie fast schon zu den Grundbedürfnissen dazu."
Ein solcher Wandel lässt sich auch bei Finanzprodukten beobachten. Wurde das Gehalt früher einmal im Monat in Lohntüten übergeben und die Miete bar gezahlt, werden solche Transaktionen heute über das Konto abgewickelt. "Auf ein Girokonto kann man nicht verzichten", sagt Markus Feck von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Denn nur mit einem Konto kann man Geld überweisen, am Lastschriftverfahren teilnehmen und Bares am Automaten abheben.
Wie grundlegend ein Girokonto ist, merken Verbraucher erst, wenn sie keins mehr haben. "Es gab Fälle, in denen mussten Kunden sich ihr Arbeitslosengeld auf das Konto von Angehörigen überweisen lassen, weil ihr eigenes Konto von der Bank gekündigt worden war", erzählt Feck. Denn auch Behörden zahlen selten bar. Doch welche Produkte sind neben einem Girokonto noch grundlegend? Ein Überblick:
Geldanlage: Tagesgeldkonto, Festgeld oder Sparbuch - ein wenig Geld sollte jeder auf der hohen Kante haben. Wo dieser finanzielle Puffer angelegt wird, ist eine Frage des persönlichen Geschmacks. "Ein Tagesgeldkonto ist zwar von den Zinssätzen her meist attraktiver", sagt Max Herbst von der unabhängigen Finanzberatung FMH in Frankfurt. "Allerdings kann man die oft nur im Internet abschließen." Manch ein Verbraucher ohne Internetzugang setze daher möglicherweise lieber auf das herkömmliche Sparbuch.
30 Euro Startguthaben und 2,4% p.a. beim Tagesgeldkonto der Bank of Scotland.
Jetzt informieren
Doch egal für welche Variante man sich entscheidet, einige Voraussetzungen sollten erfüllt sein: "Das Geld muss über die Einlagensicherung abgesichert sein", sagt Roland Aulitzky von der Stiftung Warentest in Berlin. Und der Zins sollte über der Inflationsrate liegen. Für Tagesgeld gibt es aktuell maximal 2,8 Prozent, für Festgeld werden bis zu 3,1 Prozent geboten.
Altersvorsorge: Auch die private Vorsorge für den Ruhestand gehört mittlerweile zum Bereich der Basisprodukte. "Die gesetzliche Rente deckt nur den Grundbedarf ab", sagt Aulitzky. "Um das finanzielle Niveau zu halten, braucht man eine zusätzliche Absicherung." Doch wie soll die private Vorsorge aussehen? "Ein Merkmal von Basisprodukten ist, dass sie uneingeschränkt empfehlenswert sind", sagt Tiffe. Das treffe in diesem Bereich aber leider nur selten zu.
Aulitzky empfiehlt dennoch vor allem staatlich geförderte Produkte, etwa Riester- oder Rürup-Rentenverträge. Allerdings müssten Kunden hier vor dem Abschluss nicht nur die Konditionen gut vergleichen. Auch nach der Unterschrift sollten sie ihre Verträge regelmäßig überprüfen. "Man sollte immer schauen, dass man den maximalen Förderbetrag ausschöpft."
Berufsunfähigkeitsversicherung: Neben der Altersvorsorge sollten Berufstätige auch eine Berufsunfähigkeitsversicherung haben. "Das ist eigentlich unverzichtbar", sagt Thorsten Rudnik vom Bund der Versicherten. Wer aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr arbeiten kann, fällt in ein tiefes finanzielles Loch, denn die staatliche Unterstützung ist gering.
Die Verträge sollten möglichst früh abgeschlossen werden. "Wer sich erst mit 40 darum kümmert, hat vielleicht schon Vorerkrankungen." Und das macht die Verträge teurer. Die Vertragslaufzeit sollte bis zum Ende des Erwerbslebens reichen.
Haftpflichtversicherung: Grundlegend ist auch eine Haftpflichtversicherung. "Wenn ich jemandem schweren Schaden zufüge, bin ich zu Schadenersatz verpflichtet", sagt Thorsten Rudnik. "Das kann in die Millionen gehen." Trotzdem haben nur etwa 30 Prozent der Haushalte eine solche Police. Für Rudnik unverständlich: "Eine Privathaftpflichtversicherung ist für jeden ein Muss." Solche Policen seien zudem eine Art Rechtsschutzversicherung, denn sie würden unberechtigte Ansprüche abwehren. Und sie sind schon für gut 100 Euro im Jahr zu haben.
Schnell gehen Sachen zu Bruch. Eine private Haftpflicht hilft, wenn's scheppert. Vergleich starten
Quelle: dpa-tmn , t-online.de
goldfisch schrieb:
am 18. März 2012 um 12:32:52
(0)
(0)
brauen
wenn man es mal richtig sehen möchte,so macht man sich viel zuviel gedanken über alles.weil meistetns kommt es anders als man
denkt.die sparen undn arbeitenund sich was geschaffen haben sind die dummen.weil am ende
können sie gerde alles wieder für hege und pflege bezahlen.die die nichts haben,sind im altenheimgenausonversorgt.ich darf für meine mutter jeden monat 25ooeuro bezahlen.ich gehe in den altenknast.dabin ich auch gut versorgt!!! der staat kann nur bei den sparern undfleißigen alles abz
mehr
Kommentar melden
Ich schrieb:
am 7. März 2012 um 17:42:49
(3)
(0)
@Spitzbube
Wer lesen kann ist klar im Vorteil. Vererbung bei Riester: an Ehegatten und kindergeldberechtigte Kinder volle Übertragung des
Guthabens inkl. Zulagen, an alle anderen Vererbung mit Abzug von Zulagen und Steuervorteilen (die du auf deinem Sparbuch nie hattest) Zinsen aus dem "geliehenen" Geld vom Staat kannst du behalten. Während der Rente hilft eine Rentengarantiezeit, bei manchen Anbietern auch Auszahlung Restkapital. Der Tip ist gratis und gerngeschehen :-)
mehr
Kommentar melden
Makler schrieb:
am 7. März 2012 um 17:28:12
(3)
(1)
Basis
Wir sind ein Volk von Versicherungsexperten. Halbwissen ist nicht Wissen. Nicht jedes Produkt passt zu jedem! Nur eine vernünftige,
produktunabhängige Analyse hilft. Beispiel: Jeder "Experte" erzählt etwas von BU. Haben Sich die Experten einmal überlegt, was passiert, wenn z.B. ein 40 jähriger BU wird und sogar ausreichend versichert ist (aus meiner Sicht min. 80% des Netto). Was passiert mit ihm als Rentner? Er hat dann 27 Jahre nichts in die Rentenkasse eingezahlt! Ich vermisse Lösung
mehr
Kommentar melden
Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.

Acht Flaschen 2007er San Martino plus Dekanter jetzt für nur 49,- € statt 78,10 €. von Hawesko
Testsieger-Patronen für Marken-
drucker im TÜV-geprüften Online-
Shop kaufen. mehr
24,6 cm Tablet-PC mit Android 4.0, 1 GHz Prozessor inkl. Ledertasche für nur 229,- €. bei euronics
Für einen klaren Durchblick: Lese-
brillen, Komplettbrillen u.v.m. zu top Preisen! bei optikplus.de
Verpatzter Börsenstart ist der Grund für die Sammelklage. zum Video