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Finanzkrise in USA: Banken stehen besser da als gedacht

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US-Banken stehen besser da als gedacht

14.04.2009, 10:46 Uhr | fre

(Bild: dpa)(Bild: dpa)Neue vorsichtige Hoffnung auf ein Ende der Finanzkrise: Amerikas führende Banken haben den "Stress-Test" der US-Regierung zu ihrer Stabilität offenbar bestanden, auch wenn sie einem Zeitungsbericht zufolge wohl noch mehr Milliardenhilfen brauchen. Und die zu den führenden Finanzhäusern gehörende Großbank Wells Fargo ist mit einem unerwarteten Rekordgewinn von rund drei Milliarden Dollar (2,3 Milliarden Euro) ins Jahr gestartet. An den Märkten in den USA und Europa keimten am Donnerstag umgehend neue Erwartungen, die Branche könne sich allmählich erholen. Die Börsen legten auf breiter Front deutlich zu. Bankaktien erlebten vielfach ein Kursfeuerwerk.

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Banken stehen besser da als gedacht

Der umfassende Banken-Belastungstest der Regierung soll die Überlebensfähigkeit der 19 größten US-Finanzhäuser bei einer weiteren Verschlechterung der Konjunktur überprüfen. Die Institute stünden besser da als von vielen gedacht, zitierte die "New York Times" erste Ergebnisse unter Berufung auf Insider. Auch nach bereits Hunderten von Milliarden an Regierungshilfen seien viele Häuser aber voraussichtlich auf weitere Kapitalspritzen angewiesen. Die Tests unter Führung der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) sollen nach bisherigen Angaben Ende April abgeschlossen sein.



Gewinn doppelt so hoch wie erwartet

Die untersuchten Banken schnitten bei der Untersuchung sehr unterschiedlich ab, berichtete die Zeitung. Die Regierung werde die Ergebnisse nutzen, um einige Häuser zu weiteren Einschnitten bis hin zu Managerwechseln und strikteren Gehaltsgrenzen zwingen. Besonders Positiv überraschte Wells Fargo: Der Gewinn fiel mehr als doppelt so hoch aus wie von den Analysten erwartet. Im Vergleich zum Vorjahresquartal kletterte der Überschuss um rund 50 Prozent. Erst im Dezember hatte die Großbank den angeschlagenen Rivalen Wachovia übernommen. "Unser Geschäft ist gut in Schwung", sagte Bankchef John Stumpf laut einer Mitteilung. Die Wells-Fargo-Aktie schoss zeitweise um mehr als 30 Prozent auf knapp drei Dollar in die Höhe.

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Besseres Ergebnis angekündigt

Auch andere US-Finanzhäuser wie JPMorgan, Citigroup und Bank of America hatten zuletzt wieder bessere Ergebnisse angedeutet, aber noch keine konkreten Zahlen genannt. Sie wollen nach bisherigen Plänen in den nächsten beiden Wochen ihre Ergebnisse präsentieren. Noch im Schlussquartal 2008 war Wells Fargo erstmals seit vielen Jahren mit mehr als 2,3 Milliarden Dollar in die roten Zahlen gerutscht. Die Bank gehört zu den mit Milliardenhilfen der US- Regierung gestützten Instituten. Für die Kapitalspritze musste die Bank dem Staat im ersten Quartal 372 Millionen Dollar an Dividende zahlen.



Auch bei Wells Fargo hohe Belastungen

Wells Fargo mit Sitz im kalifornischen San Francisco fuhr den Gewinn trotz nochmals hoher Belastungen ein. Allein an Abschreibungen wurden weitere 3,3 Milliarden Dollar fällig. In die Risikovorsorge flossen zusätzliche 4,6 Milliarden Dollar etwa für notleidende Kredite. Die Erlöse kletterten auf 20 Milliarden Dollar. Im bisherigen Wells-Fargo-Geschäft lag der Zuwachs bei 16 Prozent. Wells Fargo hatte die vorläufigen Zahlen überraschend veröffentlicht. Ihre endgültigen Ergebnisse für das erste Quartal will die Bank am 22. April vorlegen.

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Quelle: t-online.de , dpa-AFX

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