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Finanzkrise: UBS und Goldman Sachs kürzen Managergehälter

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UBS und Goldman Sachs kürzen Managergehälter

17.11.2008, 14:22 Uhr | bv/sky

US-Bank Goldman Sachs (Foto: dpa) US-Bank Goldman Sachs (Foto: dpa)Mitten in der Finanzkrise haben zwei internationale Großbanken erhebliche Einschnitte bei den Einkünften ihrer Topmanager bekanntgegeben. Für Goldman-Sachs-Chef Lloyd Blankfein wird es 2008 lediglich das Grundgehalt geben, wie ein Sprecher der Bank in New York sagte. Im vergangenen Jahr hatte Blankfein nach AP-Berechnungen noch die Gesamtsumme von 54 Millionen Dollar erhalten, wobei sein Gehalt in dem Jahr bei lediglich 600.000 Dollar lag. Die Schweizer Großbank UBS gab bekannt, ein Bonus-Malus-System für die Konzernleitung einzuführen.

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Goldman-Führung gibt sich bescheiden

Auch sechs weitere Top-Manager von Goldman Sachs bekämen für 2008 weder einen Bonus in bar noch Aktien oder Optionen, sondern nur das Gehalt. Das hätten die sieben Führungskräfte selbst so entschieden, ergänzte der Sprecher.

Schlechte Zahlen wegen Finanzkrise

Grund für den Verzicht sei das schlechte Abschneiden des Instituts im laufenden Geschäftsjahr, das im November endet. Wegen der Finanzkrise musste die Bank schwere Verluste hinnehmen. Der Aktienkurs von Goldman Sachs stürzte um rund 70 Prozent ab. Blankfein hatte seinen Rekordbonus im vergangenen Jahr noch erhalten, obwohl die Finanzkrise bereits ausgebrochen war.

Bonus-Beschränkung wegen Staatshilfe

Die Beschränkung kommt nicht ganz freiwillig: Ende Oktober erhielt Goldman Sachs rund zehn Milliarden Dollar aus dem Banken-Rettungspaket der US-Regierung. Die Regeln für die Inanspruchnahme des Pakets schreiben auch eine Beschränkung von Bonuszahlungen für die Vorstandsvorsitzenden vor. Wie hoch die Boni in diesem Jahr für die Goldman-Sachs-Spitze ausgefallen wären - und ob sie angesichts der Finanzkrise überhaupt gezählt würden - ist noch unklar.

UBS bestraft Misserfolg

Die Schweizer Großbank UBS gab bekannt, ein Bonus-Malus-System für die Konzernleitung einzuführen. Demnach würde diese nicht nur wie bislang bei Erfolg belohnt, sondern müsste bei Misserfolgen auch Einbußen hinnehmen. Zudem erhalte der Verwaltungsratspräsident der UBS künftig keine Bonuszahlungen mehr. Das mit der Eidgenössischen Bankenkommission (EBK) besprochene neue Vergütungsmodell soll ab 2009 eingeführt werden. Im Oktober nahm die UBS die Hilfe der Regierung und der Nationalbank in Anspruch.

Prämien für 2008 sinken

Das Kreditinstitut bestätigte zugleich, dass Verwaltungsratspräsident Peter Kurer und alle Mitglieder der Konzernleitung für das laufende Jahr keine Boni erhalten. Für alle Manager gehe die variable Vergütung für 2008 zudem deutlich zurück. Das Modell sieht laut UBS folgende wesentlichen Neuerungen vor: Der Verwaltungsratspräsident ist erstens nicht mehr in dieselben Anreizsysteme eingebunden wie die Konzernleitung und erhält keine variable Komponente mehr. Zweitens basiert die variable Barvergütung für die Konzernleitung auf einem Bonus-Malus-System. Und drittens gilt ein ähnliches Konzept für die variable Aktienbeteiligung.

Auch deutsche Bank-Manager stecken zurück

In Deutschland hatte bereits Deutsche Bank-Chef Josef Ackermann einen Verzicht auf seine Bonuszahlungen angekündigt. Commerzbank-Chef Martin Blessing, dessen Institut auf den Rettungsplan der Bundesregierung zugreift, muss sich sein Grundgehalt gemäß den Vorschriften des Plans auf 500.000 Euro deckeln lassen.

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Quelle: AFP , dpa , dapd , t-online.de

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