Startseite Jetzt bestellen: Call & Surf Comfort, das DSL-Komplettpaket zum Surfen & Telefonieren

Sie sind hier: Home > Wirtschaft >

Finanzkrise: Wirtschaftsforscher fordert Erhöhung der Mehrwertsteuer

...

Wirtschaftsforscher fordert 25 Prozent Mehrwertsteuer

26.08.2009, 11:22 Uhr | mmr

Experten fordern eine deutliche Erhöhung der Mehrwertsteuer (Foto: dpa, Montage: t-online.de) Experten fordern eine deutliche Erhöhung der Mehrwertsteuer (Foto: dpa, Montage: t-online.de) Außergewöhnliche Krisen erfordern außergewöhnliche Maßnahmen. Das dachte sich wohl der Chef des renommierten Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) als er in einem Interview eine Erhöhung der Mehrwertsteuer auf 25 Prozent vorschlug. Klaus Zimmermann glaubt, dass es nicht zu Steuersenkungen, sondern zu Steuererhöhungen nach der Wahl kommt. So könnten die Bürger dem Staat helfen, die Staatsfinanzen nach der teuren Finanz- und Wirtschaftskrise wieder zu sanieren.

So sparen Sie Steuern - Tipps für das Finanzamt
Steuersünder -Spektakuläre Fälle und Prozesse
Quiz - Wie gut kennen Sie das Steuersystem?

Auch Abschaffung der Pendlerpauschale gefordert

Eine Erhöhung der Mehrwertsteuer um sechs Punkte auf 25 Prozent brächte dem Staat auf Dauer etwa 50 Milliarden Euro zur Sanierung der Staatsfinanzen. Daneben sei auch denkbar, die Grundsteuer anzuheben und die Pendlerpauschale abzuschaffen. Zur Sanierung der Haushalte müsse man breit vorangehen, sagte er. Sich nur auf die Einkommensteuer zu konzentrieren, reiche nicht aus.

Steuergeschenke wird es nicht geben

Die im derzeitigen Wahlkampf versprochenen Steuersenkungen werde es wohl nicht geben. Auch der "Mannheimer Morgen" schließt das in einem Kommentar aus. "Sollten Union und FDP tatsächlich eine Koalition bilden können, müsste diese sich sofort von ihren aberwitzigen Steuersenkungsplänen verabschieden. Im Gegenteil: Es könnte sogar sein, dass die nächste Bundesregierung die Bürger zur Kasse bitten muss, um die Löcher zu stopfen - zum Beispiel mit einer höheren Mehrwertsteuer. So ist es ja auch nach der vergangenen Bundestagswahl schon gelaufen."

 Klaus Zimmermann, Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (Quelle: ddp) Klaus Zimmermann, Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (Quelle: ddp)

"Je länger man wartet, desto schwieriger wird es"

Der DIW-Präsident mahnte zudem zur Eile. Schon ab 2011 sieht er Handlungsbedarf. "Je länger man wartet, desto schwieriger wird es." Hintergrund der Eile ist die prognostizierte Zunahme bei den Arbeitslosenzahlen. Zwar sorge die derzeitige Wirtschaftserholung dafür, dass die Zahl der Arbeitslosen im laufenden Jahr deutlich unter vier Millionen und im kommenden Jahr weit unter fünf Millionen bleiben werde. Doch sie werde steigen, und dadurch werde der Konsum in Deutschland einen weiteren Dämpfer erhalten.



Vor der Wahl kein größerer Arbeitsplatzabbau

Derzeit verhindert ein Stillhalteabkommen zwischen Industrie und Regierung bis zur Bundestagswahl einen größeren Arbeitsplatzabbau in Deutschland. Massenhafte Stellenstreichungen werde es erst nach dem 27. September geben, berichtete die "Financial Times Deutschland" am vergangenen Montag (24.08.09) unter Berufung auf Spitzenmanager verschiedener Unternehmen.

Langfristig tragbare Lösungen gesucht

Der künftigen Bundesregierung müsse es nach der Wahl Ende September vor allem um langfristig tragbare Lösungen gehen, sagte der Chef des Nürnberger Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), Joachim Möller, der dpa. Manche Maßnahmen, die kurzfristig attraktiv erscheinen, könnten sich auf längere Sicht als schwere Hypothek für den Arbeitsmarkt erweisen, indem sie etwa Langzeitarbeitslosigkeit verfestigten, gab Möller zu bedenken. Das IAB ist das Forschungszentrum der Bundesagentur für Arbeit (BA).



Arbeitslosengeld I soll nicht verlängert werden

Eine Absage erteilte Möller etwa Überlegungen, den Bezug von Arbeitslosengeld I zu verlängern. "Ich warne davor, an dieser Schraube zu drehen", sagte er. "Damit würde der Anreiz für Erwerbslose geringer, sich rasch wieder eine Arbeit zu suchen." Je länger jemand arbeitslos sei, desto schwieriger werde es für ihn, eine neue Stelle zu finden. "Eine solche Arbeitsmarkt-Falle darf nicht wieder aufgestellt werden."

Altere Arbeitslose nicht vorzeitig in den Ruhestand schicken

Vor Rückschritten warnte der IAB-Chef auch beim Umgang mit älteren Arbeitslosen. Diese sollten auf keinen Fall vorzeitig in den Ruhestand geschickt werden, um in der Krise den Arbeitsmarkt zu entlasten. Damit würden Erfolge der vergangenen Jahre aufs Spiel gesetzt, ältere Menschen wegen der immer größer werdenden Lebenserwartung länger im Arbeitsleben zu halten. Firmen und Beschäftigte würden sich zunehmend darauf einstellen. Mit einer Wiederbelebung der Diskussion um Frühverrentungsprogramme werde dieser mühsam erreichte Mentalitätswandel gefährdet. Außerdem würden Ältere mangels gut ausgebildetem Berufsnachwuchs im Berufsleben immer unverzichtbarer.

Mehr Themen:
Steuerhinterziehung - USA bereiten Klage gegen UBS-Kunden vor
Steuerprivilegien - Schweiz droht Abwanderung der Superreichen
Steuerhinterziehung - Steuerflucht härter bekämpfen
Finanzgericht - Arbeitszimmer doch steuerlich geltend machen
Online-Hilfe - Steuerberatung auch per Mausklick möglich




Quelle: dpa , t-online.de

Inhalt versenden Versenden
Leserbrief An die Redaktion
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus.
Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Diese Mail an
mailing-ifrarr
Artikel versenden
Empfänger
Absender
Name
Name
E-Mail
E-Mail
Nachricht
 

"Finanzkrise: Wirtschaftsforscher fordert Erhöhung der Mehrwertsteuer " verlinken

Verlinken Sie uns, wenn Ihnen der Artikel "Finanzkrise: Wirtschaftsforscher fordert Erhöhung der Mehrwertsteuer " gefallen hat.

 
schließen

Kommentare (0)

zum Forum

Thema: "Finanzkrise: Wirtschaftsforscher fordert Erhöhung der Mehrwertsteuer "

Seite:

Kommentar schreiben

Name
Betreff
Kommentar: (Maximal 500 Zeichen)

Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Haken

Vielen Dank. Ihr Kommentar wurde versendet!

Kommentar schreiben



Zu diesem Artikel/Thema können keine weiteren Kommentare mehr abgegeben werden.

Kommentar melden

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.

 

Haken

Vielen Dank! Ihr Hinweis wurde von der Redaktion entgegengenommen.
mailing-ifrarr

Shopping

Einkaufswelt
Gefeierter Franzose
Spitzenweine von Hawesko

Sechs Flaschen 2006er Domaine la Casenove + vier Gläser für 39,- € statt 78,30 €. von Hawesko

Einkaufswelt
Zum Kennenlern-Preis
Qualitätshemden von Walbusch

Zwei Qualitätshemden Ihrer Wahl für nur 50,- € : 5 Jahre Garantie und Retoure kostenlos. zum Special

Einkaufswelt
Bis zu 92% günstiger
Angebot bei druckerzubehoer.de

Testsieger-Patronen für Marken-
drucker im TÜV-geprüften Online-
Shop kaufen. mehr

Einkaufswelt
Weiche Schale, harter Kern!
Weiche Schale, harter Kern! Mit dem richtigen Gepäck macht der Urlaub doppelt Spaß! Samsonite Trolleys, Reisetaschen und Accessoires von koffer-direkt.de

Samsonite Trolleys, Reisetaschen und Accessoires: Voll gepackt mit guten Preisen von koffer-direkt.de.


Downloads & Shops

Dragon Naturally Speaking Home 11
Dragon NaturallySpeaking Home 11 ohne Hardware

Das PC-Diktat zum Sonderpreis. Download

WISO Sparbuch 2012
WISO Steuer-Sparbuch 2012

Holen Sie das Beste aus der Steuererklärung - Ihr Geld. Download

Drei auf einen Streich
Das Rettungs-Simulationspaket (Quelle: rondomedia)

Polizei-, Feuerwehr- und Rettungswagen-Simulator. Jetzt kaufen

"Die drei Musketiere"
"Die drei Musketiere"

Einer für alle und alle für einen! Neuverfilmung mit Topbesetzung hier!


Aus anderen Bereichen

Last-Minute-Elfmeter rettet Düsseldorf
Düsseldorfs Assani Lukimya-Mulongoti (re.) im Duell mit Frankfurts Erwin Hoffer. (Quelle: dapd)

Chaotisches Finale im Spitzenspiel. mehr

Zwei Tage vor ihrem Tod feierte sie noch
Zwei Tage vor ihrem Tod feierte Whitney Houston noch. (Quelle: dpa)

Houston schien in guter Verfassung. mehr


Anzeigen

Anzeige
Zur breiten Ansicht
© Deutsche Telekom AG 2012

Anzeige