
06.06.2011, 14:37 Uhr | Financial Times Deutschland
Noch mehr Geld für Hellas? In vielen Ländern Europas herrscht darüber Skepsis. Kein Wunder, dass die EU eine Idee aus Finnland hervorkramt. Die Eurozone verlangt für die geplante Aufstockung des Hilfspakets für Griechenland zusätzliche Sicherheiten von der Regierung in Athen. Geplant sei eine Verbriefung griechischen Besitzes, der dann als Sicherheit für neue Kredite genutzt werden könne, hieß es in Euro-Kreisen.
Über diesen Punkt gebe es zwar zwischen den Beteiligten noch "keine vollständige Einigung", die Differenzen seien aber nicht mehr groß. Mit solchen konkreten Sicherheiten sollen Bedenken in mehreren Euro-Ländern gegen die Ausweitung der Hilfskredite ausgeräumt werden.
Die Idee stammt ursprünglich von der finnischen Regierung. Bisher haben nur Kredite des Internationalen Währungsfonds (IWF) einen Sonderstatus bei den Schulden. Der Fonds wird im Pleitefall vorrangig bedient.
Euro-Gruppen-Chef Jean-Claude Juncker hatte am Freitag offiziell erklärt, er rechne mit zusätzlichen Finanzhilfen für Griechenland. Der IWF verlangt vor der Auszahlung der nächsten Kredite an Griechenland im Juli Klarheit über die weitere Finanzierung. Ab 2012 fehlt Geld, weil die geplante Teilrückkehr des Landes an den Markt für mittel- und langfristige Staatsanleihen wegen zu hoher Zinsen noch nicht möglich ist.
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Griechenland hat mit der "Troika" aus IWF, EU-Kommission und Europäischer Zentralbank neue Sparmaßnahmen vereinbart, die eine Haushaltslücke von 6,4 Milliarden Euro im Jahr 2011 schließen sollen. Die Regierung in Athen gründet zudem eine neue Agentur, die Staatseigentum im Wert von 50 Milliarden Euro privatisieren soll.
Das neue Programm soll das bisherige, 110 Milliarden Euro schwere und bis 2013 laufende Hilfspaket von IWF und Euro-Ländern um bis zu 65 Milliarden Euro aufstocken. Diese Zahl wurde in hochrangigen EU-Kreisen genannt, ist aber nicht endgültig.
Im Gegenzug für ein zweites Rettungspaket muss Hellas drakonische Sparmaßnahmen durchsetzen. zum Video
Die Europäer wollen ihre Kredite nicht wie bisher bilateral, sondern über die Rettungsschirme EFSF und EFSM vergeben. Berlin will dem Paket nur zustimmen, wenn Banken oder Versicherungen einbezogen werden. "Auch die privaten Gläubiger werden einen freiwilligen Beitrag leisten müssen", sagte Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU).
In den EU-Kreisen hieß es, man arbeite an einem Kompromiss zwischen Bundesregierung und EZB. Die Notenbank fürchtet bei der Einbeziehung Privater einen Kollaps am Finanzmarkt, weil alte Griechenland-Anleihen noch einmal stark an Wert verlieren könnten. Denkbar sei nun ein "Roll-over", also der freiwillige Tausch von auslaufenden Anleihen in neue, hieß es. Deutschland hatte bisher eine Laufzeitverlängerung der Anleihen vorgeschlagen. In einem internen Papier war von einer Verlängerung um sieben Jahre die Rede.
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Im Bundestag formiert sich bereits Widerstand gegen den neuen Hilfsplan, der spätestens am 20. Juni von den EU-Finanzministern beschlossen werden soll. "Ob es ein neues Hilfspaket für Griechenland geben wird, ist noch nicht entschieden", sagte CDU/CSU-Fraktionschef Volker Kauder der "Bild"-Zeitung. "Über ein zweites Paket reden wir zunächst noch nicht. Dafür kann ich mir momentan keine parlamentarische Mehrheit vorstellen", sagte der haushaltspolitische Sprecher der Unionsfraktion, Norbert Barthle.
Der SPD-Haushaltspolitiker Carsten Schneider sagte, die Gläubigerhaftung müsse auch beim künftigen Rettungsfonds ESM ohne Ausnahme durchgesetzt werden. Über den ESM soll ebenfalls im Juni entschieden werden. Eine Laufzeitverlängerung reiche nicht aus, die Gläubiger müssten auch auf Zinszahlungen verzichten.
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Quelle: t-online.de
Ouzo_12 schrieb:
am 9. Juni 2011 um 00:12:18
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"Finnen wollen Pfand von Griechenland
Da lassen wir mit unseren guten Freunden mal den Becher kreisen, was schert uns das Gemaule der
Kreditgeber. Immer her mit der Knete, kann garnicht genug sein. Und wenns nicht klappt, dann kramen wir Adolf Hitler raus.
So kennen wir sie, die emsigen und fleissigen Griechen.
Mit 55 in Rente, 17 Monatsgehälter und die Toten bekommen auch noch Pension. Auf nach Hellas, dem Land der Lügner und Betrüger.
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Gotti schrieb:
am 8. Juni 2011 um 21:15:22
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Griechenland
Hi Hi, wo gibt´s denn sowas- Milliardengarantien und keine Sicherheiten - das muss schon Geld von anderen sein ( Steuerzahler
). Vor 20 Jahren sagte ein damaliger Arbeitskollege - das wird der Untergang Deutschlands sein - ein Zitat von Ihm:"Es ist einfacher, das 10 Nichtschwimmer einen Profischwimmer unter Wasser ziehen, als dass ein Profischwimmer 10 Nichtschwimmer über Wasser hält." Ein Vergleich der Jung und Alt versteht - nur die Verantwortlichen nicht
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thekla schrieb:
am 8. Juni 2011 um 13:22:54
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finnen wollen pfand
die orthodoxe kirche ist in griechenland der größte landbesitzer. dafür brauchen die keine steuern zu zahlen. wenn das kein skandal ist.....
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