21.02.2012, 09:00 Uhr | dapd
In Frankfurt ist bisher noch keine Einigung in Sicht. Das Vorfeldpersonal will bis Freitag die Arbeit niederlegen.
Der Streik am Frankfurter Flughafen eskaliert. Die Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) verlängert den Streik ihrer etwa 200 sogenannten Vorfeldbeschäftigten erneut. Der Ausstand solle jetzt bis Freitagabend 23.00 Uhr dauern, teilte die GdF am Dienstagmorgen mit. Erst am Montag hatte die Gewerkschaft angekündigt, einen 24-Stunden-Streik auf 48 Stunden auszudehnen.
Bis Montagnachmittag wurden 240 der 1250 für Montag vorgesehenen Flüge gestrichen, das entspricht etwa 20 Prozent. Dennoch laufe der Betrieb "geregelt und mit einer guten Pünktlichkeitsquote", teilte der Flughafenbetreiber Fraport mit. Vorrang hätten Langstreckenflüge.
GdF-Sprecher Matthias Maas zog die Sicherheit am Frankfurter Flughafen in Zweifel. Viele der als Ersatz für die Streikenden eingesetzten Kräfte hätten eine Kurzausbildung von zwei Tagen hinter sich, sagte er der Nachrichtenagentur dapd. Normalerweise seien dafür sechs bis sieben Monate erforderlich. Außerdem würden die Ruhezeiten nicht mehr eingehalten. "Das ist jenseits der Legalität", sagte Maas. Viele Piloten achteten selbst darauf, an die richtige Stelle zu gelangen. "Ich kann niemandem empfehlen, ab Frankfurt zu fliegen", sagte Maas.
Der GdF-Sprecher stellte auch die von Fraport genannten Zahlen der absolvierten Flüge infrage. Da viele Inlandsflüge nach Frankfurt ausfielen, kämen auch weniger Passagiere zu ihren Anschlüssen ins Ausland. Viele Langstreckenflüge seien deshalb nur wenig ausgelastet, sagte Maas.
Die Gewerkschaft verlangt hohe Lohnzuschläge für die Lotsen und Kontrolleure auf dem Vorfeld. Fraport hält die Forderungen für überzogen und wirft der Gewerkschaft eine "starrsinnige Haltung" vor.
Maas sagte, die GdF sei bereit, sofort mit Fraport weiterzuverhandeln. Falls die Arbeitgeber nicht einlenken sollten, könne der Streik auch noch über den Freitag hinaus verlängert werden. Nicht die Gewerkschaft habe die Verhandlungen verlassen, sondern Fraport habe den Schlichterspruch des früheren Ersten Bürgermeisters von Hamburg, Ole von Beust (CDU), abgelehnt.
Der Vorschlag sah unter anderem starke Lohnerhöhungen, eine Laufzeit von vier Jahren und die Anstellung der Vorfeld-Beschäftigten in einer neuen Gesellschaft vor. Nun fordert die Gewerkschaft eine zweijährige Laufzeit und weitere Details, die über den Schlichterspruch hinausgehen.
Kunden von Lufthansa und Air Berlin können auf Züge der Deutschen Bahn umsteigen. Die Fluggesellschaften tauschen Flugtickets betroffener Passagiere in Fahrkarten um. Die Bahn will angesichts der Beeinträchtigungen im Flugverkehr alle zur Verfügung stehenden Züge einsetzen.
Quelle: dapd
Pimpernelle schrieb:
am 21. Februar 2012 um 14:59:06
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Streik Fraport
In welcher Welt kleben einige hier eigentlich? Streikrecht gilt für alle und jeden gleichermaßen. Seit wann erheben sich
andere darüber, wer streiken darf und wer nicht, obgleich sie von den Arbeitsbedingungen Null Ahnung haben? Nur weil man mal von diesem Streik im Fluggeschäft betroffen ist? Ich habe eher den Eindruck, hier lassen einige Futterneid raushängen. Einige unserer Zeitgenossen leben in einer satten Gesellschaft, die zu behäbig ist, Änderungen anzustreben. Aber andere gängelt.
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EJ schrieb:
am 21. Februar 2012 um 13:45:58
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Er order Es zum Streik
Er oder Es.
Wenn eine Randgruppe mit so überzogenen Forderungen einen öffentlichen ARbeitgeber erpresst hat das mit
Streikrecht nichts mehr zu tun. Bezahlen tut es der Bürger als Reisender oder Steuerzahler. Also bevor so ein Kommentar abgegeben wird bitte erst mal das Gehirn benutzen
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Aberhallo schrieb:
am 21. Februar 2012 um 13:22:05
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Streikrecht
Streikrecht ist im Grundgesetz festgeschrieben. Ich halte Streiks die von Priviligierten kleinen Gruppen wie Lockführer,
Ärtzte, und Vorfeldpersonal in Unternehmen durchgeführt werden um noch mehr Geld rauszuschlagen für nicht gerechtfertigt. Wenn sie damit durchkommen muß an anderer Stelle gespart werden und da passiert bei Berufsgruppen in den Unternehmen die man beliebig austauschen kann. In einen Unternehmen muß es einen Tariefvertrag für alle Mitarbeiter geben.
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