08.08.2011, 17:59 Uhr | dapd, dpa
Fluglotsenstreik: Die deutschen Fluglotsen kämpfen auch für bessere Arbeitsbedingungen (Foto: dpa) (Quelle: dpa)
Deutsche Urlauber müssen sich ab Dienstag auf Chaos an deutschen Flughäfen einstellen. Denn die Fluglotsen gehen auf Konfrontationskurs und wollen den Flugverkehr in Deutschland lahmlegen. Das Arbeitsgericht in Frankfurt genehmigte den Streik. Mitten in die Ferien platzen damit unbefristete Streiks. Die Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) rief alle tariflich beschäftigten Mitarbeiter der Deutschen Flugsicherung (DFS) auf, am Dienstag von 6.00 bis 12.00 Uhr die Arbeit niederzulegen. Vom Streikaufruf ausgenommen wurden die Flugsicherungsakademie in Langen und die Niederlassung in Maastricht.
Nach Angaben der GdF ist ein Punkt erreicht, an dem es zu einem Streik keine Alternative mehr gibt. "Es tut uns leid, dass der Zeitpunkt in die Ferien fällt", sagte das GdF-Bundesvorstandsmitglied Markus Siebers. Doch die DFS habe immer noch kein verbessertes Angebot vorgelegt und rücke nicht von Vorbedingungen wie Überstunden ab. Außerdem habe die DFS die Möglichkeit, die Schlichtung anzurufen. Dann gelte Friedenspflicht.
Bereits vergangene Woche hatten die GfF-Mitglieder im Streit um Gehälter und Arbeitsbedingungen grünes Licht für den Arbeitskampf gegeben. Daraufhin hatte das Arbeitsgericht Frankfurt/Main einen Streik auf den deutschen Flughäfen untersagt. Einige Forderungen der GdF seien unzulässig, hieß es zur Begründung. Die kritischen Punkte seien aber schon in der zweiten Instanz fallen gelassen worden, sagte Siebers. "Wir gehen davon aus, dass alles, was wir tun, rechtmäßig ist." Die Gewerkschaft wolle, dass nun endlich Rechtssicherheit hergestellt werde.
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In dem Tarifkonflikt geht es nicht nur um die Vergütung. Beide Seiten ringen auch um Arbeitsbedingungen oder die Eingruppierung von Mitarbeitern. Die GdF fordert für ihre bundesweit rund 5500 Mitarbeiter 6,5 Prozent mehr Lohn bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Die DFS bietet nach eigenen Angaben ab 1. August 2011 eine Erhöhung um 3,2 Prozent sowie weitere 2,0 Prozent oder mindestens den Inflationsausgleich ab 1. November 2012. Jetzt stehen die Zeichen aber erst mal auf Konfrontation.
Die Deutsche Flugsicherung (DFS) ging gerichtlich gegen den Streik vor. Doch das Arbeitsgericht in Frankfurt am Main hat den angekündigten Streik der Fluglotsen erlaubt. In erster Instanz folgte das Arbeitsgericht am Montag nicht dem Antrag der Deutschen Flugsicherung (DFS) auf einstweilige Vergügung, mit dem der Ausstand mitten in der Urlaubszeit verhindert werden sollte. Sollten die Fluglotsen tatsächlich von 6.00 Uhr bis 12.00 Uhr ihre Arbeit niederlegen, könnten bis zu 2000 Flugbewegungen in Deutschland betroffen sein. "Dann bedeutet das: Keine Starts, keine Landungen und auch keine Überflüge."
Quelle: t-online.de , dpa , dapd
Ariel schrieb:
am 8. August 2011 um 23:07:23
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Die Macht der Gewerkschaften eindämmen!
Es wird höchste Zeit, dass die Fluglotsen verbeamtet werden. Jetzt bekommen sie 120.000,- €
(einhundertzwanzigtausend) Gehalt im Jahr und kriegen den Rachen nicht voll. Die Macht der Gewerksch. ist in Deutschland zu groß. Es wäre interessant, wie hoch die Gewerkschaftsbeiträge sind. Diese Personen müssen für den entstehenden Schaden persönlich haftbar gemacht werden, dann vergehen denen schon die Streikgelüste. Man sollte die streikenden Genossen durch die Bundeswehr ersetzen.
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St.Pauli Fan schrieb:
am 8. August 2011 um 23:05:33
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Fluglotsenstreik
@Valerie
Arbeitest du eigentlich? Wer das ganze Jahr hart arbeitet, hat den Urlaub verdient!
Egal wo, wie und wann! Für
dieses Recht haben Gewerkschaften auch mal gestreikt.
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beunruhigte Mutter schrieb:
am 8. August 2011 um 22:02:21
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Streik auf Kosten der Anderen
Mein 14-jähriger Sohn fliegt das erste Mal alleine nach Helsinki und wird dort von Freunden abgeholt am
Donnerstag. Wenn jetzt am Donnerstag auch gestreikt wird, stimmen die ganzen Absprachen nicht mehr und mein 14-Jähriger ist irgendwo allein unterwegs. Ich kann die ganze Streikerei auf Kosten der Bevölkerung nicht mehr akzeptieren. (Lokführer, öffentlicher Nahverkehr, Fluglotsen, Müllabfuhr usw.) . Es reicht so langsam!
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