Startseite Jetzt online bestellen und 10% Rabatt sichern

Sie sind hier: Home > Wirtschaft > Börse > Aktien >

Flugzeugbau: Boeing mit Notfallplan für 787 Dreamliner

...

Notfallplan für 787 Dreamliner

26.07.2007, 13:27 Uhr | Financial Times Deutschland

Computermodell des Dreamliners (Foto: dpa) Computermodell des Dreamliners (Foto: dpa)Boeing muss außerplanmäßig mehrere Hundert Millionen Dollar in sein Prestigeflugzeug 787 Dreamliner pumpen. Durch die Aufstockung der Entwicklungskosten um 400 bis 500 Millionen Dollar allein in diesem Jahr hofft der Vorstand, den Termin der angekündigten Erstauslieferung im Mai 2008 noch einhalten zu können.


Foto-Show -Premiere von Boeings Dreamliner
Fotostrecke - Transportflugzeuge: Riesen der Lüfte

Mehr Ressourcen einsetzen
"Nach den ersten Flugtests werden wir sehen, ob wir auch in 2008 zusätzliche Mittel brauchen", sagte Finanzvorstand James Bell bei der Vorlage der Halbjahreszahlen des US-Konzerns. Boeing-Chef Jim McNerney sprach von einem Notfallplan, der abgearbeitet werde. "Wir müssen mehr Ressourcen einsetzen, um unsere Ziele zu erreichen." Die größten Herausforderungen gebe es beim Zeitplan, bei den internationalen Zulieferungen und dem Flugzeuggewicht.



Erstflug auf Ende September verschoben
Eher beiläufig teilte der Vorstand mit, dass sich der Erstflug für das Langstreckenmodell inzwischen auf Ende September vorschoben hat. Bei der pompösen Vorstellung des weitgehend aus neuartigen Kunststoffmaterialien hergestellten Flugzeugs am 8. Juli hatte Boeing den Erstflug noch für Anfang September angekündigt. Der Boeing-Chef räumte ein, dass die Zeitspanne zwischen Erstflug und Erstauslieferung damit sehr knapp wird. "Wir haben auch dafür Notfallpläne", sagte McNerney. Zur Jahresmitte lagen 683 Festbestellungen von 47 Kunden zu einem Listenpreis von mehr als 100 Milliarden Dollar vor.

Alle größeren Flugzeugmodelle mit Verspätung
Branchenkenner verweisen darauf, dass bislang alle größeren Flugzeugmodelle nicht zum ursprünglich angekündigten Zeitpunkt auf den Markt kamen. Jüngster Rekordhalter ist Airbus mit einer zweijährigen Verspätung beim A380. Für das erste Halbjahr teilte Boeing insgesamt steigende Umsätze und Erträge in allen Sparten mit. Mit 32,39 Milliarden Dollar lag der Gesamtumsatz um elf Prozent über dem Vorjahreswert. Der Nettogewinn kletterte um 262 Prozent auf 1,93 Milliarden. Der Gewinnsprung erklärt sich auch durch einen geringen Vorjahreswert. Boeing musste im vergangenen Jahr eine Strafzahlung über 615 Millionen Dollar wegen Industriespionage und unethischen Verhaltens leisten.

65 Milliarden Dollar Gesamtumsatz
Der US-Konzern hob auch den Ausblick für das Gesamtjahr 2007 an - für 2008 blieb die Prognose allerdings unverändert. Danach wird in diesem Jahr jetzt ein Gesamtumsatz von rund 65 Milliarden Dollar und ein Gewinn je Aktie von 4,80 bis 4,95 Dollar erwartet. An der Börse zog der Kurs des US-Konzerns um 3,4 Prozent auf 107,36 Dollar deutlich an.

Produktion soll auf 520 Maschinen steigen
Im nächsten Jahr will Boeing den Umsatz auf fast 72 Milliarden Dollar steigern und erwartet einen Gewinn je Aktie von bis zu 5,75 Dollar. Die Flugzeugproduktion soll im kommenden Jahr auf 520 Maschinen steigen und 2009 noch weiter wachsen. 2007 produziert Boeing 445 Flugzeuge. 2008 erwartet der Konzern etwa 40 Milliarden Dollar Umsatz aus seinem Zivilflugzeuggeschäft und 33 Milliarden aus seinem Rüstungsgeschäft. Den Wechsel an der Spitze des Rivalen EADS und dessen Tochter Airbus wollte der Boeing-Chef nicht kommentieren. "Ich weiß es wirklich nicht", antwortete er auf die Frage, ob er einen verschärften Preiskampf mit Airbus unter der neuen Führung von Thomas Enders erwarte

Mehr zum Thema:
Hollywoodreif - Boeing feiert Dreamliner-Premiere
Milliarden-Auftrag -Air Berlin ordert 25 Dreamliner


Quelle: Financial Times Deutschland

Inhalt versenden Versenden
Leserbrief An die Redaktion
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus.
Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Diese Mail an
mailing-ifrarr
Artikel versenden
Empfänger
Absender
Name
Name
E-Mail
E-Mail
Nachricht
 

"Flugzeugbau: Boeing mit Notfallplan für 787 Dreamliner" verlinken

Verlinken Sie uns, wenn Ihnen der Artikel "Flugzeugbau: Boeing mit Notfallplan für 787 Dreamliner" gefallen hat.

 
schließen

Kommentare (0)

zum Forum

Thema: "Flugzeugbau: Boeing mit Notfallplan für 787 Dreamliner"

Seite:

Kommentar schreiben

Name
Betreff
Kommentar: (Maximal 500 Zeichen)

Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Haken

Vielen Dank. Ihr Kommentar wurde versendet!

Kommentar schreiben



Zu diesem Artikel/Thema können keine weiteren Kommentare mehr abgegeben werden.

Kommentar melden

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.

 

Haken

Vielen Dank! Ihr Hinweis wurde von der Redaktion entgegengenommen.
mailing-ifrarr
Aus anderen Bereichen

Offenbar Käufer für Schlecker gefunden
Offenbar Investor an Schlecker interessiert (Quelle: dapd)

Der mögliche Retter ist kein Unbekannter. mehr

Fortunas Rasenräuber zeigt Reue
Der Elfmeterdieb von Düsseldorf klaut noch vor Abpfiff des Spiels ein Stück Rasen. (Quelle: imago)

"Sorry" für geklauten Elferpunkt. mehr

Fieser Uhu-Blitzer ist bald wieder aktiv
Uhu-Blitzer darf wieder in Betrieb gehen (Quelle: dpa)

Tausende Autofahrer erwischt. mehr

Diese Smartphone- Apps spähen Sie aus
Aufgepasst: Smartphone-Apps verraten oft mehr als ihren Besitzern lieb ist. (Montage: imago) (Quelle: imago)

Warentest entlarvt neun fiese Datendiebe. mehr


Anzeigen

Anzeige

Zur breiten Ansicht
© Deutsche Telekom AG 2012

Anzeige