06.09.2007, 07:28 Uhr | Financial Times Deutschland
Die 787 bei ihrer Präsentation (Foto: dpa) Jetzt ist es amtlich. Der Erstflug des neuen Boeing-Flugzeugs "Dreamliner" ist von Ende September auf Mitte November bis Mitte Dezember verschoben worden. Die Erstauslieferung solle jedoch wie geplant Ende Mai 2008 erfolgen. "Es ist eine große Herausforderung, aber wir sind zuversichtlich, dass wir den Termin einhalten können", sagte 787-Programmchef Mike Bair am Mittwoch in einer Telefonkonferenz. Abnehmer der ersten 787 wird die japanische Fluggesellschaft All Nippon Airways sein.
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Verschiedenste Baustellen
Boeing machte Probleme bei der Dokumentation von Unterlagen für die amerikanischen Aufsichtsbehörden, bei Zulieferern, bei der endgültigen Fertigstellung der Flugsystem-Software sowie Engpässe bei der Zulieferung von Befestigungselementen für die Verzögerung des Jungfernfluges verantwortlich. Die 787 ist bereits jetzt das bisher erfolgreichste neue Verkehrsflugzeug von Boeing. Es handelt sich um eine zweistrahlige mittelgroße Langstrecken-Maschine, die für 210 bis 330 Passagiere ausgelegt werden kann. Das Flugzeug wird erstmals nicht überwiegend aus Aluminium sondern vor allem aus Hochleistungs-Kunststoffteilen und anderen Werkstoffen gebaut.
706 Aufträge von 48 Fluggesellschaften
Boeing gab am Mittwoch in einer separaten Mitteilung bekannt, dass die russische Fluggesellschaft Aeroflot ihren Auftrag für 22 Maschinen vom Typ 787-8 endgültig gemacht habe. Der Auftrag habe zu Listenpreisen einen Wert von 3,6 Milliarden Dollar (2,6 Milliarden Euro). Boeing hat damit bisher 706 Aufträge von 48 Fluggesellschaften und Flugzeugleasing-Firmen für die Maschine erhalten.
Vorsprung von fünf Jahren
Carson verwies darauf, dass Boeing allein in diesem Jahr Orders für 258 der Maschinen erhalten habe. Boeing habe einen Vorsprung von fünf Jahren, ehe ein Konkurrenzprodukt den Markt erreichen werde. Damit verwies er auf das konkurrierende Modell Airbus A350XWB. Die A350 war durch Design-Änderungen in langen Rückstand gegenüber dem neuen Bestseller von Boeing geraten.
Testphase mit sechs 787-Maschinen
Die Verzögerungen beim Erstflug werden von den Airlines mit großer Aufmerksamkeit verfolgt. Airbus musste wegen großer Probleme bei der Entwicklung und dem Bau des Superjumbo A380 lange Verzögerungen und kostspielige Auftragsstreichungen in Kauf nehmen. Boeing will in der Testphase insgesamt sechs 787-Maschinen einsetzen. Die Boeing-Aktien gaben um 0,83 Prozent auf 95,12 Dollar nach.
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Quelle: Financial Times Deutschland
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