Mazda-Verkauf: Ford trennt sich vom Tafelsilber (Foto: ddp)Der US-Konzern Ford will seine Beteiligung am japanischen Fahrzeughersteller Mazda verringern. Ford erwäge, 20 Prozent der Mazda-Aktien zu verkaufen, teilte Mazda. Gleichzeitig kündigten die Japaner an, selbst 6,87 Prozent der Papiere für umgerechnet 185 Millionen US-Dollar zu übernehmen. Käufer der restlichen Anteile sei eine Gruppe von Partnern Mazdas.
Wie Mazda weiter mitteilte, ist der von Ford zur Disposition gestellte Mazda-Anteil von 20 Prozent derzeit umgerechnet 538 Millionen US-Dollar wert. Der in Liquiditätsproblemen steckende US-Autobauer bliebe nach dem geplanten Verkauf mit seinem verbleibenden 13-Prozent-Anteil immer noch größter Anteilseigner von Ford. Die Gemeinschaftsunternehmen zwischen Ford und Mazda sollen fortgeführt werden, hieß es.
Management wird umgebaut
Ferner kündigte der japanische Autokonzern an, dass Ford im Zuge des Anteilsverkaufs zwei seiner drei in den Mazda-Verwaltungsrat entsandten Manager abziehen wird. Zudem werde der jetzige CEO Hisakazu Imaki neuer Chairman von Mazda, während sein bisheriger Stellvertreter Takashi Yamanouchi als neuer CEO und Präsident fungieren solle. Die Veränderungen im Management sollen den Angaben zufolge zum 19. November wirksam werden.
Ford kämpft mit Milliardenverlusten
Ford kämpft wie viele andere US-Autohersteller mit Milliardenverlusten und braucht möglichst viel frisches Geld. Am Vortag hatte bereits der Opel-Mutterkonzern General Motors (GM) seine restliche Beteiligung von gut drei Prozent am japanischen Autobauer Suzuki für 22,37 Milliarden Yen (185,7 Mio Euro) zurück an die Japaner verkauft und sich so dringend benötigtes Kapital besogt. Während die Zukunft für Ford weiter ungewiss ist, wird im Fall von GM inzwischen offen über eine drohende Pleite spekuliert.