23.12.2011, 19:32 Uhr | dpa-AFX
Kurz vor dem Jahresende geht der Verkauf der Daimler-Tochter MBtech doch noch über die Bühne. Ein französisches Unternehmen greift zu und sichert sich die Mehrheit an dem Fahrzeugbau- und Beratungsunternehmen mit Hauptsitz in Sindelfingen: Akka Technologies übernimmt nach Angaben des Autobauers 65 Prozent der MBtech-Gruppe.
Die restlichen 35 Prozent an dem Unternehmen für Ingenieursdienstleistungen behalte Daimler, teilten die Stuttgarter mit. So blieben die Schwaben "ein langfristig und strategisch engagierter Gesellschafter und wichtiger Leistungsnehmer von MBtech".
Die Ingenieurstochter entwickelt und testet Teile und Systeme für Daimler und ist somit einen wichtiger Teil in der Innovationskette des Autobauers. MBtech konzipiert, konstruiert und erprobt Fahrzeugvarianten. Außerdem bietet das Unternehmen Komplettlösungen und Spezialleistungen in der Automobilelektronik an. Durch die Übernahme entstehe eine der größten europäischen Ingenieurs- und Beratungsdienstleistungs-Firmen, so Daimler. Zum Kaufpreis machten beide Seiten keine Angaben. Die Kartellbehörden müssen der Übernahme noch zustimmen.
MBtech beschäftigt knapp 3000 Mitarbeiter, der Dienstleister erlöste im vergangenen Jahr 300 Millionen Euro. Bei Akka Technologies arbeiten 7000 Mitarbeiter an mehr als 50 Standorten. Das Unternehmen erwartet für 2011 einen Umsatz von 545 Millionen Euro. Den Angaben zufolge ist Akka vor allem in Frankreich, Italien, Spanien und Großbritannien tätig.
MBtech wiederum habe hierzulande, in China und in den USA eine starke Marktposition. "Mit Akka Technologies haben wir einen starken und etablierten Partner gefunden, dessen Angebotsspektrum sich mit MBtech hervorragend ergänzt", sagte Daimler-Forschungsvorstand Thomas Weber. Die beiden Partner würden mit dem Zusammenschluss neuer Europamarktführer im Automobilsektor. Beim Luftfahrt-Engineering halte Akka diese Position bereits alleine.
Die Stadt lebt im Rhythmus der großen Autobauer wie Daimler oder Porsche. zum Video
Daimler hatte längere Zeit nach einem Käufer für MBtech gesucht und parallel über einen neuen Tarif für die Tochter verhandelt. Anfang Dezember brach der Konzern überraschend die Gespräche ab. Die IG Metall hatte gewettert, dass die Arbeits- und Verdienstbedingungen der MBtech-Beschäftigten offensichtlich nicht mehr interessierten: "Sie werden kaltblütig auf dem Altar des Verkaufspreises an einen neuen Mehrheitsgesellschafter geopfert", schrieb die Gewerkschaft.
Ein Daimler-Sprecher sagte, dass die Verhandlungen zum Abschluss der Verkaufsphase "aus rechtlichen Gründen" nicht hätten fortgeführt werden können. Wie es nun tariflich weitergehe, wollten die beiden Seiten der Ankündigung zufolge in Kürze erklären.
Quelle: dpa-AFX
Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.

Attraktive und sportive Mode für Sie und Ihn: kompromisslose Qualität, die überzeugt. zum Special
Entdecken Sie die neuen Kollektionen zu Top-Preisen: jetzt online bestellen! zu den Angeboten
Zeigen Sie Flagge - alles für die per- fekte EM-Party in Schwarz-Rot-Gold.
von GINGAR.de
Damenmode in den schönsten Sommerfarben - online bestellen und sparen. bei KLiNGEL.de
Die 58-jährige Gina Rinehart ist Bergbau-Unternehmerin. zum Video